Droge

Das Wort Droge bezeichnet in der deutschen Umgangssprache heute oft rauscherzeugende Substanzen (Rauschdrogen, Rauschmittel oder Rauschgifte). Dabei handelt es sich um psychotrope Stoffe und ihre Zubereitungen, die im zentralen Nervensystem eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung hervorrufen können.

Einige Drogen werden in Teilen der Welt traditionell als Genussmittel genutzt. Hierzu zählen unter anderem Koffein (Kaffee, Tee), Alkohol (Bier, Wein, Schnaps), Nikotin (Tabak), Cannabis (Marihuana, Haschisch), Kokablätter, Betel sowie Kath. Viele Genussmittel, manche medizinisch verwendeten Substanzen (etwa Schlaf-, Beruhigungs-, Aufputschmittel) und bestimmte Lösungsmittel können in entsprechender Dosierung und Einnahmeform ebenfalls zu einem erheblich veränderten Bewusstseinszustand führen und schädliche Folgen (bis hin zur Sucht) haben.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Michael Baumann stirbt in Berlin-Friedrichshain. Michael „Bommi“ Baumann war Mitbegründer der terroristischen Vereinigung Bewegung 2. Juni. Er war eine der zentralen Figuren der zunehmend gewaltbereiten linksradikalen Szene West-Berlins, die sich am Ende der 1960er Jahre aus der 68er-Bewegung entwickelt hatte. Ende 1971 wurde sein Freund Georg von Rauch bei einem Feuergefecht von der Polizei erschossen. Im Februar 1972 starb erstmals ein Mensch durch eine von Baumann mitgebaute Bombe. Daraufhin löste er sich von der Bewegung 2. Juni. Er wurde polizeilich gesucht und begann eine Flucht durch verschiedene Länder. 1974 rief er seine ehemaligen Kameraden aus dem Untergrund öffentlich zur Beendigung des bewaffneten Kampfes auf, da er diesen als Irrweg erkannt habe. In den 1980er Jahren wurde er gefasst und verbrachte wegen seiner früheren Verbrechen fünf Jahre im Gefängnis. Er lebte zuletzt in Berlin und betätigte sich als Publizist und Vortragender, vor allem zu den Themen Terrorismus und Drogen.
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Gestorben: Bob Wallace stirbt. Bob Wallace war ein US-amerikanischer Programmierer und der neunte Mitarbeiter der Firma Microsoft. Wallace war auch der Erfinder des Begriffs „Shareware“, Entwickler der Textverarbeitung PC-Write und Gründer der Softwarefirma Quicksoft. Wallace war auch dafür bekannt, sehr viel Geld und Zeit in psychedelische Drogen zu investieren.
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Gestorben: John Cunningham Lilly stirbt in Los Angeles, Kalifornien. John Cunningham Lilly war ein U.S.-amerikanischer Neurophysiologe. Bekannt wurde Lilly zunächst durch seine Forschungsarbeiten über Delfine und deren Sprache. Später versuchte er –? hauptsächlich im Selbstversuch? – mit Hilfe des Floating, LSD und anderer Drogen wie Ketamin menschliche Bewusstseinsebenen zu erkunden. Als Erklärungsmodell benutzt er dabei den sogenannten menschlichen Biocomputer.
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Gestorben: Alfred Burger (Chemiker) stirbt. Alfred Burger war ein US-amerikanischer Chemiker österreichischer Abstammung. Er war Gründer und erster Chefredakteur des Journal of Medicinal Chemistry. Burgers Arbeitsschwerpunkt ist die Medizinische Chemie, vor allem die Wirkungsweise, der chemische Aufbau und der Missbrauch von Medikamenten und Drogen.
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Gestorben: Terence McKenna stirbt. Terence McKenna war ein US-amerikanischer Philosoph, Sprachwissenschaftler, Autor, Biologe, Mathematiker, Psychologe, Bewusstseinsforscher, Historiker und Wegbereiter der Ethnopharmakologie. Einer der Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit war die Erforschung des Schamanismus. Er veröffentlichte etliche Bücher vor allem über Bewusstseinserweiterung, verschiedene pflanzliche Drogen sowie psychoaktive Pilze, insbesondere über die Pilze Amanita Muscaria (Fliegenpilz), Psilocybe cubensis und andere Psilocybe.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1591

