Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ist eine große deutsche Filmstiftung mit Sitz in Wiesbaden. Sie verwahrt einen bedeutenden Teil des nationalen Filmerbes: insgesamt rund 6000 Filme, vor allem aus der Zeit von 1920 bis 1960. Die Stiftung finanziert ihre Arbeit über die Auswertung dieser Bestände. Darunter befindet sich das von der Alliierten Hohen Kommission 1945 beschlagnahmte „reichseigene Filmvermögen“ – d. h. die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Umlauf befindlichen deutschen Filme und deren Verwertungsrechte. Oberstes Gremium ist ein Kuratorium aus Vertretern der privaten Filmwirtschaft und der öffentlichen Hand, Vorsitzender ist Christian Sommer. Geleitet wird die Stiftung von Ernst Szebedits als Vorstand.

Über die Pflege und Auswertung ihres Filmbestandes hinaus engagiert sich die Stiftung in unterschiedlicher Weise für Film als Kulturgut. Sie vergibt alljährlich den Murnau-Kurzfilmpreis, kooperiert unter anderem für Ausstellungen und mit Festivals sowie bei der Pflege des filmischen Erbes in digitalen Medien wie dem Aufbau des Internetportals filmportal.de. Seit 2009 bietet sie mit dem neu erbauten Deutschen Filmhaus renommierten Filminstitutionen ein gemeinsames Dach und betreibt dort mit dem Murnau-Filmtheater ein eigenes Kino. Im Jahr 2010 sorgten die aufwändigen Restaurierung von Metropolis und Die Nibelungen (beide Fritz Lang) für weltweite Aufmerksamkeit. Als erster Stummfilm kam Metropolis in seiner restaurierten Fassung im Mai 2011 bundesweit in die Kinos, im Oktober 2011 erschien er auf DVD und Blu-ray disc. Weitere digitale Restaurierungen von Filmen wie Das Cabinet des Dr. Caligari und Varieté folgten.

mehr zu "Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung" in der Wikipedia: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Geboren & Gestorben

1969

thumbnail
Geboren: Thomas Zeipelt wird in Marburg geboren. Thomas Zeipelt ist ein deutscher Jurist. Von Juni 2010 bis März 2011 leitete Thomas Zeipelt als Vorstand die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Die im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden ansässige Filminstitution pflegt einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes.

1951

thumbnail
Geboren: Ernst Szebedits wird geboren. Ernst Szebedits ist ein deutscher Filmproduzent und Pädagoge. Seit Juli 2011 leitet er als Vorstand die in Wiesbaden ansässige Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Er wurde vom Kuratorium der Filmstiftung unter dem Vorsitz von Eberhard Junkersdorf berufen.

D > Deutschland?Deutschland

2001

thumbnail
2001 – „Metropolis“ , Stummfilm von Fritz Lang, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden (Weltdokumentenerbe)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2012

Ehrung:
thumbnail
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Kurzfilmpreis (Amok (Kurzfilm))

2004

Ehrung:
thumbnail
Murnau-Kurzfilmpreis - Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (Dark Ages (Film))

2002

Auszeichnungen:
thumbnail
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis (Burkhard Feige)

2001

Ehrung:
thumbnail
Kurzfilmpreis der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung für Das Taschenorgan (Carsten Strauch)

2001

Ehrung:
thumbnail
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Bester Kurzfilm (Oliver Pautsch)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

thumbnail
Film: Steffi gefällt das ist ein deutscher Kurzfilm von Philipp Scholz aus dem Jahr 2012. Die fünfminütige Social-Media-Komödie wurde von der Hamburger Produktionsfirma The Fu King Production produziert und von der Filmförderungsanstalt gefördert. Weltpremiere feierte der Film im Juni 2012 auf dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney. Der Film lief unter anderem auf dem L.A. Shorts Fest, dem Giffoni Filmfest und dem Interfilm Festival in Berlin. Von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat Steffi gefällt das das „Prädikat besonders wertvoll“ erhalten und wurde in 2013 mit dem Murnau-Kurzfilmpreis der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ausgezeichnet. Von der AG Kurzfilm wurde der Film in den German Short Films 2013 Kurzfilmkatalog aufgenommen, der 100 hervorragende deutsche Kurzfilme umfasst und auf dem European Film Market der Berlinale präsentiert wurde.

Stab:
Regie: Philipp Scholz
Drehbuch: Philipp Scholz
Florian Gregor
Produktion: Florian Gregor
Musik: Micky Wolf
Kamera: Philipp Scholz
Schnitt: Philipp Scholz
Florian Gregor

1939

thumbnail
Film: Gold in New Frisco ist ein deutscher Abenteuerfilm mit vielen Westernelementen aus dem Jahr 1939. Regie führte Paul Verhoeven, in den Hauptrollen spielten Hans Söhnker, Alexander Golling und Otto Wernicke. Die Aufnahmen entstanden im österreichischen Lechtal. Uraufführung war am 20. Oktober 1939 in Berlin. Diskutiert wird der Film vor allem in Hinblick auf die hintergründig enthaltene nationalsozialistische Ideologie. So nannte ihn der film-dienst 1952 mittelmäßig, eine „Fabel vergeltender Gerechtigkeit“, bei der die wütende Volksmasse einen „Aussauger“ lynchen will. Die Macher hätten berechnend zur „Vermummung“ die Botschaft „auf amerikanisch“ gesagt, damit sie leichter ankomme. Das Bundesarchiv der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung schrieb anlässlich einer Vorführung 2011, der Film garantiere „Amüsement und Spannung“, verdeckt werde aber „verlockt und manipuliert“.

Stab:
Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Axel Eggebrecht Ernst Hasselbach
Produktion: Curt Prickler
für Bavaria Filmkunst
Musik: Norbert Schultze
Kamera: Carl Hoffmann (Leitung)Otto Baecker

Besetzung: Hans Söhnker, Alexander Golling, Otto Wernicke, Hilde Jansen, Ellen Frank, Annie Markart, Gustav Waldau, Paul Westermeier, Walter Lantzsch, Hans Hermann Schaufuss, Josef Eichheim, Danny Gürtler, Frank Loskarn, Reinhold Lütjohann, Ernst Martens, Walter Pose, Gerhard Bienert, Ludwig Schmid-Wildy

"Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung" in den Nachrichten