Fränkisches Reich

Die Expansion des Frankenreichs von 481 bis 814
Bild: Sémhur ···, translated by Jka

Das Fränkische Reich, das zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert bestand und sich im Wesentlichen aus dem römischen Gallien und angrenzenden rechtsrheinisch-germanischen Siedlungsgebieten gebildet hatte, war der bedeutendste Nachfolgestaat des 476 untergegangenen Weströmischen Reiches und die historisch wichtigste Reichsbildung in Europa seit der Antike.

Das Reich der Franken ging auf mehrere westgermanische Kriegerverbände der Völkerwanderungszeit zurück. Nach dem Untergang Westroms stieg es im Frühmittelalter unter den Dynastien der Merowinger und der Karolinger in drei Jahrhunderten zu einer Großmacht auf, die weite Teile West-, Mittel- und Südeuropas beherrschte. Als Hausmeier der merowingischen Könige übten die Karolinger bereits seit dem späten 7. Jahrhundert die tatsächliche politische Macht aus, bevor sie im Jahr 751 selbst die Königswürde übernahmen. Den Höhepunkt seiner Macht und Ausdehnung erreichte das Frankenreich unter der Herrschaft Karls des Großen (768–814). Nachdem es im 9. Jahrhundert geteilt worden war, entwickelten sich aus der östlichen Reichshälfte das mittelalterliche deutsche Reich, aus der westlichen das spätere Frankreich.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Lothar I. (Frankenreich) stirbt in der Abtei Prüm, Prüm. Lothar I. war von 814 bis 817 König von Bayern, von 817/823 bis 855 römischer Kaiser (bis 840 als Mitkaiser), von 822 bis 855 (Unter-)König von Italien (König der Langobarden) und von 843 bis 855 König des fränkischenLotharii Regnum („Mittelreich“).

795 n. Chr.

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Geboren: Lothar I. (Frankenreich) wird geboren. Lothar I. war von 814 bis 817 König von Bayern, von 817/823 bis 855 römischer Kaiser (bis 840 als Mitkaiser), von 822 bis 855 (Unter-)König von Italien (König der Langobarden) und von 843 bis 855 König des fränkischenLotharii Regnum („Mittelreich“).
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Gestorben: Pippin der Jüngere stirbt in Saint-Denis bei Paris. Pippin der Jüngere, genannt auch Pippin III., Pippin der Kurze und Pippin der Kleine war ein fränkischerHausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Er war der Sohn Karl Martells und der Vater Karls des Großen.

714 n. Chr.

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Geboren: Pippin der Jüngere wird geboren. Pippin der Jüngere, genannt auch Pippin III., Pippin der Kurze und Pippin der Kleine war ein fränkischerHausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Er war der Sohn Karl Martells und der Vater Karls des Großen.

710 n. Chr.

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Geboren: Megingaud von Würzburg wird in Franken geboren. Megingaud war nach Burkard der zweite Bischof von Würzburg (754 Feb. – 769 Anfang). Er gehörte der begüterten ostfränkischen Familie der Mattonen an und war laut Lorenz Fries Graf zu Rothenburg ob der Tauber.

Kunst & Kultur

565 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Der lateinische Dichter Venantius Fortunatus bricht zu einer Pilgerreise zum Grab des Heiligen Martin von Italien ins Frankenreich auf; dort hält er sich zunächst am Hof von Sigibert I. sowie von Bischof Sidonius von Mainz auf und wird später Begleiter von Radegundis.

Natur & Umwelt

598 n. Chr.

Katastrophen:
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598/599: Von Marseille aus verbreitet sich erneut die Pest im Frankenreich.

Fränkisches Reich

717 n. Chr.

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Karl Martell, Hausmeier des Frankenreiches, lässt als König des austrasischen Reichsteils Chlothar IV. krönen. Er selbst kann in Köln einziehen und zwingt Plektrudis, ihm den Staatsschatz seines Vaters Pippin auszuhändigen.

Anfänge 711 bis 975

725 n. Chr.

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Muslimische Raubzüge erreichen Autun im Fränkischen Reich. (Zeittafel Reconquista)

Frankenreich / Italien

776 n. Chr.

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Herzog Hrodgaud von Friaul erhebt sich gegen Karl den Großen, wird von diesem aber in der Schlacht besiegt und getötet. Das Herzogtum Friaul wird aufgelöst und als Grenzmark in das Frankenreich eingegliedert. Marcarius wird als Verwalter eingesetzt.

Religion

796 n. Chr.

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Eine Bischofskonferenz legt als Grenzlinie für die Diözesen von Salzburg und Aquileia im Gebiet der von den Franken im Rahmen der Awarenfeldzüge unterworfenen Slowenen die Drau fest.

752 n. Chr.

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Papst Zacharias übereignet dem fränkischen König Pippin die angeblichen Sandalen Christi. Pippin bewahrt sie im neu gegründeten karolingischen Hauskloster Prüm auf, wo sie sich bis heute befinden.

747 n. Chr.

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Eine fränkische Reichssynode billigt die im Zusammenhang mit den von Bonifatius' Missionsanstrengungen vorgenommenen Reformen der Kirche im Frankenreich.

744 n. Chr.

