Dynamisches System

Ein (deterministisches) dynamisches System ist ein mathematisches Modell eines zeitabhängigen Prozesses, der homogen bezüglich der Zeit ist, also dessen weiterer Verlauf nur vom Anfangszustand, aber nicht von der Wahl des Anfangszeitpunkts abhängt. Der Begriff des dynamischen Systems geht in seiner heutigen Form auf die Mathematiker Henri Poincaré und George David Birkhoff zurück.

Dynamische Systeme finden vielfältige Anwendungen auf Prozesse im Alltag und erlauben Einblicke in viele Bereiche nicht nur der Mathematik (z. B. Zahlentheorie, Stochastik), sondern auch der Physik (z. B. Pendelbewegung, Klimamodelle) oder der theoretischen Biologie (z. B. Räuber-Beute-Modelle).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Jean-Christophe Yoccoz stirbt. Jean-Christophe Yoccoz war ein französischer Mathematiker. Er wurde 1994 für seine Arbeiten auf dem Gebiet der dynamischen Systeme mit der Fields-Medaille ausgezeichnet.
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Gestorben: Erik Christopher Zeeman stirbt in Woodstock, Oxfordshire. Sir Erik Christopher Zeeman war ein britischer Mathematiker, der sich mit Topologie und der Theorie dynamischer Systeme beschäftigte.
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Gestorben: Konrad Jacobs stirbt. Konrad Jacobs war ein deutscher Mathematiker, der sich vor allem mit Wahrscheinlichkeitstheorie, Kombinatorik, Informationstheorie und dynamischen Systemen beschäftigte.
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Gestorben: Dmitri Wiktorowitsch Anossow stirbt in Moskau. Dmitri Wiktorowitsch Anossow war ein russischer Mathematiker, der sich mit dynamischen Systemen beschäftigte.
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Gestorben: Edward N. Lorenz stirbt in Cambridge, Massachusetts. Edward Norton Lorenz war ein US-amerikanischer Mathematiker und Meteorologe. Er gilt als ein Wegbereiter der Chaostheorie und prägte die Bezeichnung Schmetterlingseffekt für die Empfindlichkeit bezüglich der Anfangsbedingungen in dynamischen Systemen.

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