Edo-Zeit

Als Edo-Zeit (jap.江戸時代, Edo jidai) oder Tokugawa-Zeit wird der Abschnitt der japanischen Geschichte von 1603 bis 1868 bezeichnet, in dem die Tokugawa-Shogune herrschten. Die Edo-Zeit ist benannt nach dem damaligen Namen der Hauptstadt, Edo (heute Tokio). Sie beinhaltet die längste Friedenszeit der japanischen Geschichte (auch als Pax Tokugawa bezeichnet) mit einer Dauer von mehr als 250 Jahren.

Die letzte Phase der Edo-Zeit, die Jahre von 1853 bis 1867, war von so vielen Umbrüchen gekennzeichnet, dass sie oft als eigene Zwischenepoche, als Bakumatsu bezeichnet wird. Der japanische Begriff bedeutet übersetzt „Ende des Shōgunats“. Sie reicht von der Ankunft der „schwarzen Schiffe“ von Commander Perry 1853 bis zur Rückgabe der Herrschaft vom Shōgun an den Tennō 1867, der sogenannten Meiji-Restauration.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Tomisaburō Wakayama stirbt in Kyōto, Japan. Tomisaburō Wakayama war ein japanischer Schauspieler. Seine bekannteste Rolle war die des ehemaligen Kōgi Kaishaku-Nin, „Henker“ der Regierung, und jetzigen Auftragsmörder Ittō Ogami in der Kozure-Ōkami-Filmreihe, der mit seinem Sohn im Kinderwagen durch das Japan der Edo-Zeit zieht. Die sechs Filme der Reihe gehören zu den bekanntesten Werken des Samuraifilm-Genre.
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Geboren: Timon Screech wird in Birmingham, England geboren. Timon Screech ist Professor für japanische Kunstgeschichte an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der Universität London. Er ist auf die Edo-Zeit spezialisiert. Er erhielt seinen BA in Japanologie von Oxford 1985, den Doktor (PhD) in Kunstgeschichte von Harvard 1991. Er hat auch in Genf studiert.
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Geboren: Tomisaburō Wakayama wird in Tokio, Japan geboren. Tomisaburō Wakayama war ein japanischer Schauspieler. Seine bekannteste Rolle war die des ehemaligen Kōgi Kaishaku-Nin, „Henker“ der Regierung, und jetzigen Auftragsmörder Ittō Ogami in der Kozure-Ōkami-Filmreihe, der mit seinem Sohn im Kinderwagen durch das Japan der Edo-Zeit zieht. Die sechs Filme der Reihe gehören zu den bekanntesten Werken des Samuraifilm-Genre.
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Gestorben: Tokugawa Yoshinobu stirbt in Tokio. Tokugawa Yoshinobu war der 15. und letzte japanische Shōgun (1866–67) der Edo-Zeit.

Religion

1615

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Während der Edo-Zeit wird das Verbot des Christentums auf ganz Japan ausgedehnt.

Japan

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Tokugawa Yoshimune tritt zugunsten seines Sohnes Tokugawa Ieshige als Shōgun der Edo-Zeit in Japans zurück.
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Die Schlacht von Sekigahara stellt den Übergang von der Sengoku-Zeit zur Edo-Zeit in der Geschichte Japans dar. Durch den Sieg in dieser Schlacht gelingt es dem Haus Tokugawa, seine Vormachtstellung in Japan zu festigen. Im Laufe der nächsten fünfzig Jahre gibt es zwar noch einige kleinere Aufstände, aber das Land wird letztendlich befriedet.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Der Kommandant der „Schwarzen SchiffeMatthew Calbraith Perry schließt mit dem japanischen Sh?gun die Konvention von Kanagawa. Damit werden die japanischen Handelshäfen Shimoda und Hakodate für den Handel mit den USA geöffnet. Dadurch wird das Ende der Edo-Zeit in Japan eingeläutet. (31. März)

Besondere Ereignisse in der Edo-Zeit

1707

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Ausbruch des Fujisan

1615

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Sommerbelagerung von ?saka

1614

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Winterbelagerung von ?saka

1603

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Tokugawa Ieyasu wird Sh?gun und errichtet das Tokugawa-Sh?gunat

Asien

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Auflösung der Han in Japan, das Land wird von den Daimyō an den Tennō übertragen. Damit ist das Ende der Edo-Zeit besiegelt.
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Tokugawa Ieshige tritt zugunsten seines Sohnes Tokugawa Ieharu als Shōgun der Edo-Zeit in Japan zurück.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1986

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Film: Gonza, der Lanzenkämpfer (jap. 鑓の権三, auch 近松門左衛門 鑓の権三) ist ein japanischer Spielfilm von Regisseur Masahiro Shinoda aus dem Jahr 1986. Das Drehbuch zum Film stammt von Taeko Tomioka und basiert -vor dem historischen Hintergrund der Edo-Zeit -auf einem Kabuki-Stück von Monzaemon Chikamatsu, einem bekannten japanischen Dramatiker des 18. Jahrhunderts.

