Forty-Eighters

Mit dem Begriff Forty-Eighters (engl. für „Achtundvierziger“) werden in den USA und in Australien die Einwanderer bezeichnet, die sich infolge der Niederschlagung der bürgerlich-demokratischen Europäischen Revolutionen von 1848/49 – insbesondere der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes – gezwungen sahen, aus Europa zu fliehen, und die in der „Neuen Welt“ Aufnahme fanden. Ihr Exil wurde vielfach auf Dauer mit einer geänderten Staatsbürgerschaft zu einer neuen Heimat. Die Vereinigten Staaten von Amerika und Australien waren zwei der Länder, in denen es damals noch keine Einwanderungsbeschränkungen gab. Die meisten Flüchtlinge, die nach 1848 den europäischen Kontinent verließen, wanderten in die USA aus. Ein oft beschworenes Motto der Auswanderer war: Ubi libertas, ibi patria („Wo die Freiheit ist, dort ist mein Vaterland“).

mehr zu "Forty-Eighters" in der Wikipedia: Forty-Eighters

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Franz Sigel stirbt in Morrisani, New York City. Franz Sigel ) war Offizier der Badischen Armee, Kriegsminister der badischen Revolutionäre in der Märzrevolution von 1848/1849, als bedeutender Vertreter der Forty-Eighters Lehrer und Dozent in den USA, ein wichtiger Unterstützer von Abraham Lincoln, General der United States Army im Sezessionskrieg sowie Politiker und Zeitungsverleger.
thumbnail
Gestorben: Max Cohnheim stirbt in Newark, New Jersey. Max Cohnheim, eigentlich Marcus Cohnheim, war ein deutscher Revolutionär, ein deutschamerikanischer Schriftsteller und Publizist sowie ein Aktivist der demokratischen Bewegung, des Republikanismus und der Arbeiterbewegung. Während der Deutschen Revolution 1848/1849 war er ein Autor von Flugschriften, ein Teilnehmer des Struve-Putsches und der Reichsverfassungskampagne, Zivilkommissär sowie Kommandeur einer Volkswehr-Brigade in Wiesloch. Wegen staatlicher Verfolgung im Deutschen Bund emigrierte er in die Schweiz, dann über London in die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er – wie viele andere Forty-Eighters – als Offizier auf der Seite der Nordstaaten, danach für einige Jahre als Angestellter des US-Finanzministeriums. Als Redakteur und Herausgeber von deutschsprachigen Zeitungen und Satireblättern in Berlin, Genf, New York City, Washington D.C. und San Francisco trat er ebenso hervor wie als Schauspieler und als Autor von Volksstücken für deutschsprachige Theater in New Yorks Einwanderermilieu Kleindeutschland.
thumbnail
Gestorben: Julius Brill stirbt in Brooklyn. Julius Brill war ein früher Vertreter der deutschen Arbeiterbewegung und Mitglied der preußischen Nationalversammlung. Nach der Revolution von 1848/49 emigrierte er als Forty-Eighter in die Vereinigten Staaten, wo er als Daguerreotypist beziehungsweise Fotograf tätig war.
thumbnail
Gestorben: Adam Hammer stirbt in Bad Griesbach im Schwarzwald. Johann Adam Hammer war ein Militärarzt, Chirurg, Professor, Revolutionsteilnehmer, 1848er, Auswanderer, Republikanisches Parteitagsmitglied in Missouri, Gründer mehrerer medizinischen Hochschulen in St. Louis, medizinischer Leiter und Ausbilder. Er war der erste Arzt in Mannheim, der 1847 unter Narkose eine Operation und Entbindung vornahm, sowie der erste Arzt überhaupt, der 1876 einen Herzinfarkt am lebenden Menschen diagnostizierte.
thumbnail
Gestorben: Alfred Graf von Görtz-Wrisberg stirbt in Dubuque, Iowa, USA. Alfred Graf von Görtz-Wrisberg war ein deutscher Offizier und Politiker. Während der Revolution 1848/1849 wirkte er zunächst als Abgeordneter der Zweiten Kammer der Preußischen Nationalversammlung und dann als Militärkommandant von Freiburg im Breisgau und Koblenz. Nach dem Scheitern der Revolution emigrierte er zunächst in die Schweiz und dann als sogenannter Forty-Eighter in die USA.

Australien

thumbnail
Das erste deutsche Schiff mit Auswanderern nach Australien, die Goddefroy, kommt in Melbourne an. Unter den Forty-Eighters befinden sich viele nach der Deutschen Revolution politisch Verfolgte.

"Forty-Eighters" in den Nachrichten