Freikorps

Als Freikorps (französisch: corps, „Körper(schaft)“; aus lat.: corpus, „Körper“) wurden bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts paramilitärische Einheiten unabhängig von ihrer nationalen Herkunft benannt. Im deutschen Sprachraum wurden erstmals im 18. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Freikorps“ Frei-Regimenter aus einheimischen Freiwilligen, gegnerischen Überläufern, Deserteuren und Straffälligen aufgestellt. Die mitunter exotisch ausgerüsteten Truppen dienten als Infanterie und Kavallerie, seltener als Artillerie. Teils nur in Kompaniestärke, teils bis zu mehreren tausend Mann stark, existierten auch aus verschiedenen Waffengattungen zusammengesetzte gemischte Verbände bzw. Legionen. Das preußische Freikorps von Kleist umfasste Infanterie, Jäger, Dragoner und Husaren. Die französischen Volontaires de Saxe vereinten Ulanen und Dragoner.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Cordt von Brandis stirbt in Barendorf. Cordt von Brandis war ein deutscher Offizier und Freikorpsführer.
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Gestorben: Hyazinth Graf Strachwitz stirbt in Trostberg. Hyazinth Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz war ein deutscher Generalleutnant und Panzerkommandeur in der Wehrmacht sowie Führer eines nach ihm benannten Freikorps im Selbstschutz Oberschlesien während der Aufstände in Oberschlesien 1921. Er trug im Zweiten Weltkrieg den Beinamen „Der Panzergraf“.
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Gestorben: Franz Pfeffer von Salomon stirbt in München. Franz Pfeffer von Salomon, meist kurz Franz von Pfeffer, war ein deutscher Offizier und Politiker. Er war Offizier im Ersten Weltkrieg und Gutsbesitzer, Führer des „Freikorps Westfalen“, hoher SA- und NSDAP-Funktionär und Reichstagsabgeordneter.
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Gestorben: Karl Guido Oskar Hauenstein stirbt in Frankfurt am Main. Karl Guido Oskar Hauenstein, auch Heinz Oskar Hauenstein, war ein deutscher Freikorpsführer. Hauenstein führte die nach seinem Vornamen benannte „Organisation Heinz“, die 1921 als Spezialpolizei des Oberschlesischen Selbstschutz an Fememorden in Oberschlesien und 1923 am aktiven Widerstand während der Ruhrbesetzung beteiligt war.
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Gestorben: Walter Caspari stirbt in Bremen. Karl Georg Erwin Walter Caspari war ein deutscher Militär- und Polizeioffizier sowie Führer eines nach ihm benannten Freikorps, der maßgeblich an der Niederschlagung der Bremer Räterepublik beteiligt und jahrelang Chef der Schutzpolizei in Bremen war.

Ereignisse

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Der „Schwarze Herzog“ Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel stellt die Schwarze Schar auf, ein deutsches Freikorps, das in den Befreiungskriegen bis 1815 gegen die Truppen Napoleon Bonapartes kämpft.

Geschichte > Zwanzigstes Jahrhundert

1919

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Kämpfe deutscher und baltendeutscher Freikorps, zunächst gegen Bolschewiki, dann auch gegen die jungen baltischen Staaten. (Deutsch-Balten)

Politik & Weltgeschehen

1924

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"Deutscher Tag" in Halle. Sammlung von rechtsradikalen Frontsoldaten und Freikorpskämpfer zum Sturz der Republik

1920

Deutsches Reich:
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13.-17. März: Putsch des Generallandschaftsdirektors Wolfgang Kapp, der mit seiner „Brigade Ehrhardt“, einem ehemaligen Freikorps und einigen Truppenteilen der Reichswehr Berlin besetzt und die Regierung zur Flucht zwingt.
Deutsches Reich:
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1. Juli: Sülzeunruhen in Hamburg. In ihrer Folge besetzen Reichswehr und Freikorps die Stadt.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1972

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Film: Lützower ist ein 1972 produzierter DEFA-Historienfilm. Er wurde von Filmregisseur Werner W. Wallroth nach dem gleichnamigen Theaterstück von Hedda Zinner aus dem Jahr 1955 gedreht, die auch am Szenarium beteiligt war, während Walter Janka das Drehbuch verfasste. Die Filmhandlung ist im Freikorps von Adolf von Lützow während der Befreiungskriege im Frühjahr 1813 angesiedelt, jedoch wird die reale Vergangenheit lediglich als Folie für eine sozialistische patriotische Interpretation genutzt. Trotz aufwändiger technischer, materieller und künstlerischer Gestaltung war dem Film bei der Kritik kein Erfolg beschieden, da die filmische Umsetzung des Bühnenstoffs nicht gelangt und die Produktion wie verfilmtes Theater wirkte. Außer in der DDR wurde der Film auch in der ČSSR und Ungarn aufgeführt.

Stab:
Regie: Werner W. Wallroth
Drehbuch: Walter Janka
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Hans-Jürgen Kruse
Schnitt: Helga Emmrich

Besetzung: Jürgen Reuter, Herta Knoll, Lew Prygunow, Jaecki Schwarz, Karlheinz Liefers, Wolfgang Dehler, Frank Obermann, Johannes Wieke, Oleg Widow, Heinz-Martin Benecke, Hans Teuscher, Peter Reusse

1937

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Film: Menschen ohne Vaterland ist ein Propaganda-Spielfilm der UFA aus dem Jahre 1937. Er spielt vor dem Hintergrund der Freikorpskämpfe von 1919 im Baltikum.

Stab:
Regie: Herbert Maisch
Drehbuch: Gertrude von Brockdorff,
Herbert Maisch, Lotte Neumann (als C.H. Diller), Ernst von Salomon, Walter Wassermann
Produktion: Bruno Duday
Musik: Harald M. Kirchstein

Besetzung: Willy Fritsch, Maria von Tasnady, Willy Birgel, Grethe Weiser, Siegfried Schürenberg, Werner Stock, Willy Schaeffers, Nikolai Kolin, Lissy Arna, Alexander Golling, Aribert Grimmer, Maria Loja

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2001

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Gründung: Arditi ist ein 2001 gegründetes, schwedisches Martial-Industrial-Projekt, das nach den elitären Sturmtruppen (deutsch: ‚die Tollkühnen‘) des italienischen Heeres im Ersten Weltkrieg, sowie nach den Gefolgsleuten des nationalistischen Schriftstellers und FreikorpsführersGabriele D'Annunzio, benannt wurde. Beteiligte Musiker sind der aus der Black-Metal-Szene kommende Mårten Björkman sowie Henry Möller vom Martial-Industrial-/Neoklassik-Projekt Puissance. Ihre Tonträger erscheinen seit 2006 beim portugiesischen Label Equilibrium Music. Zu den musikalischen Charakteristika gehören der massive Einsatz von zeithistorischen Samples sowie ausgesprochen finstere, militante Klangkompositionen. Gesang im eigentlichen Sinne gibt es nicht; einigen Liedern liegen allerdings vorgelesene bzw. Spoken-Word-Texte zugrunde.

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