Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg

Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) war eine Rauborganisation der NSDAP für Kulturgüter aus den besetzten Ländern während des Zweiten Weltkrieges, die unter der Leitung des NS-Parteiideologen Alfred Rosenberg und des von ihm geführten Außenpolitischen Amtes der NSDAP (APA) stand.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Herbert Gerigk stirbt in Dortmund. Herbert Gerigk war ein deutscher Musikwissenschaftler, der als einer der einflussreichsten Antisemiten in der Musikwissenschaft des 20. Jahrhunderts gilt. Dafür spricht sein gemeinsam mit Theophil Stengel herausgegebenes Lexikon der Juden in der Musik und seine Tätigkeit als hoher Offizier im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg bei Raub und Plünderung von Musikalien vor allem aus dem Besitz von verfolgten Juden in den von Deutschland besetzten Ländern im Zweiten Weltkrieg.
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Gestorben: Hans Hagemeyer stirbt in Walsrode. Johann Gerhard „Hans“ Hagemeyer war ein deutscher Politiker zur Zeit des Nationalsozialismus. Der gelernte Kaufmann arbeitete in der Zeit des Nationalsozialismus als Beauftragter des NSDAP-Parteiideologen Alfred Rosenberg für Schrifttumsfragen. Als Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums (ab 1933) und Leiter im Amt „Schrifttumspflege“ (1934–43) in der Dienststelle von Rosenberg, war er in führenden Positionen an der politischen Gleichschaltung im Literaturbereich beteiligt. Da seine Dienststellen – im Unterschied zum Propagandaministerium und zur Reichsschrifttumskammer – nicht über staatliche Exekutivrechte verfügten und somit vor allem keine direkten Verbote erteilen konnten, blieben deren literaturpolitische Rahmenbedingungen eingeschränkt. Auf parteiamtlicher Ebene war seine Reichsstelle hingegen die einflussreichste Kontroll- und Aufsichtsbehörde für die deutschsprachige Literatur in jener Zeit. Ihr Hauptkonkurrent war die Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums (PPK). Im Zuge des Zweiten Weltkriegs war Hagemeyer Inspekteur im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) und zwischen 1942 und 1944 Leiter der im Amt Rosenberg neu eingerichteten antijüdischen Hauptstelle „Überstaatliche Mächte“. Gegen Ende des Krieges geriet er im wachsenden Maße ins kritische Blickfeld seines Vorgesetzten Rosenberg.
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Gestorben: Gerd Wunder stirbt. Gerhard Wilhelm Wunder war ein deutscher Bibliothekar und Landeshistoriker. Im Zweiten Weltkrieg war er die überwiegende Zeit im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg mit dem Raub von jüdischen und russischen Bibliotheken für die NSDAP beschäftigt.
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Gestorben: Gerhard Utikal stirbt in Remscheid. Gerhard Utikal war deutscher Nationalsozialist, Reichshauptstellenleiter im Amt Rosenberg und als Leiter des Berliner Zentralamts im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) maßgeblich am Kunstraub während des Zweiten Weltkriegs beteiligt.
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Gestorben: Robert Scholz (Kunstjournalist) stirbt in Fürstenfeldbruck. Robert Scholz war ein deutscher Kunsthistoriker, Kunstjournalist, Kunstschriftleiter im Völkischen Beobachter und Leiter im Amt „Bildende Kunst“ in der DBFU-Dienststelle des Parteiideologen Alfred Rosenberg. Als Leiter des „Sonderstabes Bildende Kunst“ im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg war er am Kunstraub während des Zweiten Weltkriegs beteiligt.

Kunst & Kultur

2012

Ausstellung:
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Fast vergessen. Das amerikanische Bücherdepot in Offenbach am Main von 1945 bis 1949, Stadtbibliothek Offenbach am Main

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