Exilliteratur

Als Exilliteratur, auch Emigrantenliteratur, wird die Literatur von Schriftstellern bezeichnet, die unfreiwillig Zuflucht in der Fremde suchen müssen, weil ihre Person oder ihr Werk im Heimatland bedroht ist. Meist geben politische oder religiöse Gründe den Ausschlag für die Flucht ins Exil.

Der Begriff „Exilliteratur“ ist der fachlich gebräuchlichere. Während Emigration neutral den Wechsel des Wohnortes von einem Land in ein anderes bezeichnet, bedeutet Exil eher das Land, welches Zufluchtsort wird. Mitunter wird der Begriff auch für literarische Werke verwendet, die als verbotene Literatur in Exilverlagen erscheinen müssen, auch wenn deren Verfasser in ihrem Heimatland bleiben, also keine Emigranten sind.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Hans-Albert Walter (Literaturwissenschaftler) stirbt in Frankfurt am Main. Hans-Albert Walter war ein deutscher Literaturwissenschaftler mit dem Schwerpunkt deutsche Exilliteratur.
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Gestorben: Pavel Tigrid stirbt in Héricy, Frankreich. Pavel Tigrid war ein tschechischer Schriftsteller, Journalist, Herausgeber und Politiker. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des tschechoslowakischenExiljournalismus.
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Gestorben: Walter Huder stirbt in Berlin. Walter Huder, auch Walther Huder, war ein promovierter Germanist, Slawist, Kulturhistoriker, Philosoph, Essayist und langjähriger Direktor des Archivs der Akademie der Künste in Berlin (West). Mit seiner Sammlung vieler Nachlasse von deutschen und emigrierten Künstlern gilt Huder als einer der Begründer der deutschen Exilforschung und der Erforschung der deutschsprachigen Exilliteratur.
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Gestorben: Hans Sahl stirbt in Tübingen. Hans Sahl war Literatur-, Film- und Theaterkritiker in der Zeit der Weimarer Republik und als antifaschistischer Schriftsteller, Übersetzer und Kulturkorrespondent ein Vertreter der deutschen Exilliteratur.
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Gestorben: Hans Günther Adler stirbt in London. Hans Günther Adler, H.G.Adler, war ein deutschsprachiger Dichter und Schriftsteller aus Prag, der seit 1947 in London als Privatgelehrter im Exil lebte. Bekannt wurde er mit seinem Werk Theresienstadt 1941–1945, Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft, das bis heute als Standardwerk gilt. Er war seit seiner Kindheit mit Franz Baermann Steiner befreundet und verwaltete dessen Nachlass.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1991

Auszeichnungen und Ehrungen:
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Wolfskehl-Preis für Exilliteratur (Golo Mann)

1981

Werk > Herausgeberschaft:
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Die zerstörte Kontinuität - Exilliteratur und Literatur des Widerstandes. Wien u.a.? : Europaverlag (Ingeborg Drewitz)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2001

Radio-Feature:
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"Rapport gegen mich selbst". Das Gesellschaftsbild in der kubanischen Exilliteratur. SWR (Peter B. Schumann)

"Exilliteratur" in den Nachrichten