Duschanbe

Blick über die Stadt im Winter

Duschanbe [duʃamˈbɛ] (tadschikisch/russischДушанбе, in inoffizieller Lateinschrift Duşanbe,persischدوشنبه, wörtlich „zweiter Tag“, gemeint „Montag“) ist die Hauptstadt Tadschikistans und mit etwa 780.000 Einwohnern (Stand: März 2016) auch die größte Stadt des Landes. Es ist politischer, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes und Sitz zahlreicher Universitäten und Hochschulen. In der Nähe Duschanbes sind Truppen Russlands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten stationiert.



Geschichte




Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Region bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war. Duschanbe entstand aus einem Dorf, an dem montags immer Wochenmarkt stattfand (Montag auf Persisch = Duschanbe). Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Duschanbe jedoch eine Kleinstadt.Nachdem der letzte Emir von Buchara Said Alim Khan aus der Stadt Buchara vor den Bolschewiki geflohen war, ließ er sich 1920 in Duschanbe nieder und machte die Stadt zu seiner Residenz. Nach vier Monaten sah er sich unter dem Ansturm der Bolschewiki gezwungen, auch Duschanbe zu verlassen.Ende 1921 belagerten die Basmatschi-Truppen unter der Führung Ismail Envers (Enver Pascha) die Stadt. Im Februar 1922 wurde die Stadt von den Basmatschi-Truppen eingenommen. Am 14. Juli 1922 wurde die Stadt aber wieder von den Bolschewiki erobert und anschließend zur Hauptstadt der Tadschikischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik erklärt, die zunächst noch eine Autonome Republik innerhalb der usbekischen Sowjetrepublik war. 1929 wurde daraus schließlich die eigenständige Tadschikische Sozialistische Sowjetrepublik, ebenfalls wieder mit Duschanbe als Hauptstadt, geschaffen. Die Tadschikische SSR war nun offiziell gleichberechtigt mit den anderen großen Teilrepubliken innerhalb der Sowjetunion.Duschanbe trug von 1929 bis 1961 nach Josef Stalin den Namen Stalinabad (Stalinstadt), erhielt aber nach der Entstalinisierung unter Nikita Chruschtschow seinen alten Namen wieder zurück.Während der Zeit der Sowjetunion wuchs Duschanbe von einer Kleinstadt zu einer Großstadt heran und war eine eher ruhige und multikulturelle Stadt. Es entstanden dort während dieser Zeit mehrere Universitäten, auch ein Trolleybus-Netz und ein Flughafen wurden gebaut, die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.Im Zuge der Perestroika-Politik unter Michail Gorbatschow nahmen Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und nationalistische Tendenzen in Tadschikistan, wie auch in vielen anderen Sowjetrepubliken, stark zu. Im Februar 1990 kam es vor dem Hintergrund interethnischer Spannungen zu schweren Unruhen in Duschanbe, bei denen 22 Menschen getötet und über 560 verletzt wurden....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Abutalip Ibischanowitsch Achmetow stirbt in Duschanbe. Abutalip Ibischanowitsch Achmetow war ein kasachischer Diplomat und Botschafter Kasachstans in Tadschikistan.
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Gestorben: Dodchudo Karamschojew stirbt in Duschanbe. Dodchudo Karamschojew war ein sowjetisch-tadschikischer Sprachwissenschaftler (Iranist mit Schwerpunkt Pamirsprachen) und Autor eines dreibändigen Wörterbuches Shughni–Russisch.
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Gestorben: Babrak Karmal stirbt in Duschanbe. Babrak Karmal (Paschtu und persisch? ‏ببرک کارمل‎), eigentlich Sultan Hashem, war ein afghanischer Politiker der, während der sowjetischen Intervention eingesetzt, zwischen 1979 und 1986 dritter Präsident der Demokratischen Volksrepublik Afghanistan war.
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Geboren: Machmadnaim Scharifi wird in Duschanbe geboren. Machmadnaim Scharifi ist ein russischer Fußballspieler tadschikischer Herkunft auf der Position eines Abwehrspielers. Seit Sommer 2014 spielt er in der österreichischen Bundesliga bei SK Sturm Graz.
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Geboren: Chassan Macharbekowitsch Barojew wird in Duschanbe, Tadschikistan geboren. Chassan Macharbekowitsch Barojew ist ein russischer Ringer ossetischer Herkunft. Der 1,88 Meter große Sportstudent ringt bei Torpedo Moskau und wird von Wladimir Urumagow seit seinem 16. Lebensjahr trainiert

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1964

Werk:
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Denkmal für Rudaki in Duschanbe. (Fuad Abdurachmanow)

1940

Werk:
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Der Maler und das Meer (Friedrich Deml)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1980

Ehrung:
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Auszeichnung des Allunionsfilmfestivals in Duschanbe in der Kategorie „Auszeichnungen des Filmfestivals“ (Alexander Naumowitsch Mitta)

Fotos

1985

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Staatliches Puppen­theater von

Politik & Weltgeschehen

1990

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0ab 11. Februar: Schwere Unruhen finden in Duschanbe, der Hauptstadt der Tadschikischen Sowjetrepublik, statt.

Tagesgeschehen

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Duschanbe/Tadschikistan: Bei einem Helikopterabsturz in der östlichen Region Rasht kommen mindestens 28 Menschen ums Leben.
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Duschanbe/Tadschikistan: Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi im Südosten des Landes kommen mindestens 25 Menschen ums Leben.
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Duschanbe/Tadschikistan: Bei den Parlamentswahlen gewinnt die Volksdemokratische Partei von Präsident Emomalii Rahmon mit 71,69 Prozent der Wählerstimmen.
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Minsk und Duschanbe: Weißrussland soll für russisches Erdgas hingegen 105 $ zahlen (mehr als verdoppelter Preis) und überdies 50 % der Anteile am Pipeline-Verteilsystem an den Gazprom-Konzern abtreten. Indessen stimmt Tadschikistans Energiefirma Tajikgaz den ebenfalls verdoppelten Preisen für Erdgas aus Usbekistan zu; 2007 sind Lieferungen von 700 Mill. Kubikmeter Gas für 70 Mill. Dollar vorgesehen. Das zentralasiatische Usbekistan ist nach Russland und Turkmenistan der drittgrößte Erdgaslieferant der früheren Sowjetunion.

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