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Werk: Alpinis Studien über ägyptische Krankheiten gipfelten in seinem weit gefeierten Werk De praesagienda vita et morte aegrotontium. Seine exzellente Monographie über die ägyptische Medizin ist wahrscheinlich die früheste ihrer Art. Er gibt an, dass Haschisch die Menschen in Ekstase fallen lässt. Prospero Alpini vergleicht die frühen Stufen eines Haschischrausches mit denen des Alkohols, aber er unterstreicht, dass die Visionen, die Haschischrauchende erleben, bedeutend eingegrenzt werden durch deren Intelligenz und psychischen Zustand zum Zeitpunkt des Konsums der Droge.

Sonstiges

1970

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Nachdem der Vorgänger von Dracula jagt Minimädchen Dracula – Nächte des Entsetzens gnadenlos floppte, beschloss man bei Hammer, dass die Dracula-Reihe modernisiert werden müsse. Also verlegte man die Handlung ins (damalige) gegenwärtige London. Man hinterlegte den Film mit zeitgemäßer Rockmusik und baute Drogen, lange Haare und das typische 70er-Jahre-Outfit in die Story ein.

Geschichte

1976

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wird in Boston (USA) die Gruppe Sex and Love Addicts Anonymous (S.L.A.A.) von trockenen Alkoholikern gegründet, die eine Analogie zwischen der stoffgebundenen Abhängigkeit z.B. nach Alkohol oder anderen Drogen und der stoffungebundenen Sucht nach Liebe oder Sex ausgemacht haben wollen. (Anonyme Sex- und Liebessüchtige)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1993

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Gründung: Die Fun Lovin’ Criminals (oder kurz: FLC) sind eine Alternative-Rock-Band aus New York City. Ihre Musik ist eine Mischung von zahlreichen Musikstilen wie Hip Hop, Rock, Blues und Jazz. Ihre Lieder handeln oft vom Alltagsleben in Megastädten wie New York, das von Gewalt, Verbrechen, Drogen und Armut gekennzeichnet ist. Gelegentlich greifen sie in ihren Liedern auch existenzielle Fragen auf.

1965

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Gründung: The Smoke war eine britische Rock-Band, die 1967 mit dem "drogenbeeinflussten" Titel My Friend Jack berühmt wurde, ihren Erfolg aber nie wiederholen konnte.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2004

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Film: Blutrache -Dead Man’s Shoes von Shane Meadows aus dem Jahre 2004 ist ein britischer Thriller/Drama über Selbstjustiz im Drogenmilieu der beschaulichen Midlands mit Paddy Considine in der Hauptrolle. Der Hauptdarsteller und der Regisseur entwarfen gemeinsam das Drehbuch dazu.

Stab:
Regie: Shane Meadows
Drehbuch: Paddy Considine, Shane Meadows
Produktion: Mark Herbert, Louise Meadows
Musik: Aphex Twin
Kamera: Danny Cohen
Schnitt: Celia Haining, Lucas Roche, Chris Wyatt

Besetzung: Paddy Considine, Gary Stretch, Toby Kebbell, Jo Hartley, Seamus O'Neill, Stuart Wolfenden, Paul Sadot, Paul Hurstfield, Emily Aston, George Newton, Neil Bell

2003

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Film: Dreizehn (englischer Originaltitel: Thirteen) ist ein Film von Catherine Hardwicke und Nikki Reed aus dem Jahr 2003. Er basiert teilweise auf den Erfahrungen von Reed als Dreizehnjährige und ihrem damaligen Umfeld. Der Film verursachte eine Kontroverse, da er Themen wie Alkohol- und Drogenkonsum sowie sexuelle Handlungen in Verbindung mit Minderjährigen zeigt.

