Freiheits- und Gerechtigkeitspartei

Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei (arabisch حزب الحرية والعدالة, DMGḤizb al-ḥurrīya wa-l-ʿadāla) war eine islamistische und wirtschaftsliberalepolitische Partei in Ägypten. Die Partei bezeichnete sich als unabhängig, hatte aber starke Verbindungen zur Muslimbruderschaft, der einflussreichsten und am besten organisierten politischen Gruppe im Land. Sie ist seit Ende 2013 im Zuge der Einstufung der Moslembrüder als Terrororganisation in Ägypten verboten, deren Vermögen und Besitz wurde vom ägyptischen Staat eingezogen.

Die Partei hatte geplant, die absolute Mehrheit der Parlamentssitze in allen Wahlkreisen bei den Parlamentswahlen 2011/2012 zu erringen. Sie erhielt 218 der 508 Sitze in der Volksversammlung und wurde so zur stärksten Partei. Mit Saad al-Katatni stellte sie ab Januar 2012 auch den Parlamentspräsidenten.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Saad al-Katatni wird in Girga geboren. Mohamed Saad Tawfik al-Katatni ist ein islamistischer Politiker in Ägypten. Er war 2012 für sechs Monate lang Parlamentspräsident und ist seit dem 19. Oktober 2012 Vorsitzender der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, dem politischen Arm der Muslimbrüder.
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Geboren: Mohammed Mursi wird in Al-Adwah, Gouvernement asch-Scharqiyya geboren. Mohammed Mohammed Mursi Isa al-Ayyat ist ein ägyptischer Politiker und Materialwissenschaftler. Bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen Ägyptens im Juni 2012 wurde er zum Staatspräsidenten gewählt. Davor war er Vorsitzender der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, die von der islamistischen Muslimbruderschaft nach der Revolution in Ägypten 2011 gegründet worden war. Am 3. Juli 2013 wurde Mursi nach tagelangen Massenprotesten gegen seine Politik durch einen Militärputsch abgesetzt. Ägypten befindet sich seitdem in einer anhaltenden Staatskrise.
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Geboren: Chairat al-Schater wird in Dakahlia geboren. Muhammad Chairat Sa'd al-Schater ist ein islamistischer Aktivist sowie Ingenieur und Geschäftsmann. Er war Kandidat der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, des politischen Arms der Muslimbrüder, bei der Präsidentschaftswahl 2012 in Ägypten. Zuvor saß er mehrere Jahre wegen angeblicher Geldwäsche im Gefängnis und war stellvertretender Vorsitzender der Bruderschaft.

Tagesgeschehen

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Kairo/Ägypten: Fast ein Jahr nach dem Sturz von Husni Mubarak gewinnt die islamistisch-konservativeFreiheits- und Gerechtigkeitspartei bei den Parlamentswahlen mit 37,5 % der abgegebenen Wählerstimmen, während die salafistisch-islamistische Partei des Lichts mit 27,8 % zweitstärkste Kraft in der zukünftigen Volksversammlung wird.

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