Frances McDormand

Frances McDormand (2015)
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Frances McDormand (* 23. Juni 1957 in Chicago, Illinois) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie ist seit 1984 mit dem Regisseur Joel Coen verheiratet und spielt in vielen seiner Filme mit, die er gemeinsam mit seinem Bruder Ethan dreht. Für ihre Rolle in Fargo erhielt sie 1997 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.



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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frances McDormand ist ein Adoptivkind und wuchs mit weiteren Adoptivgeschwistern in einer frommen Familie auf, die der Christian Church (Disciples of Christ) angehört. Sie schloss ihre Ausbildung mit dem Master of Fine Arts an der Yale School of Drama ab.

Gleich mit ihrem ersten Film Blood Simple (1984), dem ersten Film der Coen-Brüder, gelang ihr in der Rolle der untreuen Ehefrau der Durchbruch. Danach spielte sie in Arizona Junior (Raising Arizona, 1987) eine etwas abgedrehte Nachbarin, in Miller’s Crossing (1990) die Sekretärin des Bürgermeisters und in Barton Fink (1991) eine Cameo-Rolle als Theaterschauspielerin. Auch ihren bisher größten Erfolg hatte sie mit einem Film der Coen-Brüder: In Fargo (1996) spielte sie die hochschwangere Polizistin Marge Gunderson, die in einem verschneiten amerikanischen Provinznest drei Morde aufklären soll. Für ihre schauspielerische Leistung gewann sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Oscar als beste Hauptdarstellerin. In Filmen der Brüder folgten noch die Rollen als lieblose Ehefrau der Hauptfigur in The Man Who Wasn’t There (2001) und als die von Schönheitsoperationen träumende Fitness-Studio-Angestellte in Burn After Reading (2008), für die sie eine Golden-Globe-Nominierung erhielt.

Daneben zeigte sich McDormand auch in Filmen anderer Regisseure als erfolgreiche Darstellerin, so z. B. in Sam Raimis Die Killer-Akademie (Crimewave, 1985) und Darkman (1990). Sie erhielt weitere Oscar-Nominierungen als eingeschüchterte Ehefrau eines Polizisten und Ku-Klux-Klan-Mitgliedes in Mississippi Burning (1988) von Alan Parker sowie als besorgte Mutter in Cameron Crowes Almost Famous (2000). Sie war Teil des gefeierten Ensembles in Robert Altmans Film Short Cuts (1993) und spielte als Psychologin in dem Gerichtsthriller Zwielicht (Primal Fear, 1996) sowie als heimliche Geliebte und Vorgesetzte eines Collegeprofessors in Die WonderBoys (Wonder Boys, 2000) von Curtis Hanson und als Familienoberhaupt in Laurel Canyon (2003) mit.

McDormand und Joel Coen leben in New York City, sie adoptierten 1994 ein Kind aus Paraguay.



Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscars

  • 1988: nominiert als beste Nebendarstellerin fr Mississippi Burning ? Die Wurzel des Hasses
  • 1997: Beste Hauptdarstellerin fr Fargo
  • 2000: nominiert als beste Nebendarstellerin fr Almost Famous ? Fast berhmt
  • 2005: nominiert als beste Nebendarstellerin fr Kaltes Land

Golden Globes

  • 1993: Bestes Schauspielensemble fr Short Cuts
  • 1997: nominiert als beste Hauptdarstellerin Komdie/Musical fr Fargo
  • 2001: nominiert als beste Nebendarstellerin fr Almost Famous ? Fast berhmt
  • 2006: nominiert als beste Nebendarstellerin fr Kaltes Land
  • 2009: nominiert als beste Hauptdarstellerin fr Burn after reading ? Wer verbrennt sich hier die Finger

London Critics Circle Film Awards

  • 1997: Beste Schauspielerin fr Fargo

Chicago Film Critics Association

  • 1988: Beste Nebendarstellerin fr Mississippi Burning ? Die Wurzel des Hasses
  • 1996: Beste Hauptdarstellerin fr Fargo
  • 2000: Beste Nebendarstellerin fr Almost Famous ? Fast berhmt

Chlotrudis Awards

  • 1997: Beste Schauspielerin fr Fargo
  • 2004: nominiert als beste Schauspielerin fr Laurel Canyon

