Foederaten

Als Foederaten (lat. Singular foederatus, Plural Foederati) bezeichneten die Römer grundsätzlich jede Gruppe von Nichtrömern, mit denen ein Vertrag (foedus) geschlossen worden war. In der Forschung wird die Bezeichnung zumeist in Bezug auf die Spätantike (4. bis 6. Jahrhundert n. Chr.) verwendet und bezeichnet dort „barbarische“ Kontingente, also nichtrömische Krieger, die unter eigenen Anführern für die Römer kämpften und als Gegenleistung Versorgungsgüter sowie oft auch Land im Imperium Romanum zugewiesen bekamen. Der Charakter der Ansiedlung und die Rolle, die diese foederati beim Untergang des Weströmischen Reiches spielten, sind in der Forschung umstritten.

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Zeitleiste

382 n. Chr.

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Gotenvertrag. Theodosius siedelt die Donaugoten als Foederaten auf römischem Boden an. (Spätantike)

Politik & Weltgeschehen

397 n. Chr.

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Erneuter Föderatenvertrag zwischen Rom und den Westgoten, die in Makedonien angesiedelt werden.

358 n. Chr.

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Julian gestattet in Nordgallien die Salfranken sich in Toxandrien anzusiedeln. Die fränkischen Foederaten kommen im militärischen Dienst der Römer.

Ereignisse

398 n. Chr.

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Stilicho schließt mit den Alamannen einen neuen Föderaten-Vertrag ab.

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