Eurokorps

Das Eurokorps ist in erster Linie ein militärisches Hauptquartier der Staaten Deutschland, Frankreich, Belgien, Spanien und Luxemburg (Rahmennationen), das allen Mitgliedsstaaten der EU und den NATO-assoziierten Staaten offensteht. Zu Ausbildungszwecken nimmt auch das polnische Heer in Brigadestärke am Eurokorps teil und beabsichtigte ursprünglich, 2016 die sechste vollwertige Rahmennation zu werden. Das Eurokorps besteht aus einem Stab mit Unterstützungseinheiten mit rund eintausend Bediensteten und kann bis zu 60.000 Soldaten führen. Das Korps stellt Kräfte für EU- und NATO-Missionen, u. a. für die schnelle Eingreiftruppe der NATO.



Geschichte




Auf der Grundlage des Beschlusses des deutsch-französischen Gipfeltreffens am 22. Mai 1992 in La Rochelle wurde das Eurokorps gegründet, das am 1. Oktober 1993 mit dem Dienstantritt von Generalleutnant Helmut Willmann offiziell geschaffen und am 5. November 1993 in Straßburg der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Im SACEUR-Abkommen vom 21. Januar 1993 wurden die Beziehungen und Kompetenzen zwischen NATO und Eurokorps geregelt.Die bereits 1989 aufgestellte Deutsch-Französische Brigade ist seit 1991 einsatzbereit. Ab 25. Juni 1993 beteiligte sich Belgien, ab 1. Juli 1994 Spanien und ab 7. Mai 1996 auch Luxemburg am Eurokorps.Im September 2002 wurde das Eurokorps in ein sogenanntes „schnelles Reaktionskorps“ umgewandelt, das nicht nur der EU, sondern auch der NATO zur Verfügung steht. Das Korps ist in der NATO-Kommandostruktur als Rapidly Deployable Corps Headquarters mit Unterstellung zum Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) klassifiziert und stellt turnusmäßig Kräfte für die NATO Response Force. Seitdem sind im Korpsstab Offiziere mehrerer NATO-Bündnispartner gewesen: Griechenland (2002), Türkei (2002), Polen (2003), Kanada (–2007), Italien (2009). Zudem wurden Verbindungsoffiziere aus Großbritannien, Italien und den Niederlanden dorthin entsandt.Am 25. Februar 2003 unterzeichneten die EU-Nationen Österreich und Finnland in einer feierlichen Zeremonie in Straßburg ein Abkommen, auf dessen Grundlage sie nunmehr Personal in das Straßburger Hauptquartier des Eurokorps entsandten. Finnland verblieb beim Eurokorps bis 2005, Österreich bis 2011.Mit dem Straßburger Vertrag vom 26. Februar 2009 hat das Eurokorps eine eigene Rechtspersönlichkeit erhalten.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Franz Xaver Pfrengle wird in Furtwangen im Schwarzwald geboren. Franz Xaver Pfrengle ist ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und seit dem 28. Juni 2013 stellvertretender Chef des Stabes für Operationen im Eurokorps.
Geboren:
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Walter Spindler wird in Detmold geboren. Walter Spindler ist ein Generalmajor des Heeres der Bundeswehr und seit dem 28. Juni 2011 stellvertretender Kommandierender General des Eurokorps in Straßburg.

Organisation > Führung

2005

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ISAF VI: Eurokorps, August 2004 – Februar (International Security Assistance Force)

Teilnehmende Staaten

2009

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Italien? Italien – seit

2003

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Turkei? Türkei – seit

2003

2003

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Polen? Polen – seit

1996

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Luxemburg? Luxemburg – seit

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