Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Als Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, EWWU, (verkürzt auch Wirtschafts- und Währungsunion, WWU; inoffiziell auch Europäische Währungsunion, EWU; engl.Economic and Monetary Union, EMU) wird eine Vereinbarung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bezeichnet, sich ab dem 1. Juli 1990 durch die Umsetzung bestimmter wirtschafts- und währungspolitischer Regelungen in einem dreistufigen Prozess enger aneinander zu binden. Das Hauptziel der EWWU-Regelungen ist die Ergänzung des Europäischen Binnenmarktes durch eine gemeinsame Währung mit hoher Preisniveaustabilität.

Die 28 EU-Staaten haben bisher die EWWU-Vereinbarung in unterschiedlichem Maße umgesetzt. Es ist ungewiss – und angesichts der Euro-Krise seit Ausbrechen der griechischen Staatsschuldenkrise im Herbst 2009 auch unwahrscheinlich – dass alle EU-Staaten am Ende des Umsetzungsprozesses voll in die EWWU-Regelungen integriert sein werden. Die Währung Euro haben seit dem 1. Januar 2002 19 der 28 EU-Staaten eingeführt („Eurozone“): Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und die Republik Zypern. Diese 19 Staaten koordinieren ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik im Rahmen der Euro-Gruppe. Von den übrigen neun EU-Staaten sind sechs verpflichtet, den Euro einzuführen, sobald sie die vereinbarten Konvergenzkriterien erreichen.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Paul De Grauwe wird in Ukkel geboren. Paul De Grauwe ist Professor für Internationale Wirtschaft an der Katholieke Universiteit Leuven und der LSE, sowie Politiker der belgischen OpenVLD. Darüber hinaus ist er Senior Research Fellow im Europäischen Think-Tank Centre for European Policy Studies. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Euro-Währungsunion.
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Geboren: Alexandre Lamfalussy wird in Kapuvár, Ungarn geboren. Alexandre Lamfalussy gilt als einer der Vordenker und Befürworter des einheitlichen Europäischen Finanzsystems und Kapitalmarktexperte.

Wirtschaft

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Die Europäische Zentralbank wird als Rechtsnachfolgerin des Europäischen Währungsinstituts gegründet. Unter ihrem Präsidenten Wim Duisenberg bereitet sie die dritte und letzte Stufe der Europäischen Währungsunion, die Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung, vor.

2-Euro-Gedenkmünzen

2009

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Europäische Wirtschafts- und Währungsunion 1999– (Italienische Euromünzen)

2009

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10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion (Deutsche Euromünzen)

2009

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10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion (Griechische Euromünzen)

2009

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Europäische Wirtschafts- und Währungsunion 1999– (Belgische Euromünzen)

2009

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10 Jahre Europäische Wirtschafts- und Währungsunion 1999– (Maltesische Euromünzen)

Tagesgeschehen

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Athen/Griechenland. Die griechische Regierung soll seit dem Beitritt zur Währungsunion falsche Zahlen zum griechischen Staatsdefizit gemeldet haben. Dies wurde nun nach der Ablösung der früheren sozialistischen Regierung im März 2004 bekannt. Anstatt der gemeldeten etwa 3 % soll das Defizit jeweils bei etwa 5 % gelegen sein, die Prognose für das nächste Budget wird vom Wirtschaftsminister der neuen konservativen Regierung, Georgios Alogoskoufis, mit etwa 5,3 % festgelegt. Die neue Regierung hat auch ein hartes Sparprogramm angekündigt.
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Europäische Währungsunion. Von Brüssel wurde gegen Frankreich ein offizielles Defizit-Verfahren wegen überhöhter Neuverschuldung von 3,1 Prozent eröffnet.
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Griechenland Beitritt zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) -Griechenland ist damit der zwölfte Staat, der den Euro als Buchgeld einführen wird.

Politik & Weltgeschehen

2010

Ereignisse > Politik:
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Infolge der Eurokrise, einer Haushaltskrise mehrerer Staaten der Eurozone (PIIGS), wurde von der EU bzw. den an der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmenden Staaten ein Europäischer Stabilisierungsmechanismus eingeführt mit dem Ziel, akut drohende Folgen abzumildern, die durch Haushaltskrisen einzelner Mitgliedstaaten der Eurozone verursacht werden können. (2010er)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2012

Erfolg > Schwimmen:
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Fabian Schwingenschlögl wird über 200 m Lagen in der offenen Klasse deutscher Kurzbahn-Meister. (1. FCN Schwimmen)

1991

Persönlichkeiten > Leibnizpreisträger:
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Michael Stolleis – Rechtsgeschichte (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)

The-Elder-Scrolls-Reihe

2012

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The Elder Scrolls V: Hearthfire (DLC) (Bethesda Softworks)

"Europäische Wirtschafts- und Währungsunion" in den Nachrichten