Frauenbewegung

Die Frauenbewegung (auch Frauenrechtsbewegung) ist eine globale soziale Bewegung, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen in Staat und Gesellschaft einsetzt. Sie entstand im Zusammenhang mit den sozialen und erzieherischen Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts in Westeuropa und den USA (→ Lebensreform) und breitete sich schnell in andere Länder aus.
Wichtige Themen der Frauenbewegung sind u. a. die Gleichstellung der Geschlechter und die Neubewertung der tradierten Geschlechterrollen, um insbesondere im Geschlechterverhältnis Bevormundung, Ungerechtigkeiten und soziale Ungleichheiten zu beseitigen.

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Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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In der Schweiz entsteht in der Frauenbewegung die erste internationale Frauenrechtsorganisation. Die Genferin Marie Goegg-Pouchoulin gründet die Association internationale des femmes.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1908

Recht und Statistik > Deutschland > Rechtliche Entwicklung einschließlich Rechtsgeschichte:
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Die FrauenrechtlerinCamilla Jellinek fordert auf der Generalversammlung des Bundes deutscher Frauenvereine die Abschaffung des §? 218. Nach einer äußerst heftig geführten Debatte folgt die Mehrheit Jellineks Vorschlag nicht. (Schwangerschaftsabbruch)

1896

Werk:
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Ist die Frauenbewegung natürlich? Vortrag, geh. am 5. Oktober 1896 im Auftrage der Hamburger Ortsgruppe des Allgemeinen deutschen Frauenvereins. Weimar (Natalie von Milde)

Sonstige Ereignisse weltweit

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Die deutsche Sozialistin und FrauenrechtlerinClara Zetkin schlägt auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren.

Frauenemanzipation

1963

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Die sogenannte zweite Welle der Frauenbewegung entstand Mitte der 1940er Jahre, ausgehend von Frankreich und wurde durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges begünstigt. Zu einer Massenbewegung wurde sie zunächst durch die Buchveröffentlichung Betty Friedans: The Feminine Mystique und in der Folge der Studentenunruhen der 1960er Jahre, als die Vertreterinnen der Frauenbewegung kritisch vorbrachten, den spezifischen Belangen von Frauen werde von vielen männlichen 68ern nicht genügend Beachtung geschenkt. Diesmal wurde auch die traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau und das Patriarchat insgesamt massiv in Frage gestellt. Der Katalog der thematisierten Frauenrechte wurde stark ausgeweitet und im Feminismus thematisiert. (Emanzipation)

Inhalte

1970

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„Exzitation und Orgasmus bei der Frau“ von Volkmar Sigusch , die erste Abhandlung, in der vor der Frauenbewegung der verheerende, zu Genitalverstümmelungen führende Aberglaube vieler Mediziner und Psychoanalytiker vom angeblich unreifen klitoralen und angeblich reifen vaginalen Orgasmus anhand neuester experimentell-sexualphysiologischer Forschungsergebnisse widerlegt wird; (Beiträge zur Sexualforschung)

Rundfunk, Film & Fernsehen

Rundfunk:
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− Die Sitcom All in the Family hat Premiere auf CBS. Die Serie stellt eine der ersten Versuche des Unterhaltungsfernsehens dar, Probleme wie Rassismus, die Bürgerechts- oder Frauenbewegung darzustellen.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

Ehrung:
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Bester Live-Act (Fettes Brot)

Moderne Frauenrechtsbewegung > rechtliche Stationen zur Emanzipation in Deutschland

1992

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wird beim Schwangerschaftsabbruch erneut eine Fristenlösung eingeführt, dieses Mal aber mit Beratungspflicht. Dieses Modell wird vom Bundesverfassungsgericht gebilligt.

1991

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verwirft das Bundesverfassungsgericht den Grundsatz, dass der Nachname des Mannes Ehename wird, wenn das Paar sich nicht auf einen Nachnamen einigt.

1974

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1974 bis 1976 wird durch Novellierung des Paragraph 218 die Abtreibung erleichtert. Die zunächst beschlossene Fristenlösung (Abtreibung während der ersten drei Monate straffrei) wird vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und deshalb durch das Indikationenmodell ersetzt (Abtreibung nur bei Vergewaltigung, Gefährdung des Lebens der Mutter, drohender Behinderung des Kindes sowie soziale Notlage zulässig).

1959

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entscheidet das Bundesverfassungsgericht, dass die ins Gleichberechtigungsgesetz übernommene Regelung des Gehorsamsparagraphen nichtig ist.

1958

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tritt das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft.

"Frauenbewegung" in den Nachrichten