Frauenordination (Christentum)

Frauenordination bezeichnet die Ordination von Frauen zum geistlichen Amt in Kirchen und christlichen Gemeinschaften. Nach frühchristlicher Lehre und Tradition ist das Weihesakrament ausschließlich Männern vorbehalten. In den meisten evangelischen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen und anderen christlichen Gemeinschaften wurde im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts die Frauenordination eingeführt. Sie ist ein kontroverses Thema in der ökumenischen Bewegung und teilweise auch innerhalb einzelner Kirchen oder Kirchengemeinschaften. In manchen Kirchen sind Frauen auch nur für bestimmte Ämter zugelassen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: David Say stirbt in Wye, Kent. Richard David Say KCVO war ein britischer Geistlicher der Church of England, der 27 Jahre lang Bischof von Rochester sowie 19 Jahre lang Mitglied des House of Lords war. Als Geistlicher setzte er sich insbesondere auch für die Berufung von Frauen zu Priesterinnen ein und gab 1987 in der Kathedrale von Rochester 25 Frauen die Ordination zu Priesterinnen.
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Geboren: Denise Wyss wird in Solothurn, Schweiz geboren. Denise Wyss empfing im Jahr 2000 als erste Frau in der Christkatholischen Kirche die Priesterweihe und wurde damit die erste christkatholische Priesterin der Schweiz.
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Geboren: Gisela Forster wird in München geboren. Gisela Forster ist eine Befürworterin des Frauenpriestertums in der römisch-katholischen Kirche und wird gemeinhin als Vagantenbischöfin angesehen.
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Geboren: Patricia Fresen wird in Südafrika geboren. Patricia Fresen ist eine südafrikanische Theologin. Sie ist Befürworterin der Frauenordination in der römisch-katholischen Kirche und von der Kirche nicht anerkannte Vagantenbischöfin.
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Geboren: Stanley Booth-Clibborn wird in London geboren. Stanley Eric Francis Booth-Clibborn war ein Würdenträger der Church of England und von 1979 bis 1993 Bischof von Manchester. Er setzte sich besonders für die Verantwortung von Kirche und Politik in sozialen Fragen, die Frauenordination und Belange der Ökumene ein.

Ereignisse > Religion

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Erstmals weiht die anglikanische Kirche Englands 32 Frauen zu Priesterinnen, nachdem in der Generalversammlung der anglikanischen Kirche die Ordination von Frauen bereits 1975 für möglich erklärt wurde. (12. März)

Verbreitung der Frauenordination > Unterschiedliche Varianten

2004

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hat sich die Synode in Athen für die Wiederbelebung des Diakonats der Frau ausgesprochen und den Bischöfen freigestellt, in ihren Diözesen Diakoninnen zu ordinieren

1935

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dafür: Katholische Kirche der Mariaviten (Felicjanow-Mariaviten): Frauenordination seit

Religion

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Die Anglikanische Kirche von England votiert durch ihre Generalsynode mehrheitlich für die Einführung der Frauenordination in den Reihen der Bischöfe

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

Preisträger:
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Walter Obare Omwanza, Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenia (unter anderem für seine Gründung einer Parallelkirche in Schweden, die im Gegensatz zur Schwedischen Kirche die Frauenordination ablehnt).
Laudator war der bayerische Pfarrer und Obmann der Gesellschaft für innere und äußere Mission Wolfhart Schlichting. (Walter-Künneth-Preis)

Tagesgeschehen

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Vatikanstadt: In einem Memorandum mahnen über 190 katholische Theologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine tiefgreifende Kirchenreform an und sprechen sich unter anderem für das Ende des Zölibats und für Frauen als Geistliche aus.
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England: Die Generalsynode der anglikanischen Kirche von England befürwortet die uneingeschränkte Zulassung von Frauen zum Bischofsamt.

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