Führerprinzip

Das Führerprinzip, was sich auch im Ausdruck Führergrundsatz als „Grundsatz der unbedingten Führerautorität“ widerspiegelt, war ein politisches Konzept und eine Propagandaformel im deutschen Nationalsozialismus. Demnach sollte Adolf Hitler nicht nur militärisch, sondern analog auch in allen politischen und rechtlichen Gebieten ohne Kontrollinstanzen die oberste Befehlsgewalt haben.

Das Führerprinzip ordnet im Allgemeinen eine Gruppe (ein Volk, eine Organisation etc.) ohne Einschränkungen den Entscheidungen des jeweiligen Führers unter. Das Führerprinzip beinhaltet die „Autorität jedes Führers nach unten und Verantwortlichkeit nach oben“. Mehrheitsentscheidungen finden nicht statt. Entscheidungen werden von einer einzelnen Person getroffen, der gegebenenfalls Berater beigeordnet sind.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Johannes Kübel stirbt in Bubenreuth. Johannes Georg Kübel war ein deutscher evangelischer Theologe. Er gehörte von 1919 bis 1933 zu den führenden Personen der Evangelischen Landeskirche Frankfurt am Main und beteiligte sich im Nationalsozialismus am Kirchenkampf auf Seiten der Bekennenden Kirche und des Pfarrernotbundes in Opposition zur nach dem Führerprinzip umgestalteten Landeskirche.
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Gestorben: Georg Schmückle stirbt in Stötten am Auerberg. Georg Schmückle war ein deutscher Jurist und Schriftsteller. Der Staatsanwalt, schrieb in der Zeit des Nationalsozialismus historische Romane, Schauspiele und Lyrik, in denen er das Führerprinzip idealisierte.
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Geboren: Georg Schmückle wird in Esslingen am Neckar geboren. Georg Schmückle war ein deutscher Jurist und Schriftsteller. Der Staatsanwalt, schrieb in der Zeit des Nationalsozialismus historische Romane, Schauspiele und Lyrik, in denen er das Führerprinzip idealisierte.
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Geboren: Johannes Kübel wird in Neustadt an der Aisch geboren. Johannes Georg Kübel war ein deutscher evangelischer Theologe. Er gehörte von 1919 bis 1933 zu den führenden Personen der Evangelischen Landeskirche Frankfurt am Main und beteiligte sich im Nationalsozialismus am Kirchenkampf auf Seiten der Bekennenden Kirche und des Pfarrernotbundes in Opposition zur nach dem Führerprinzip umgestalteten Landeskirche.

Politik & Weltgeschehen

1933

Deutsches Reich:
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Mai: In den Studentenverbindungen wird auf Anordnung der NS-Führung das "Führerprinzip" eingeführt.

Geschichte > Die 1930er Jahre

1933

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Unter Zwang muss das Conventsprinzip dem Führerprinzip weichen. Korporationen haben von nun an generell einen schweren Stand. Dadurch sinkt die Zahl der Aktiven rapide ! (ATV Arminia zu Tübingen)

Wirtschaft

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In Deutschland erlassen die Nationalsozialisten das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. In den Wirtschaftsunternehmen wird damit das Führerprinzip eingeführt. Ihrem Vorgesetzten gegenüber werden Mitarbeiter zu absolutem Gehorsam verpflichtet.

Rumänisches Zwischenspiel > Nationalsozialistische Bestrebungen

1933

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bildete sich in Tarutino die Bessarabische Deutsche Erneuerungsbewegung Volksdienst. Ihr gehörten Intellektuelle (Lehrer, Kirchenführer) als nicht-bäuerliche Berufsgruppen ' an. Sie strebte eine völkische Erweckung an, idealisierte Deutschland und war antikommunistisch ausgerichtet. Die Gruppe löste sich bald auf und schloss sich der siebenbürgischen Nationalen Erneuerungsbewegung der Deutschen in Rumänien (NEDR) an. Nach deren Auflösung 1935 existierten nationalsozialistische Ideen weiterhin bei Vertretern der Volksgruppe, allerdings hielten jahrelange Flügelkämpfe um die Macht und die politische Ausrichtung an. Der radikalere Flügel der Erneuerungsbewegung übernahm aus Deutschland NS-Ideologien einschließlich des Führerprinzips. Der gemäßigte Flügel hielt das Vertreten der nationalsozialistischen Rassen- sowie Blut-und-Boden-Lehre im Ausland für nicht angebracht. Er strebte die politische Gleichstellung der deutschen Minderheit im rumänischen Mutterland an. (Bessarabiendeutsche)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1935

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Film: Der alte und der junge König ist ein deutscher Historienfilm von Hans Steinhoff aus dem Jahre 1935. Im weiteren Sinn gehört der Film zu den so genannten Fridericus-Rex-Filmen um die Person des preußischen Königs Friedrich II. Obwohl vordergründig ein Drama um den Konflikt zwischen Vater und Sohn ist das Werk ein NS-Propagandafilm, der vor allem das Führerprinzip vermitteln möchte. Der Film wurde von der alliierten Militärregierung verboten, nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland aber nicht als Vorbehaltsfilm eingestuft.

Stab:
Regie: Hans Steinhoff
Drehbuch: Thea von Harbou, Rolf Lauckner
Produktion: Deka-Film GmbH
Musik: Wolfgang Zeller
Kamera: Karl Puth
Schnitt: Willy Zeyn junior

Besetzung: Emil Jannings, Leopoldine Konstantin, Werner Hinz, Carola Höhn, Marieluise Claudius, Claus Clausen, Friedrich Kayßler, Georg Alexander, Walter Janssen, Theodor Loos, Heinrich Marlow, Fritz Odemar, Rudolf Klein-Rogge, Leopold von Ledebur, Friedrich Ulmer, Harry Hardt, Luise Morland, Emilia Unda, Ruth Eweler, Eugen Rex, Ellen Frank, Paul Henckels, Hans Leibelt, Walter Steinbeck, Hadrian Netto, Egon Brosig

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