Filioque

Das Filioque ist ein lateinischer Zusatz zur Erklärung des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel über den Hervorgang des Heiligen Geistes, der in der ursprünglichen Fassung von 381 nicht enthalten ist. In der westlichen Kirche wird er jedoch seit dem 5. Jahrhundert in trinitätstheologischen Formulierungen verwendet, genießt seit dem 13. Jahrhundert sogar dogmatischen Rang und wird heute von römisch-katholischen und evangelischen Christen bekannt; die alt-katholischen Kirchen lehnen den Filioque-Zusatz dagegen ab. Das Filioque ist neben dem Papstprimat der wichtigste theologische Streitpunkt, der eine Wiedervereinigung der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen nach deren fast tausendjährigem Schisma verhindert.

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Religion

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bis 17. Juli: In Lyon findet das „14. Allgemeine Konzil“ bzw. 2. Konzil von Lyon statt, das von Papst Gregor X. bereits Ende März 1272 einberufen worden war. Für einen Kreuzzug (der dann nicht stattfand) bewilligt das Konzil den Zehnten aller kirchlichen Einkünfte für sechs Jahre. Die erst am 24. Juni eintreffenden Vertreter der Ostkirche erkennen das Primat der Römischen Kirche, das Filioque (wonach der Heilige Geist vom Vater und vom Sohn ausgeht), die Lehre vom Fegefeuer und die sieben Sakramente an. Diese Union hat jedoch keinen Bestand. 7. Juli oder 16. Juli: Das Konzil entscheidet sich für ein Konklave zu jeder künftigen Papstwahl.

589 n. Chr.

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In Spanien wird auf dem 3. Konzil von Toledo das Credo mit dem Filioque-Zusatz in die Messliturgie aufgenommen. Nach dem Übertritt des Königs Rekkared I. der Westgoten vom Arianismus zum katholischen Glauben, wird dieser als Staatsreligion verkündet; in der Folge kommt es vermehrt zur Verfolgung von Juden.

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