Fahrzeug-Identifizierungsnummer

Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) (engl. vehicle identification number, VIN) entspricht unter Berücksichtigung internationaler Angleichungen der vormaligen Fahrgestellnummer und wird umgangssprachlich auch nach wie vor und weit verbreitet so genannt. Die FIN ist die international genormte, 17-stellige Seriennummer, mit der ein Kraftfahrzeug eindeutig identifizierbar ist. Sie besteht aus einer Herstellerkennung (World Manufacturer Identifier), zum Beispiel W0L für Opel und Vauxhall, WDB für die Daimler AG, WVW für Volkswagen, WF0 für Ford (Deutschland) oder VF7 für Citroën, einem herstellerspezifischen Schlüssel und einer meist vom Baujahr abhängigen, fortlaufenden Nummer. Manchen Herstellern sind mehrere Herstellerkennungen zugeordnet. Die international vereinheitlichte FIN wurde durch die EU-Verordnung 76/114/EWG im Jahr 1981 ins Leben gerufen und ersetzte die bis dahin zur eindeutigen Identifikation eines Autos verwendete, herstellerspezifische Fahrgestellnummer. Diese frühere Bezeichnung war teilweise überholt, da PKWs bereits seit den 1930er Jahren häufig kein separates Fahrgestell, sondern selbsttragende Karosserien besaßen, während Nutzfahrzeuge und Krafträder nach wie vor über ein Fahrgestell verfügen. Die FIN wird unter anderem auch nach wie vor ins Fahrgestell, soweit vorhanden, ansonsten in die Karosserie eingestanzt.

Beispiel einer FIN für einen Opel oder Vauxhall: W0L000051T2123456.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1999

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Gründung: Laraki Automobiles ist ein ehemaliger marokkanischer Automobilhersteller, der seinen Firmensitz in Casablanca hatte. Das von Abdeslam Laraki gegründete Unternehmen zur Automobilherstellung existierte von 1999 bis 2008 und gilt nach GRP Engineering als zweiter Hersteller von Supersportwagen des afrikanischen Kontinents. In der Fahrzeug-Identifikationsnummer verwendete das Unternehmen den Herstellercode DF9.

1998

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Gründung: Die OAO Avtoframos (russisch? OAO Автофрамос/Awtoframos) ist ein im Jahre 1998 gegründetes Joint-Venture des Renault-Konzerns mit der Stadt Moskau zum Vertrieb und Produktion von Automobilen. Etwa 2.300 Arbeitnehmer werden hier unter Leitung des CEO Christian Esteve im Moskauer Werk beschäftigt. Nach Aufnahme der Arbeit wurden hier jährlich zunächst nur 80.000 Fahrzeuge für den lokalen Markt hergestellt. Im Mai 2010 verdoppelte man die Kapazität nach einem Werksausbau auf 160.000 Einheiten. Renault ist an dem Gemeinschaftswerk zu 94,1 Prozent beteiligt, die Bank of Moscow dagegen übernimmt die restlichen 5,9 Prozent. In der Fahrzeug-Identifikationsnummer nutzt das Werk den Herstellercode X7L.

1989

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Gründung: Die Toyota Motor Manufacturing (UK) Limited, oder in der internen Kurzform auch einfach TMUK genannt, ist ein englischer Automobilhersteller mit rund 3.100 Arbeitnehmern und Unternehmenshauptsitz in der Ortschaft Burnaston der Grafschaft Derbyshire. Das Unternehmen im Februar 1989 mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 1,85 Milliarden Pfund Sterling von der Toyota Jidōsha k.k. gegründet und ist seither eine Tochtergesellschaft des japanischen Konzerns. In der Investition waren neben dem Produktionsstandort in Burnaston auch ein Motorenwerk im kymrischen Deeside enthalten. Die Bauarbeiten begannen im Dezember des Gründungsjahres. Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Produktion dann am 16. Dezember 1992 aufgenommen. Das Unternehmen verwendet innerhalb der Fahrzeug-Identifikationsnummer den Welt-Herstellercode SB1. In etwa 265.000 Einheiten werden hier pro Jahr für den europäischen Markt hergestellt.

1985

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Gründung: Die Honda of the UK Manufacturing Ltd., intern HUM genannt, ist eine im Jahr 1985 eingerichtete Tochtergesellschaft des japanischen Honda-Konzerns mit Unternehmenssitz in Swindon, England. Das Firmengelände umfasst derzeit eine Fläche von 370 Hektar auf der Werke zur Automobilherstellung und dem Motorenbau, sowie eine Teststrecke betrieben werden. Die jährliche Kapazität des Unternehmens liegt bei 250.000 Einheiten, welche in Europa wie auch in Nordamerika vertrieben werden. Insgesamt werden aus der englischen Produktion 60 Märkte versorgt. Rund 3.400 Arbeitnehmer sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen selbst begann seine Tätigkeit als Importeur von Kraftfahrzeugen, erst am 10. Oktober 1992 konnte die Produktion in einem eigenen Werk aufgenommen werden. Innerhalb der Fahrzeug-Identifikationsnummer nutzt das Werk den Welt-Herstellercode SHH sowie den Werkscode U für Swindon an elfter Position.

1959

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Gründung: Société Marocaine de Constructions Automobiles S.A. ist ein im Jahre 1959 als ein Joint-Venture zwischen der marokkanischen Regierung und der französischen Société Industrielle de Mécanique et Carosserie Automobile S.A. gegründeter Automobilhersteller mit Sitz im Industriegebiet Aïn Sebaâ, Casablanca. Das Unternehmen ist derzeit der älteste Automobilhersteller des Landes. SOMACA verwendet für seine Produkte in der Fahrzeug-Identifikationsnummer den Herstellercode DG1.

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