Freie Stadt Danzig

Die Freie Stadt Danzig (polnischWolne Miasto Gdańsk) – die Städte Danzig, Zoppot, Praust, Tiegenhof und Neuteich sowie das sie verbindende Gebiet – bestand als teilsouveräner, selbstständiger Freistaat mit polnischen Hafenrechten unter dem Schutz des Völkerbundes von 1920 bis (faktisch) 1939. Nachdem das Gebiet von 1794 bis 1807 und von 1814 bis 1919 zu Preußen gehört hatte, wurde es nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1920 vom Reichsgebiet abgetrennt und erhielt den Status eines autonomen Freistaats Danzig.

Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 wurden Stadt und Landkreis Danzig dem Regierungsbezirk Danzig im neu gebildeten Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs zugeordnet. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet im März 1945 von der Roten Armee besetzt. In der Folgezeit wurde die Region im Rahmen der „Westverschiebung Polens“ unter Verdrängung und Vertreibung der verbliebenen deutschen Bevölkerung mit Polen besiedelt, die zum Teil aus dem an die Sowjetunion gefallenen früheren Ostpolen östlich der Curzon-Linie stammten. Im August 1945 wurde die Danziger Region gemäß dem Potsdamer Abkommen von der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens und ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurden die noch verbliebenen deutschen Bewohner größtenteils von den örtlichen polnischen Verwaltungsbehörden vertrieben.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: August Lass (KPD) stirbt in Alt-Mariendorf. August Lass war ein Parteifunktionär der KPD. Er leitete den kommunistischen Jugendverband in Berlin-Brandenburg und war Politischer Leiter der Partei in Danzig. Nach seiner Verhaftung im November 1933 wurde er zum V-Mann und verriet Funktionäre der illegalen KPD an die Gestapo.
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Gestorben: Richard Stachnik stirbt in Coesfeld. Richard Stachnik war Theologe und führender Politiker der Zentrumspartei in der Freien Stadt Danzig.
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Gestorben: Hermann Rauschning stirbt in Portland, Oregon, USA. Hermann Adolf Reinhold Rauschning war ein deutscher Politiker. Seit 1932 war er Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), lehnte aber deren Methoden bald ab, trat 1934 aus der Partei aus und wurde zum Kritiker des NS-Regimes und Faschismustheoretiker. 1933/1934 war Rauschning Senatspräsident (Regierungschef) der Freien Stadt Danzig. 1935 musste er Danzig verlassen und lebte seit 1939/41 in den USA. Aufsehen erregte sein Buch Gespräche mit Hitler, die sich später großteils als Erfindung herausstellten: Rauschning hatte kaum jemals mit Hitler gesprochen.
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Gestorben: Meta Preuß stirbt. Meta Preuß war eine deutsche Politikerin (KPD/SED). Sie war Abgeordnete des Volkstages der Freien Stadt Danzig.
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Gestorben: Gerhard M. Gülzow stirbt in Lübeck. Gerhard M. Gülzow war bis 1945 Oberkonsistorialrat der St. Marienkirche in der Freien Stadt Danzig und nach dem Zweiten Weltkrieg Vorsitzender des Ostkirchenausschusses.

Amtsinhaber > Militärgouverneur

1920

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Reginald Thomas Tower, Großbritannien

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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Danzig in Westpreußen wird zur Freien Stadt erklärt.

Nachwirkungen > Briefmarken und Münzen

1939

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Briefmarke der Freien Stadt Danzig (Robert Koch)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1945

Werke im Musée Picasso:
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Minotauromachie (Musée Picasso)

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