Franziszeischer Kataster

Der Franziszeische Kataster, auch Franciszäischer Kataster, ist der erste vollständige österreichische Liegenschaftskataster. Er enthält die Grundstücke des Gebiets des Kaisertums Österreich. Häufige Bezeichnungen sind auch Grundkataster, Steuerkataster und Grundsteuerkataster. Er entstand in den 1810er- bis 1870er-Jahren und ist nach dem ersten österreichischen Kaiser Franz I. benannt.

Die Franziszeische Katastralvermessung ist etwas anderes als die etwa zeitgleiche Franziszeische (2.) Landesaufnahme: Der Kataster hatte das Ziel, eine einheitliche Basis für die Bemessung der Grundsteuer zu schaffen, die Landesaufnahme diente in erster Linie militärischen Zwecken (Militärgeografie). Weil in ihr die zu dieser Zeit geschaffenen Steuergemeinden (die heutigen Katastralgemeinden) und damit die Basis der nach den Revolutionsjahren 1848/49 geschaffenen politischen Gemeinden erfasst ist, wird sie auch als Urmappe bezeichnet, das sind speziell die originalen Planblätter.

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Geschichte

1821

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St. Pölten im Franziszeischen Kataster

Ablauf der Vermessung

1858

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Burgenland (damals Deutsch-Westungarn) 1853 bis

1830

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Oberösterreich und Salzburg 1823 bis

1828

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Kärnten 1822 bis

1825

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Steiermark 1820 bis

1824

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Wien und Niederösterreich 1817 bis

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