Fliegerbombe

Eine Fliegerbombe (auch Abwurfkampfmittel bzw. Abwurfmunition) ist eine Bombe, die aus einem Flugzeug, einem Bomber, abgeworfen wird und, je nach Zündsystem, beim Aufprall, in geringer Höhe über dem Boden, nach Durchschlag eines Zieles oder zeitverzögert explodiert. Ungelenkte Bomben sind, aus großer Höhe abgeworfen, eine sehr ungenaue Waffe, weshalb oft eine größere Fläche mit Bomben belegt werden muss, damit auch das eigentliche Ziel getroffen wird. Heute übliche Bomben steuern sich meistens selbst ins Ziel, sind aber wegen möglicher Fehlfunktion und der in Mitleidenschaft gezogenen Umgebung des Ziels ethisch umstritten. Sie werden häufig als unzivilisiertes und verwerfliches Mittel der Kriegsführung gesehen. Das Bombardieren von Flächen (Flächenbombardement) wurde oft als Terrorangriff angewendet, um Angst und Schrecken in der Bevölkerung zu verbreiten, möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen und die Infrastruktur zu zerstören.

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Politik & Weltgeschehen

1914

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Der deutsche Flieger Hans von Prondzynski wirft im Luftkrieg die erste Fliegerbombe auf britischen Boden ab. Sie schlägt in einen Pfarrgarten in Dover ein. (24. Dezember)

Tagesgeschehen

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Koblenz/Deutschland: Wegen der Sprengung bzw. Entschärfung einer 1,8 Tonnen schweren britischen Luftmine, einer US-amerikanischen Fliegerbombe und eines Nebelsäurefassgerätes aus dem Zweiten Weltkrieg werden etwa 45.000 Bewohner vorübergehend evakuiert, was die größte Evakuierung in der Geschichte der Bundesrepublik darstellt.
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Ulm/Deutschland: Bei Sondierungsbohrungen auf dem Hauptbahnhof explodiert eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die in rund sieben Meter Tiefe lag. Ein Arbeiter wird verletzt, zwei weitere erleiden einen Schock.
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Aschaffenburg: Bei Sanierungsarbeiten an der Bundesautobahn A3 explodiert bei dem Ausschrämmen der Fahrbahn eine Fliegerbombe von 250 kg aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Fahrer der Betonfräse, ein 46-jähriger Maschinenführer aus Dresden stirbt auf der Stelle. Die Autobahn muss für längere Zeit gesperrt werden, da die Explosion einen acht Meter breiten und zweieinhalb Meter tiefen Krater hinterließ. Bei Nachforschungen stellt sich heraus, dass in Bayern die historischen Luftbildaufnahmen nicht ausreichend ausgewertet wurden. Bereits beim Bau der Autobahn Frankfurt am MainWürzburg in den 1950er Jahren war die Bombe übersehen worden. Damals sei nur der Oberboden weggeschoben worden, anstatt in der Tiefe zu graben, äußern Experten der Autobahndirektion.
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Salzburg/Österreich. Beim Entschärfungsversuch einer 250 kg Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert diese und reißt zwei Menschen in den Tod.

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