Friedrich I. (HRR)

Friedrich I., genannt Barbarossa (italienisch für roter Bart) (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Kleinarmenien), aus dem Adelsgeschlecht der Staufer war von 1147 bis 1152 als Friedrich III.Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.

Barbarossas Wahl war die Folge eines Interessenausgleichs mehrerer Fürsten. Die wohl bedeutendste Rolle spielte dabei sein Vetter Heinrich der Löwe, der als Folge der Absprachen eine königgleiche Stellung in Norddeutschland aufbauen konnte. Seine langjährige Förderung durch den König missachtete jedoch das Gleichgewicht hocharistokratischer Familienverbände und ließ den Löwen schließlich zum Störfaktor für die übrigen Reichsfürsten werden.

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Poltitik & Weltgeschehen

1159

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Ulrich I. von Dürrmenz wird als Nachfolger Rainald von Dassels Reichskanzler unter Kaiser Friedrich Barbarossa.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Um der wachsenden Einflussnahme durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Italien zu begegnen, schließen sich mehrere Städte Oberitaliens zum Lombardenbund zusammen.

Religion

1184

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Auf einem von Papst Lucius III. und Friedrich I. einberufenen Konzil von Verona werden die Häretiker gebannt und die Inquisition eingeführt.

Politik & Weltgeschehen

1181

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Belagerung Braunschweigs durch das Reichsheer Friedrich Barbarossas

1179

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Friedrich Barbarossa verleiht den Bischöfen von Brixen den Reichsfürstentitel.

1178

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Kaiser Friedrich I. wird König von Burgund.
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Ein durch den venezianischen Dogen Sebastiano Ziani vermittelter Friedensschluss zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Papst Alexander III. in Venedig führt zu einem Ende des Schismas (Kirchenspaltung). Der in der Schlacht von Legnano unterlegene Kaiser kann nicht mehr an Gegenpapst Calixt III. festhalten und anerkennt das Pontifikat Alexanders. Die jährlich stattfindende Festa della Sensa in Venedig erinnert an diesen außenpolitischen Erfolg des Dogen. Calixt III. kann sich noch ein Jahr in Albano halten, bevor er sich Alexander unterwirft.

1169

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Friedrich I. Barbarossa bewirkt, dass sein Sohn Heinrich als König gekrönt wird.

Europa

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Friede von Konstanz zwischen dem Lombardenbund und Kaiser Friedrich I. Barbarossa, in dem Hermann IV., Markgraf von Baden Bürge ist.
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Ein lombardisches Heer, an dessen Spitze sich Papst Alexander III. gesetzt hatte, besiegt die Streitmacht des Kaisers Friedrich I. Barbarossa in der Schlacht von Legnano.

1176

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Markgraf Herman IV. von Baden begleitet Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf mehreren Feldzügen nach Italien und ist Teilnehmer an der Schlacht von Legnano.

1174

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Kaiser Friedrich I. Barbarossa zieht erstmals vom Elsass aus über Burgund und den Mont-Cenis nach Italien, weil ihm der Weg über den Brennerpass verwehrt war.
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Kaiser Friedrich Barbarossa gewährt dem Bischof von Würzburg, Herold von Höchheim, auf einem in der Stadt abgehaltenen Reichstag das als Güldene Freiheit bezeichnete Privileg, das jedem Bischof künftig unter anderem die weltliche Gerichtsbarkeit auf seinem Territorium gestattet.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

Stadtrechte & Ersturkundliche Erwähnungen:
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Lübeck erhält durch Privileg des Kaisers Barbarossa eine Garantie seiner Rechte und seines Landgebietes (Barbarossa-Privileg).

Wirtschaft

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Hamburg erhält angeblich durch Friedrich Barbarossa einen Hafenfreibrief. Dieser stellt sich später als Fälschung heraus.

Kreuzzüge

Dritter Kreuzzug:
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Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich I. Barbarossa besiegt bei Ikonion das Heer des Sultans Kiliç Arslan II. und nimmt dessen Hauptstadt ein.
Dritter Kreuzzug:
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Mit dem Aufbruch des Heeres Friedrich Barbarossas in Regensburg beginnt der Dritte Kreuzzug.

Antike

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Heiliges Römisches Reich: Mit dem Tod Friedrichs II. endet die Blütezeit des mittelalterlichen deutschen Kaisertums. Beginn des Interregnums (bzw. 1254) im Heiligen Römischen Reich (bis 1273), Rückgang der Zentralgewalt zugunsten der Landesfürsten und Städte. Bald danach kommt die Sage seiner Wiederkehr auf (erst um 1500 auf Barbarossa übertragen).
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Heiliges Römisches Reich: Heinrich dem Löwen, Herzog von Bayern und Sachsen, werden seine Herzogswürde sowie seine Lehen entzogen und er fällt unter die Acht, nachdem er einem kaiserlichen Hilferuf nicht nachgekommen war. Kaiser Friedrich I. Barbarossa unternimmt zur Vollstreckung eine Reichsheerfahrt bis 1181.

1162

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Heiliges Römisches Reich: 26. März: Mailand wird nach fast einjähriger Belagerung durch Kaiser Friedrich Barbarossa von ihm und seinen lombardischen Bundesgenossen zerstört.

1153

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Heiliges Römisches Reich: 23. März: Im vom König Friedrich Barbarossa beeideten Vertrag von Konstanz sind für seine Kaiserkrönung die mit Papst Eugen III. ausgehandelten Bedingungen festgelegt.

"Friedrich I. (HRR)" in den Nachrichten