Freitag, der 13.

Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren können. Die irrationale Furcht vor einem Freitag dem 13. wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Diese Phobie kann im Einzelfall so weit führen, dass davon betroffene Personen geplante Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag dem 13. nicht aus dem Bett trauen.

Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag dem 6. oder 20. Auch eine Untersuchung der Unfallmeldungen durch den ADAC ergab für das Jahr 2009, dass an den drei Freitagen am 13. eines Monats die Zahl der Unfallmeldungen im Mittel nur 894 betrug, während an allen anderen Tagen durchschnittlich 975 Unfälle gemeldet wurden. Ebenso zeigt eine Auswertung der Zürich Versicherung, dass an Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, weniger Schadensfälle verzeichnet werden als an allen anderen Freitagen im Jahr. Die geringere oder gleichbleibende Zahl von Unfällen an Freitagen den 13. im Vergleich mit anderen Freitagen könnte an einer verstärkten Vorsicht zur Unfallvermeidung liegen.



Geschichte




Eines der ersten bezeugten Ereignisse, die auf einen 13. fielen, war die im Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens in Paris (Tempelritter). Schon Tage zuvor wurden an alle Dienststellen des Landes versiegelte Umschläge mit den Haftbefehlen versandt. Diese mit Akribie durchgeführte Aktion führte letztlich zur Aufhebung des Templerordens durch die päpstliche Bulle Vox in excelso am 22. März 1312. Trotz der Tragik dieses Ereignisses wird es nicht als Ursprung für den Aberglauben um den Freitag den 13. gewertet. Einer Legende zufolge soll der letzte Großmeister der Tempelritter, Jaques du Molay, an einem Freitag dem 13. auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein.Zwischen 1307 und 1907 fehlt es bisher an schriftlichen Erwähnungen des Freitags des 13. als Unglückstag. Im Online-Archiv der New York Times findet sich keine Erwähnung von Friday the 13th vor 1907. Die Erstausgabe der New York Times erschien rund 56 Jahre früher am 18. September 1851.Der US-Amerikaner Thomas William Lawson, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch Börsenspekulationen zum Multimillionär wurde, schrieb 1907 den Börsenroman Friday the 13th, der in Deutschland noch im selben Jahr als Freitag der 13. erschien. Thomas W. Lawson kann damit als der Erfinder des Schreckenstermins gesehen werden.In Deutschland vergrößerte sich der Bekanntheitsgrad, als 1916 der Film Freitag der 13. des Regisseurs Richard Oswald in die Kinos kam, der von einer Familie handelte, deren Mitglieder immer an diesem Datum starben.Der Aberglaube wurde durch die 1944 in den deutschen Kinos gelaufene Komödie Freitag der 13. des Regisseurs Erich Engels weiter genährt.Dem Volkskundler Stephan Bachter zufolge beruhe die große Popularität und die Annahme, dass dieser Glaube schon sehr alt sei, nur auf falschen Medienberichten, in denen die Beinahe-Katastrophe der Apollo-13-Mission oder der Börsenkrach (Schwarzer Freitag) diesem Unglücksboten zugewiesen wurde. Er führt den Aberglauben auf das sechste und siebente Buch Moses in der Fassung des Braunschweiger Planet-Verlages von 1949/50 zurück. Dort wird vor Unternehmungen an einem Freitag dem 13. gewarnt. Vorher sei diese Verbindung völlig unbekannt gewesen. Dieses Buch war allerdings viel zu spät erschienen, um der Ursprung sein zu können....

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Verbreitung und Bedeutung > Vorkommen in Liedern

Sport

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Am Freitag, dem 13. unterläuft dem finnischen Speerwerfer Tero Pitkämäki beim Leichtathletik-Meeting in Rom ein Fehler: Bei seinem dritten Versuch fliegt sein Speer viel zu weit nach links und trifft den französischen Weitspringer Salim Sdiri. Der Speer bohrt sich in seinen Rücken, als Sdiri zu einem Versuch anläuft. Sdiri zieht sich eine über 10 Zentimeter tiefe Wunde, sowie einen Nierenriss und ein Loch in der Lunge zu.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

Verbreitung und Bedeutung > Vorkommen in Filmen:
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Freitag der 13. , US-amerikanischer Horrorfilm, Remake von 1980, Regie Marcus Nispel

1980

Verbreitung und Bedeutung > Vorkommen in Filmen:
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Freitag der 13. , US-amerikanischer Horrorfilm, Regie Sean S. Cunningham

1953

Verbreitung und Bedeutung > Vorkommen in Filmen:
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Freitag, der 13. , tschechoslowakisches Drama, Regie Pa?o Bielik

1944

Verbreitung und Bedeutung > Vorkommen in Filmen:
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Freitag, der 13. , dänische Komödie, Regie Erich Engels

Häufigkeit

2013

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Eine genau gleich lange Differenz von 61 Wochen ergibt sich auch dann, wenn der 13. Juli ein Freitag ist und das folgende Jahr kein Schaltjahr ist. Dann ist erst der 13. September des Folgejahres wieder ein Freitag der 13. Dies war im Juli 2001/September 2002 der Fall, ebenso im Juli 2012/September

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