Epizentrum

Das Epizentrum (von griechischἐπίepí „auf, über“ und κέντρονkentron „Mittelpunkt“) ist der Punkt der Erdoberfläche, der direkt über dem Erdbebenherd, dem Hypozentrum, liegt.

Bei der Ortsbestimmung (Lokalisierung) durch seismologische Institute werden Erdbebenherde vereinfacht als Punktquellen angenommen. In der Realität handelt es sich jedoch um Bruchflächen, die je nach Stärke des Erdbebens unterschiedliche Ausdehnungen haben. Erdbeben mit kleinen Magnituden weisen Bruchflächen mit Längen von einigen Metern bis wenige hundert Meter auf, während sich die Bruchflächen von sehr starken katastrophalen Ereignissen über mehrere hundert Kilometer erstrecken können.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Robert Mallet stirbt in Clapham, London. Robert Mallet, FRS, war ein irischer Geophysiker, Bauingenieur und Erfinder, der sich durch seine Arbeit auf dem Gebiet der Erdbebenforschung auszeichnete. Er wird manchmal als „Vater der Seismologie“ bezeichnet, und ihm wird der Begriff ‚Seismologie‘ zugeschrieben, ebenso wie andere verwandte Fachbegriffe, die er in seinen Arbeiten gebrauchte, so etwa ‚Isoseistenkarte‘. Auf ihn geht auch die Bezeichnung ‚Epizentrum‘ zurück.
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Geboren: Robert Mallet wird in Dublin geboren. Robert Mallet, FRS, war ein irischer Geophysiker, Bauingenieur und Erfinder, der sich durch seine Arbeit auf dem Gebiet der Erdbebenforschung auszeichnete. Er wird manchmal als „Vater der Seismologie“ bezeichnet, und ihm wird der Begriff ‚Seismologie‘ zugeschrieben, ebenso wie andere verwandte Fachbegriffe, die er in seinen Arbeiten gebrauchte, so etwa ‚Isoseistenkarte‘. Auf ihn geht auch die Bezeichnung ‚Epizentrum‘ zurück.

Politik & Weltgeschehen

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Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden.

Natur & Umwelt

2009

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Ereignisse > Katastrophen: Ein Erdbeben mit Stärke 5,8 bis 6,2 auf der Richter-Skala erschüttert Mittelitalien. Viele Einwohner werden von einstürzenden Häusern begraben und 294 Menschen sterben, 1000 werden verletzt. 55.000 Menschen sind obdachlos. Das Epizentrum des Bebens liegt bei der Stadt L’Aquila in Abruzzen nordöstlich von Rom. Die hunderte, teils schwere Nachbeben dauern noch weitere 8 Tage an. (6. April)
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Katastrophen: Schweres Erdbeben mit Epizentrum in Friaul, das unter anderem zu einem Bergsturz am Dobratsch in Kärnten führt, bei dem angeblich 17 Dörfer verschüttet wurden. Die Zerstörung von elf Burgen ist belegt.

Tagesgeschehen

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Huntington, Vereinigte Staaten: Bei einem Minenunglück in einem Kohlebergwerk im US-Bundesstaat Utah werden sechs Bergarbeiter unter Tage verschüttet. Vier weitere Arbeiter konnten sich retten, während die anderen in rund 450 m Tiefe eingeschlossen sind. Als Ursache wird ein Erdbeben vermutet, dessen Epizentrum nur fünf Kilometer vom Unglücksort entfernt liegt.
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Acapulco/Mexiko: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat sein Epizentrum 64 km nordwestlich von Acapulco an der Pazifikküste um ca. 0:40 h Ortszeit (7:42 Uhr MESZ). Nach ersten Berichten gibt es keine Todesopfer; durch Explosionen in Umspannwerken bricht in einigen Teilen Mexikos die Stromversorgung zusammen.
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Honiara/Salomonen: Bei einem durch ein Erbbeben mit der Momenten-Magnitude MW = 8,1 ausgelöstem Tsunami mit bis zu 10 m hohen Wellen werden 45 Kilometer vom Epizentrum entfernt in einem vor allem von Tauchern besuchten Touristikort Gizo rund 60 Häuser zerstört und nach bisherigen Angaben 12 Menschen getötet. Das eigentliche Epizentrum wird rund 350 Kilometer west-nordwestlich der Hauptstadt Honiara in zehn Kilometern Tiefe geortet. Siehe Seebeben bei den Salomonen 2007.
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Republik China, Philippinen: Genau zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ereignen sich in Südostasien weitere starke Seebeben. Das erste mit Magnitude M=7,1 hat sein Epizentrum unweit der Insel Taiwan, 22 km unter dem Meer. Acht Minuten später folgen weitere Erdstöße mit M=7,0. Japans Amt für Meteorologie empfiehlt für Süd-Taiwan und die Philippinen eine Tsunami- Warnung eine Tsunami-Warnung aus, die philippinischen Behörden verzichteten jedoch darauf, weil die befürchteten bis 1 m hohen Wellen nicht auftreten.
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Südpazifik. Die Region um die Fidschi-Inseln ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,1 habe rund 100 Kilometer nördlich der Insel Ndoi gelegen, teilte das US-Erdbebeninstitut auf seiner Webseite mit. Über mögliche Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Der Erdstoß habe sich in einer Tiefe von knapp 600 Kilometern ereignet. Wie CNN berichtete, wurde eine zunächst für die US-Westküste herausgegebene Tsunami-Warnung von den Behörden wieder zurückgezogen.

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