Kansas City Film Critics Circle Award

  • 1988: Beste Nebendarstellerin fr Mississippi Burning ? Die Wurzel des Hasses

National Board of Review Award

  • 1988: Beste Nebendarstellerin fr Mississippi Burning ? Die Wurzel des Hasses


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frances McDormand (* 23. Juni 1957 in Chicago, Illinois) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie ist seit 1984 mit dem Regisseur Joel Coen verheiratet und spielt in vielen seiner Filme mit, die er gemeinsam mit seinem Bruder Ethan dreht. Für ihre Rolle in Fargo erhielt sie 1997 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

mehr zu "Frances McDormand" in der Wikipedia: Frances McDormand

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Frances McDormand wird in Chicago, Illinois geboren. Frances McDormand ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie ist seit 1984 mit dem Regisseur Joel Coen verheiratet und spielt in vielen seiner Filme mit, die er gemeinsam mit seinem Bruder Ethan dreht. Für ihre Rolle in Fargo erhielt sie 1997 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

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Frances McDormand ist heute 60 Jahre alt. Frances McDormand ist im Sternzeichen Krebs geboren.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2009

Ehrung:
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Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger

2006

Ehrung:
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Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Kaltes Land

2005

Ehrung:
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Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Kaltes Land

2004

Ehrung:
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Nominierung als Beste Schauspielerin für Laurel Canyon

2001

Ehrung:
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Nominierung als Beste Nebendarstellerin für Almost Famous – Fast berühmt

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

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Filmografie: Moonrise Kingdom ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Wes Anderson aus dem Jahr 2012.

Stab:
Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola
Produktion: Wes Anderson, Scott Rudin, Steven Rales, Jeremy Dawson
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Robert Yeoman
Schnitt: Andrew Weisblum

Besetzung: Jared Gilman, Kara Hayward, Bob Balaban, Bruce Willis, Bill Murray, Frances McDormand, Edward Norton, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Harvey Keitel

2011

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Film: Cheyenne – This Must Be the Place (This Must Be the Place)

2011

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Film: Transformers 3 (Originaltitel: Transformers: Dark of the Moon) ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Spielfilm aus dem Jahr 2011, der die Fortsetzung der Filme Transformers (2007) und Transformers -Die Rache (2009) darstellt und genau wie diese auf den gleichnamigen Spielzeugreihen des Herstellers Hasbro basiert. Regie führte abermals Michael Bay, die menschliche Hauptrolle wird wie schon in den beiden vorangegangenen Teilen von Shia LaBeouf verkörpert, neu dabei ist Rosie Huntington-Whiteley als weibliche Hauptdarstellerin. In Deutschland und den Vereinigten Staaten startete der Film am 29. Juni 2011 im Verleih von Paramount Pictures und DreamWorks SKG.

Stab:
Regie: Michael Bay
Drehbuch: Ehren Kruger
Produktion: Lorenzo di Bonaventura Ian Bryce Tom DeSanto Don Murphy
Musik: Steve Jablonsky
Kamera: Amir M. Mokri
Schnitt: Joel Negron, Roger Barton, William Goldenberg

Besetzung: Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Patrick Dempsey, Josh Duhamel, Tyrese Gibson, John Turturro, Kevin Dunn, Julie White, Frances McDormand, John Malkovich, Elya Baskin, Peter Cullen, Hugo Weaving, Leonard Nimoy, James Remar, Keith Szarabajka, Reno Wilson, Jess Harnell, Robert Foxworth, Frank Welker, Tom Kenny

2008

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Film: Burn After Reading -Wer verbrennt sich hier die Finger? ist eine US-amerikanische Krimikomödie aus dem Jahr 2008. Regie führten Ethan und Joel Coen, die auch das Drehbuch schrieben, den Film produzierten sowie unter ihrem gemeinsamen Pseudonym Roderick Jaynes den Schnitt übernahmen.

Stab:
Regie: Ethan und Joel Coen
Drehbuch: Ethan und Joel Coen
Produktion: Tim Bevan Eric Fellner
Ethan und Joel Coen
Musik: Carter Burwell
Kamera: Emmanuel Lubezki
Schnitt: Ethan und Joel Coen als Roderick Jaynes

Besetzung: George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Brad Pitt, Tilda Swinton, Richard Jenkins, Elizabeth Marvel, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa, Dermot Mulroney

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