Fairland (Schiff)

Die Fairland war das erste Containerschiff, das einen europäischen Hafen anlief.

Nachdem der Transportunternehmer Malcom McLean im Jahr 1955 einen 75-prozentigen Anteil seiner Spedition McLean Trucking Company für sechs Millionen US-Dollar verkauft hatte, investierte er dieses Geld in den Erwerb der Reederei Pan-Atlantic, welche er später in SeaLand Industries umbenannte. Als erstes Containerschiff stellte er 1956 die Ideal X in Dienst. Im Jahr darauf wurde mit der Gateway City das erste Schiff der Sechserserie der Sea-Land C2-C-Klasse in Dienst gestellt. Zu diesem moderneren Schiffstyp gehörte auch die Fairland.



Geschichte




Das C2-S-E1 FrachtschiffFairland wurde 1942 auf der Werft Gulf Shipbuilding Corp. in Chickasaw, Vereinigte Staaten als Baunummer 3 im Auftrag der Waterman Steam Shipping Corporation in Mobile gebaut.McLean erwarb es 1955 und ließ es 1957 umfassend zum Containerschiff umbauen. Es wurde im Linienverkehr zwischen den Ostküstenhäfen der Vereinigten Staaten betrieben, um dort die gerade erst in Dienst gestellte Ideal X, sowie deren drei ebenfalls umgebaute Schwesterschiffe abzulösen. McLean ließ insgesamt sechs C2-S-E1 Kombischiffe auf dieselbe Weise umbauen, was insbesondere durch die höhere Containerkapazität ein zügiges Ausweiten der Dienste in zahlreiche weitere Gebiete erlaubte. Die Fairland war 1958 das erste Containerschiff in San Juan, Puerto Rico. Nach einigen Jahren in SeaLands USA-Diensten eröffnete die Fairland im April 1966 den ersten transatlantischen Containerdienst. Erster angelaufener Hafen in Europa war am 3. Mai 1966 Rotterdam. Am 6. Mai 1966 folgte die erste Abfertigung der Fairland im Bremer Überseehafen. Nächster europäischer Hafen war das schottische Grangemouth, wo man hauptsächlich für die USA bestimmten Whisky lud.Das Schiff blieb bis 1975 in Fahrt und wurde dann zum Abbruch verkauft. Dieser begann im Dezember 1975 in Hongkong.

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Beginn der Hochseeschifffahrt > 20. Jahrhundert

1956

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Das erste Containerschiff entstand in den USA mit dem umgebauten Tanker Ideal X, als die Spedition McLean Trucking Co. damit anfing, die Aufliegergehäuse von Sattelschleppern ohne Fahrgestell über größere Seestrecken mit den Schiff zu befördern. 1960 gründete McLean die Reederei Sea Land Corporation. 1966 lief erstmals in Deutschland das ContainerschiffFairland der Reederei Sea-Land in Bremen ein. Ab 1968 begann die Umstellung der wichtigsten Liniendienste auf den Containerverkehr, zunächst im Nordatlantikverkehr von USA/Ostküste nach Westeuropa, ab Oktober 1968 der Transpazifikdienst zwischen Japan–USA/Westküste. Hier wurde von der NYK Line das weltweit erste gebaute Containerschiff, die Hakone Maru eingesetzt. Ende 1968 wurden vom Bremer Vulkan mit der Weser Express für den Norddeutschen Lloyd sowie von Blohm & Voss, Hamburg mit der Elbe Express für die Hapag die ersten Containerschiffe (je 750 TEU) in Deutschland gebaut. Sie kamen mit den Schwesterschiffen Rhein Express, Mosel Express auf der Nordatlantikroute in Betrieb. 1969 folgte die Umstellung des Liniendienstes Europa–Australien/Neuseeland auf den Containerverkehr, Ende 1971 Europa–Fernost, im Mai 1977 Europa–Südafrika sowie Europa–Karibik/Golf von Mexiko. 1981 folgte die Route Südafrika–Fernost (Safari Dienst). Damit war zunächst die Umstellung der wichtigsten Linienverbindungen auf den Containerverkehr vollendet. (Geschichte der Seefahrt)

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