Stab:
Regie: Catherine Hardwicke
Drehbuch: Catherine Hardwicke, Nikki Reed
Produktion: Jeffrey Levy-Hinte, Michael London
Musik: Mark Mothersbaugh
Kamera: Elliot Davis
Schnitt: Nancy Richardson

Besetzung: Evan Rachel Wood, Holly Hunter, Nikki Reed, Jeremy Sisto, Brady Corbet, Deborah Kara Unger, Kip Pardue, Sarah Clarke, D.W. Moffett, Vanessa Anne Hudgens, Jenicka Carey, Ulysses Estrada, Sarah Cartwright, Jasmine Salim, Tessa Ludwick

2000

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Film: Drogenszenen (Originaltitel: Scénarios sur la drogue, auch 3 000 scénarios sur la drogue) ist ein französischer Episodenfilm aus dem Jahr 2000, der sich in einzelnen Beiträgen Menschen und ihrem Umgang mit Drogen widmet. Auf dem deutsch-französischen Sender Arte wurde der Spielfilm als Fernsehserie gezeigt.

Stab:
Musik: Nicolas Errèra
Kamera: Patrick Allombert

1989

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Film: Meet the Feebles ist eine schwarze Filmkomödie des Regisseurs Peter Jackson. Der Film, in dem ausschließlich Puppen agieren, ist eine derbe Parodie auf Jim Hensons Muppet Show. Im Gegensatz zu dieser geht es hinter den Kulissen der Feebles-Show jedoch um Sex, Drogen und Gewalt.

Stab:
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Peter Jackson Danny Mulheron Stephen Sinclair Fran Walsh
Produktion: Peter Jackson Jim Booth
Musik: Peter Dasent
Kamera: Murray Milne
Schnitt: Jamie Selkirk

Besetzung: Donna Akersten, Stuart Devenie, Mark Hadlow, Brian Sergent, Peter Vere-Jones, Mark Wright
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Rundfunk: The Doors treten in der Ed Sullivan Show auf und präsentieren ihren Song Light My Fire in einem live ausgestrahlten Auftritt. Dabei verzichtet Bandleader und Sänger Jim Morrison auf jene Änderungen des Textes, die der Moderator der Sendung anregte, um Hinweise auf Drogenkonsum zu eliminieren.

Tagesgeschehen

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Rio de Janeiro/Brasilien: Durch Kämpfe zwischen rivalisierenden Drogenbanden und einem verstärkten Polizeieinsatz gegen die kriminellen Banden kamen seit dem Wochenende 32 Menschen ums Leben.
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Berlin/Deutschland: Laut des Berichts der Drogenbeauftragten des Bundestages, Sabine Bätzing, (SPD) sind im vergangenen Jahr zwar mit 1.296 Drogentoten so wenig Opfer zu beklagen wie seit 1989; dennoch ist der Zustand bei den so genannten legalen Drogen alarmierend. Zehn Millionen Menschen trinken regelmäßig mehr als ein Bier pro Tag, 1,7 Millionen Deutschen so viel, dass ihre Gesundheit davon beeinträchtigt wird und weitere 1,6 Millionen sind in schwerem Maß abhängig. 40.000 Todesfälle seien allein auf Alkoholismus zurückzuführen: „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit gegenüber einem problematischen Trinkverhalten und ein von Verantwortung geprägtes Leitbild für den Umgang mit Alkohol“. In erster Linie setzt Bätzing auf schärfere Kontrollen der Kommunen in Kneipen.
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Mexiko/Kalifornien: Javier Arellano-Felix, Drogenbaron des berüchtigten Tijuana-Kartells wird von der US-Küstenwache mit zehn anderen Personen in internationalen Gewässern vor der Küste Kaliforniens verhaftet.
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São Paulo/Brasilien: Eine seit dem 13. Mai anhaltende Anschlagserie der Drogen-Mafia legt das öffentliche Leben São Paulos lahm. Mehr als 80 Tote sind zu beklagen. Geschäfte und Schulen werden geschlossen.
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Amsterdam/Niederlande: Bei einem Brand im Abschiebegefängnis des Flughafens Schiphol kommen in der Nacht zum Donnerstag mindestens elf Menschen ums Leben; 15 weitere werden verletzt. Die Ursache des Feuers ist bisher ungeklärt. Der Zellenkomplex fasst zur Zeit 350 Gefangene, die mehrheitlich Abschiebehäftlinge, mutmaßliche Drogenschmuggler oder Personen sind, denen die Einreise in die Niederlande verweigert wurde. Im betroffenen Gefängnisteil hielten sich 43 Häftlinge und ihre Bewacher auf. Die Feuerwehr hatte das Feuer nach drei Stunden unter Kontrolle.

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