Stab:
Regie: Masahiro Shinoda
Drehbuch: Taeko Tomioka
Produktion: Masayuki Motomochi
Musik: Tōru Takemitsu
Kamera: Kazuo Miyagawa
Schnitt: Sachiko Yamaji

Besetzung: Hiromi Gō, Shohei Hino, Shima Iwashita, Takashi Tsumura, Choichiro Kawarazaki, Misako Tanaka, Haruko Kato, Hideji Otaki, Kuniko Miyake, Kaori Misushima, Eiji Shima, Shoichi Ozawa

1976

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Film: Shogun’s Sadism (jap. 徳川女刑罰絵巻 牛裂きの刑, Tokugawa Onna Keibatsu Emaki: Ushizaki no Kei, wörtlich: „Tokugawa-Frauenstrafen-Bildrollen: Strafe der Vierteilung mit Ochsen“), alternativ: The Joy Of Torture 2 -Oxen Split Torturing, ist ein von Regisseur Yūji Makiguchi (jap. 牧口 雄二) 1976 gedrehter japanischer Splatter und Bondage-Film, der in der sogenannten Edo-Zeit des Tokugawa-Shogunats spielt. Im ersten Teil geht es dabei um die Christenverfolgung in Japan während des 17. Jahrhunderts, und im zweiten Teil um die harten Zustände in Bordellen während des 19. Jahrhunderts. In dem Film sind u. a. sehr viele brutale Gewalt- und Folterszenen zu sehen.

Stab:
Regie: Yūji Makiguchi
Drehbuch: Seikō Shimura, Ichirō Ōtsu
Produktion: Tōei
Musik: Masao Yagi
Kamera: Motoya Washio

Besetzung: Yūsuke Kazato, Rena Uchimura, Akira Shioji, Masataka Iwao, Ryuichi Nagashima, Yusuke Tsukasa, Tetsuo Fujisawa, Yasumori Hikita, Mineko Maruhira, Miki Masuda, Kyōnosuke Murai

1968

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Film: Tokugawa -Gequälte Frauen (jap. 徳川女刑罰史, Tokugawa onna keibatsu-shi, wörtlich: „Geschichte der Tokugawa-Frauenstrafen“) ist ein Pink Eiga mit Untergenre Ero Guro (erotische Groteske) und der erste Teil der Tokugawa-Reihe des japanischen Regisseurs Teruo Ishii. Wie alle Filme dieser Reihe zeigt der Film explizite Gewaltdarstellungen und Folterungen an Frauen während der Edo-Zeit des Tokugawa-Shogunats in Japan.

Stab:
Regie: Teruo Ishii
Drehbuch: Teruo Ishii
Produktion: Tōei
Musik: Masao Yagi
Kamera: Motoya Washio

Besetzung: Reiko Mikasa, Miki Obana, Teruo Yoshida, Masumi Tachibana, Yuki Kagawa, Asao Koike, Fumio Watanabe

1966

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Film: Die Tätowierung (jap. 刺青, Irezumi) ist ein japanischer Spielfilm der Daiei-Studios von Regisseur Yasuzō Masumura aus dem Jahr 1966. Das Drehbuch stammt von Kaneto Shindō und basiert -vor dem historischen Hintergrund der späten Edo-Zeit -auf der gleichnamigen Erzählung von Jun’ichirō Tanizaki, einem bekannten Autor des japanischen Ästhetizismus.

Stab:
Regie: Yasuzō Masumura
Drehbuch: Kaneto Shindō
Produktion: Hiroaki Fujii, Shiro Kaga
Musik: Hajime Kaburagi
Kamera: Kazuo Miyagawa
Schnitt: Kanji Suganuma

Besetzung: Ayako Wakao, Akio Hasegawa, Gaku Yamamoto, Asao Uchida, Kei Sato, Fujio Suga, Reiko Fujiwara, Kikue Mōri

1965

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Film: The Sword of Doom (Originaltitel: Dai-bosatsu tōge) ist ein japanischer Spielfilm aus dem Jahr 1965, der zwischen 1862 und 1864 am Ende der Edo-Zeit spielt. Das Drehbuch entstand nach einem Roman von Kaizan Nakazato. Erstmals im deutschen Sprachraum zu sehen war der Film nach der DVD-Veröffentlichung am 8. März 2006.

Stab:
Regie: Kihachi Okamoto
Drehbuch: Shinobu Hashimoto
Produktion: Toho Co. Ltd / Takarazuka Eiga Co. Ltd
Musik: Masaru Satô
Kamera: Hiroshi Murai
Schnitt: Yoshitami Kuroiwa

Besetzung: Tatsuya Nakadai, Michiyo Aratama, Toshirō Mifune, Yûzô Kayama, Yôko Naitô, Tadao Nakamura, Kei Satô

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