Finanzmarktstabilisierungsfonds

Der Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS, auch Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung, SoFFin) war von 2008 bis 2015 ein deutscher Extrahaushalt zur Stützung illiquider Banken in Folge der Finanzmarktkrise. Er wurde 2008 von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) mit Sitz in Frankfurt am Main geschaffen und von ihr bis Ende 2017 verwaltet. Bereits seit Ende 2015 können keine Hilfsmaßnahmen mehr aus ihm beantragt werden. Vielmehr verwaltet der FMS die seither bestehenden Beteiligungen und ist bestrebt, diese abzubauen. In seiner Stabilisierungsfunktion wurde der FMS durch den neuen einheitlichen europäischen Abwicklungsfonds des europäischen Bankenabwicklungsmechanismus abgelöst. Zum Jahresbeginn 2018 wurde der Finanzmarktstabilisierungsfonds in die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH integriert.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2003

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Gründung: Die Hypo Real Estate Holding (HRE) ist eine seit 2009 verstaatlichte deutsche Banken holding mit Sitz in München, die 123,98 Milliarden Euro Garantien zuzüglich 7,7? Milliarden Euro direkte Hilfe durch Kapitalmaßnahmen aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) beansprucht (Stand 30. September 2010). Zum HRE-Konzern gehören die Deutsche Pfandbriefbank AG und die Depfa Bank plc, welche in den Bereichen von gewerblichen Immobilienfinanzierungen sowie Staats- und Infrastrukturfinanzierungen tätig sind.

Tagesgeschehen

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Deutschland: Hannes Rehm, der Sprecher des Leitungsausschusses des Finanzmarktstabilisierungsfonds, erklärt, dass vom Finanzmarktstabilisierungsfonds bislang Garantien im Volumen von 143 Milliarden Euro und Eigenkapitalhilfen in Höhe von 24,5 Milliarden Euro gewährt worden seien. Es lägen noch 23 noch nicht bewilligte Anträge auf Garantien in Höhe von 65 Milliarden Euro vor.
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Deutschland: Der staatliche Bankenfonds stellt dem zweitgrößten deutschen Geldinstitut Commerzbank kurz vor dem Vollzug der Übernahme der Dresdner Bank eine weitere Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro zur Verfügung und übernimmt dafür 25 Prozent plus eine Aktie an der Commerzbank (Teilverstaatlichung).
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Frankfurt am Main/Deutschland: Staatssekretär Walther Otremba aus dem Bundeswirtschaftsministerium liegen schon rund 20 Anträge von Banken auf Fördermittel aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung vor.
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Frankfurt am Main/Deutschland: Nach einem Verlust von 285 Millionen Euro im dritten Quartal im Zuge der Finanzkrise nutzt die Commerzbank das Finanzmarktstabilisierungsgesetz. Die Bank erhält aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds 8,2 Milliarden Euro Finanzhilfe als stille Einlage und erhält eine staatliche Garantie in Höhe von 15 Mrd. Euro.

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