Vorgeschichte und Ausgangssituation > Krisen

1898

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Die Faschoda-Krise und der Zweite Burenkrieg (1899–1902) „signalisierten die Auffüllung kolonialer Machtvakuen in Übersee durch den europäisch-nordamerikanischen Imperialismus um 1900, so daß die Spannungen an der Peripherie nach Europa zurückkehrten.“ (Erster Weltkrieg)

Afrika

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Französische Truppen erreichen das von England beanspruchte Fort Faschoda im Sudan mit dem Ziel, die französischen Kolonien in Afrika zu verbinden. In der Faschodakrise kommt es fast zum Krieg zwischen Großbritannien und Frankreich, bis im November die französische Regierung Major Jean-Baptiste Marchand den Befehl zum Rückzug erteilt.

Ereignisse

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Ein britisches Kanonenboot erreicht den sudanesischen Ort Faschoda am Weißen Nil. Die im dortigen Fort befindlichen Franzosen werden von den Briten zum Abzug aufgefordert. Zwischen den beiden europäischen Kolonialmächten kommt es dadurch zur Faschoda-Krise.

Friedensschlüsse

1899

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21. März, Sudanvertrag, zwischen Großbritannien und Frankreich infolge der Faschoda-Krise

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Der Sudanvertrag zwischen Großbritannien und Frankreich legt die Grenze zwischen Französisch-Äquatorialafrika und dem Anglo-Ägyptischen Sudan fest. Damit werden die Spannungen zwischen den beiden Ländern nach der Faschoda-Krise beigelegt, jedoch führt der Vertrag zur Ersten Marokkokrise mit dem Deutschen Kaiserreich, das in Marokko mehr Mitspracherecht fordert. (21. März)

Europa

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Der Staatsbesuch König Edwards VII. in Frankreich leitet die britisch-französische Annäherung ein; am 6. Juli folgt der Gegenbesuch des französischen Präsidenten Émile Loubet mit seinem Außenminister Delcassé. Das Verhältnis beider Staaten war seit der Faschoda-Krise1898 getrübt, mündet nun aber 1904 in den Abschluss der Entente Cordiale.

"Faschoda-Krise" in den Nachrichten