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2. März: Die Synode von Soissons regelt Fragen der Kirchenordnung im Frankenreich.

739 n. Chr.

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Papst Gregor III. schickt Willibald zur Mission ins östliche Frankenreich.

Ereignisse

785 n. Chr.

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Gefangennahme des sächsischen Herzogs Widukind durch die Franken und Taufe Widukinds. (780er)

703 n. Chr.

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beginnen die Annales mosellani, ein Teil der Reichsannalen des Fränkischen Reichs - sie werden bis 798 geführt. (703)

482 n. Chr.

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Chlodwig I., Mitglied der Merowingerdynastie, folgt seinem Vater Childerich I. als Herrscher der Franken auf den Thron. Er begründet das Fränkische Großreich.

Frankenreich

842 n. Chr.

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Der Stellinga-Aufstand der Altsachsen gegen das Frankenreich beginnt.
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Kaiser Ludwig der Fromme tritt die Nachfolge seines Vaters Karls des Großen im fränkischen Reich an.
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Kaiser Karl der Große erhebt seinen Sohn Ludwig zum Mitkaiser und Reichserben im Frankenreich.
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Karl der Große trifft in Rom ein, um auf einer am 1. Dezember beginnenden Synode die Vorgänge um das Attentat auf Papst Leo III. im April 799 zu klären. Leo leistet am 23. Dezember einen Reinigungseid, um die Anschuldigungen seiner Gegner zu entkräften. Diese, angeführt von den Adligen Paschalis und Campulus, werden daraufhin zum Tode verurteilt, dann aber zu Verbannung ins Frankenreich begnadigt.

796 n. Chr.

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Karl der Große gründet die Awarenmark und Karantanien als Grenzmarken des Frankenreichs.

Europa

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Arnulf von Kärnten übernimmt das Königsamt im Ostfrankenreich und zwingt mit Heeresmacht seinen Onkel, König Karl den Dicken, zum Rücktritt. Damit endet die letzte Gesamtherrschaft über das Frankenreich, und es beginnt die Geschichte der Länder Deutschland und Frankreich.

863 n. Chr.

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Wikingerzeit: Dänische Wikinger fahren im Januar plündernd bis Köln rheinaufwärts. Bei Neuss werden sie von fränkischen und sächsischen Aufgeboten gestellt und belagert. Im April ziehen sie sich wieder zurück.

851 n. Chr.

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Nominoë, Herzog der Bretagne bemächtigt sich der Stadt Rennes, Hauptort der gleichnamigen Grafschaft, die unter Karl dem Großen zur Bretonischen Mark des Frankenreiches gehörte.

811 n. Chr.

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Auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen wird die Entsendung eines Heers nach Pannonien beschlossen, um die Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten.

809 n. Chr.

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Gründung der Burg Esesfeld an der Stör (westlich von Itzehoe) durch Kaiser Karl dem Großen. Die Burg war die erste fränkische Befestigung nördlich der Elbe.

Politik & Weltgeschehen

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Der ostfränkische König Arnulf wird in Rom Kaiser. Damit vereinigt er für kurze Zeit und zum letzten Mal in der Geschichte die Teile des Frankenreichs unter einer Regentschaft.
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Neuaufteilung des Fränkischen Reiches: Lothringen, das Mittelreich, wird nach dem Tod des kinderlosen Lothars II. im Vertrag von Meerssen zwischen dem Westfrankenreich und dem Ostfrankenreich aufgeteilt

837 n. Chr.

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Teilung des Fränkischen Reiches zwischen Kaiser Ludwig I. und seinem Sohn Lothar I.

833 n. Chr.

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Der mährische Fürst Mojmír I. erobert Stadt und Fürstentum Nitra und vertreibt Fürst Pribina, der zu Ludwig dem Frommen ins Frankenreich flüchtet. Beginn des Großmährischen Reichs.

810 n. Chr.

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Karl der Große ist zum letzten Mal selbst in Norddeutschland, er rechnet mit einem Angriff des dänischen Königs nach Süden zur Elbe hin. Vermutlich wird bei dieser Gelegenheit eine neue Grenzziehung zwischen Franken und Abotriten vereinbart, der Limes Saxoniae. Damit wird das 804 zunächst an die Abotriten übergebene nordelbische Gebiet in das Frankenreich übernommen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1912

Werk:
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Studien und Quellen zur fränkischen Kunstgeschichte, Freiburg i. d. Schweiz (Franz Friedrich Leitschuh)

Geschichte > Religionen > Christentum

1989

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Im Stadtteil Eichel entstand im Jahr 1968/1969 die Kirche St. Lioba, die für den gesamten östlichen Bereich der Stadt Wertheim zuständig ist. Das Patrozinium bezieht sich auf die heilige Lioba von Tauberbischofsheim, eine Verwandte des heiligen Bonifatius, die als Missionarin im Fränkischen Reich wirkte und in Wertheims Nachbarstadt Tauberbischofsheim Äbtissin des dortigen Klosters war. Lioba hatte mit ihrer Tätigkeit entscheidend zur Christianisierung im Taubertal beigetragen. Die Erhebung zur Pfarrei geschah im Jahr 1972. Einen eigenen Pfarrer besaß die Pfarrkirche allerdings nur bis zum Jahr

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