Eurokrise

Als Eurokrise (auch Euro-Krise) bezeichnet man eine vielschichtige Krise der Europäischen Währungsunion ab dem Jahre 2010. Sie umfasst eine Staatsschuldenkrise, eine Bankenkrise und eine Wirtschaftskrise. Die Bezeichnung „Eurokrise“ bezieht sich nicht auf den Außenwert des Euro, denn dieser blieb relativ stabil.

Die Eurokrise resultiert aus einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren, deren jeweilige Gewichtung umstritten ist. Insbesondere im Fall Griechenlands steht die Entwicklung der Staatsschulden im Vorfeld der Krise im Vordergrund. Auch in anderen Ländern der Eurozone machte es die Eurokrise schwierig bis unmöglich, die Staatsschulden ohne Hilfe von Dritten umzuschulden. Zum Teil werden weniger die Staatsschulden an sich als vielmehr die gesamtwirtschaftliche Verschuldung als eigentlich ausschlaggebend für die Finanzierungsprobleme gesehen. Weiterhin haben institutionelle Eigenschaften der Eurozone sowie die Folgen der Finanzkrise ab 2007 zur Schuldenkrise beigetragen. Als wichtige Ursache der Krise gilt, dass in vielen Euro-Ländern nach dem Wegfall der nationalen Währungen und des damit verbundenen Wechselkursmechanismus die Entwicklung geeigneter interner Anpassungsmechanismen missglückt war.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Erhard Glötzl wird in Wels geboren. Erhard Glötzl ist ein österreichischer Mathematiker, Chemiker und Ökonom sowie ehemaliger Vorstandsdirektor der Linz AG i.R. und war als Leiter des Linzer Umweltamts wesentlich an der Umweltsanierung der Stadt Linz beteiligt. Er ist Lektor für Finanzwirtschaft an der Donau-Universität Krems. Aktuell gilt sein Forschungsinteresse der Ökonomie, insbesondere der Problematik der gesamtwirtschaftlichen Verschuldung und der „Ohnmacht der Schuldner“. Die Ursache der Eurokrise sieht er in der ungleichen Entwicklung der Inflationsraten innerhalb der Eurozone, weil sich die Löhne in den einzelnen Ländern anders als die Produktivität entwickeln.

Ereignisse

2009

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Im Oktober wird bekannt, dass Griechenland hoch verschuldet ist, die „Eurokrise“ bricht aus. (2000er)

Politik & Weltgeschehen

2010

Ereignisse > Politik:
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Infolge der Eurokrise, einer Haushaltskrise mehrerer Staaten der Eurozone (PIIGS), wurde von der EU bzw. den an der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmenden Staaten ein Europäischer Stabilisierungsmechanismus eingeführt mit dem Ziel, akut drohende Folgen abzumildern, die durch Haushaltskrisen einzelner Mitgliedstaaten der Eurozone verursacht werden können. (2010er)

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