Eduard I. (England)

Eduard I., englischEdward I, auch Edward Longshanks (Eduard Langbein) und Hammer of the Scots (Hammer der Schotten) genannt (* 17. Juni oder 18. Juni 1239 in Westminster; † 7. Juli 1307 bei Burgh by Sands), war von 1272 bis zu seinem Tod König von England, Lord von Irland und Herzog von Aquitanien. Als junger Thronfolger trug Eduard wesentlich zum Sieg der königlichen Partei im Zweiten Krieg der Barone bei. Nach seiner Rückkehr von seinem Kreuzzug übernahm er 1274 die Herrschaft in England. Durch eine Reihe von Reformen und neuen Gesetzen stärkte er die königliche Autorität gegenüber den Baronen. In zwei Feldzügen eroberte er bis 1283 das bis dahin weitgehend autonome Wales. Obwohl der Versuch scheiterte, ab 1290 auch das bislang eigenständige Königreich Schottland seiner Oberhoheit zu unterwerfen, gilt er als einer der großen mittelalterlichen Monarchen Englands.

Eduard I. war nicht der erste englische König dieses Namens, doch erst nach der normannischen Eroberung Englands 1066 durch Wilhelm den Eroberer wurde die französische Tradition, gleichlautende Königsnamen zu nummerieren, auch in England eingeführt. Deswegen werden die angelsächsischen Monarchen Eduard der Ältere, Eduard der Märtyrer und Eduard der Bekenner auch in der heutigen Chronologie nicht mitgezählt.

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Schottland / England

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Mit der Eroberung der letzten von Schotten gehaltenen Festung Stirling Castle erstickt der englische König Eduard I. den schottischen Freiheitskampf.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Eduard I. (England) stirbt bei Burgh by Sands, Grafschaft Cumberland, England. Eduard I., englisch Edward I, auch Edward Longshanks (Eduard Langbein) und Hammer of the Scots (Hammer der Schotten) genannt, war von 1272 bis 1307 König von England, ab 1283 auch Fürst von Wales. Er war der älteste Sohn Heinrichs III. aus dem Haus Anjou-Plantagenet und dessen Gemahlin Eleonore von der Provence.
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Geboren: Eduard I. (England) wird in Westminster, London, England geboren. Eduard I., englisch Edward I, auch Edward Longshanks (Eduard Langbein) und Hammer of the Scots (Hammer der Schotten) genannt, war von 1272 bis 1307 König von England, ab 1283 auch Fürst von Wales. Er war der älteste Sohn Heinrichs III. aus dem Haus Anjou-Plantagenet und dessen Gemahlin Eleonore von der Provence.

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Eduard I. (England) starb im Alter von 68 Jahren. Eduard I. (England) war im Sternzeichen Zwilling geboren.

Britische Inseln

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14. Mai: Heinrich III. und sein Sohn Eduard (sein Nachfolger) werden von der Opposition der Barone unter Führung von Simon V. de Montfort in der Schlacht von Lewes gefangen genommen. Dieser beruft in London ein Parlament ein, an dem erstmals Ritter und Bürger der Stadt teilnehmen.

Wirtschaft

1274

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Die Riccardi aus Lucca sind die wichtigsten Kreditgeber des englischen Königs Eduard I. (bis 1294), der ihnen dafür ab 1275 weitgehend die Einnahmen aus dem Exportzoll für Wolle überträgt.

England / Wales

1282

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Eduard I. von England beginnt den zweiten Krieg gegen Wales (s. 1277). Dieser wird bis 1284 dauern und mit der Eroberung des Landes enden.

England

1300

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(um) Das englische Königreich unter Eduard I. entwickelt sich in noch ausgeprägterer Weise als Frankreich zu einem Ständestaat, in dem neben der monarchischen Spitze die Ständevertretung einen beachtlichen Einfluss auf die Regierungstätigkeit ausübt.
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In der Schlacht von Evesham setzen sich die königlichen Truppen unter Kronprinz Eduard Plantagenet gegen ein Heer der aufständischen englischen Barone, an ihrer Spitze Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester, durch. Die Unterlegenen reklamierten mehr Mitspracherecht an der Politik. In der Schlacht wird Montfort getötet.
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Prinz Eduard gelingt die Flucht aus der Gefangenschaft Simons V. de Montfort.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Ein vom englischen König Edward I. als Schiedsrichter geleitetes Gremium wählt John Balliol aus dreizehn Thronanwärtern zum neuen König von Schottland.

Politik & Weltgeschehen

1307

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In England stirbt Eduard I. während eines Feldzuges gegen die Schotten. Eduard II. wird sein Nachfolger.
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Der englische König Edward I. verleiht seinem Sohn Edward Caernarvon erstmals den Titel Prince of Wales, um das vor 19 Jahren eroberte Wales fester an England zu binden.

1296

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30. März: Bei einem Straffeldzug gegen das von John Balliol regierte Schottland erobert der englische König Eduard I. mit seiner Armee die Stadt Berwick-upon-Tweed. Es kommt zu einem zweitägigen Massaker an der Bevölkerung.

1284

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3. März: Das Statut von Rhuddlan des englischen Königs Eduard I. tritt in Kraft. Es regelt im eroberten Wales Recht und Verwaltung.

1272

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Nach dem Tod Heinrichs III. wird Eduard I., gen. Longshanks, König von England. Er befindet sich jedoch auf Kreuzzug und wird erst 1274 gekrönt.

Europa

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Weitere Ereignisse in Europa: Nachdem Oliver Cromwell den 1290 von Edward I. verhängten Judenbann aufgehoben hat, dürfen Juden sich wieder in England und den britischen Kolonien niederlassen.

1294

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Zwischen dem französischen König Philipp IV. und dem englischen König Eduard I. kommt es zu einem Krieg um die englischen Festlandsbesitzungen in Frankreich (Guyenne), der sich bis 1297 hinzieht. Philipp ordnet an, das in Frankreich befindliche Vermögen der Riccardi aus Lucca wegen ihrer Zusammenarbeit mit der englischen Krone (seit 1274 deren wichtigste Kreditgeber) zu beschlagnahmen.

1277

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Eduard I. von England erobert Wales (noch einmal 1282-84).

1275

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Eduard I. erreicht die Zustimmung zu einer allgemeinen Vermögenssteuer und zur Einziehung eines Exportzolls für Wolle, der in der nächsten Zeit regelmäßige Einnahmen sichert und damit auch die Kreditaufnahme bei italienischen Kaufleuten erleichtert (siehe 1274).
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Eduard I. kehrt vom Kreuzzug nach England zurück und wird mit zweijähriger Verspätung von Bischof Robert Kilwardby in Westminster zum König gekrönt.

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