Erstes Konzil von Nicäa

Das Erste Konzil von Nicäa wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der kleinen Stadt Nicäa (heute İznik, Türkei) bei Byzantion (heute Istanbul) einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen Streit über den Arianismus zu schlichten. Teilnehmer waren zwischen 200 und 318 Bischöfe, die fast alle aus dem Osten des Reiches kamen, damit der Streit um das Wesen Jesu und die Trinität beendet werde, da Konstantin das Christentum als stabilisierenden Faktor seines Kaisertums zu benutzen gedachte. Das Konzil endete mit dem (vorläufigen) Sieg der Gegner des Arianismus und der Formulierung des nicänischen Glaubensbekenntnisses, obwohl die arianischen Bischöfe in der Mehrzahl waren. Aber als der Kaiser die Diskussion damit beendete, dass „der Sohn eines Wesens mit dem Vater“ sei, gaben alle Bischöfe, die anderer Meinung gewesen waren, dem Wort des Kaisers nach, der sich als „Bischof der Bischöfe“ bezeichnete.

Die Kanones des Konzils sind die ersten Lehrentscheidungen der christlichen Gesamtkirche, die allein durch die gemeinsamen Unterschriften von über 300 Bischöfen aus dem gesamten damaligen Verbreitungsgebiet des Christentums eine weit höhere Bedeutung hatten, als die bisherigen Entscheide einzelner Bischöfe oder lokaler Bischofsversammlungen. Durch die Autorität des Kaisers, der das Konzil einberufen hatte, wurden sie für die gesamte Kirche im Reich verpflichtend.

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325 n. Chr.

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Erstes Konzil von Nicäa. (Spätantike)

Religion

335 n. Chr.

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Auf der Synode von Tyros werden im Zuge des Arianischen Streits die Bischöfe Athanasius von Alexandria und Marcellus von Ancyra abgesetzt. Eusebius von Nikomedia, ein enger Vertrauter Kaiser Konstantins und angesehener Vertreter der östlichen kirchlichen Würdenträger, ist die treibende Kraft bei der Verurteilung des Athanasius. Dadurch kommt es zu einer Machtsteigerung der Arianer im Reich. Arius selbst, der 325 auf dem Ersten Konzil von Nicäa als Häretiker verurteilt worden ist, wird rehabilitiert.
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Das Konzil geht zu Ende. Während seines Tagens hat es das Bekenntnis von Nicäa erarbeitet, das die athanasische Dreifaltigkeitslehre verbindlich festlegt. Jesus Christus wird bezeichnet als gezeugt aus dem Wesen des Vaters, gezeugt und ungeschaffen und wesenseins mit dem Vater. Die Schriften von Arius und seinen Schülern werden verbrannt. Dennoch wird der Konflikt mit dem Arianismus nur oberflächlich bewältigt. Das Konzil legt darüber hinaus das Osterdatum und den Beginn des Frühlingsfestes fest. Das Jahr 325 ist so die Basis für die Berechnungen von Papst Gregor XIII., der den Gregorianischen Kalender entwirft.
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In Nicäa beginnt das von Kaiser Konstantin dem Großen einberufene erste Konzil von Nicäa. Anwesend sind rund 300 Bischöfe mit je bis zu fünf Zuarbeitern. Streitthema ist der Arianismus, der das Christentum zu spalten droht.

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