Fushë Kosova

Fush Kosova/Fush Kosov1
Kosovo Polje/?????? ????2
Wappen fehlt
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Basisdaten
Staat:Kosovo3
Bezirk:Pristina
Gemeinde:Fush Kosova
Koordinaten:4238?N, 216?OKoordinaten:4238?15?N, 215?39?O
Einwohner:34.718 (2011 )
Telefonvorwahl:+383 (0) 38
Kfz-Kennzeichen:01
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart:Grogemeinde
Gliederung:keine
Brgermeister:Burim Berisha(LDK)
Website:
1albanisch (unbestimmte / bestimmte Form),
2serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise)
3Die Unabhngigkeit des Kosovo ist umstritten. Serbien betrachtet das Land weiterhin als serbische Provinz.
Lage der Großgemeinde innerhalb Kosovos
Bild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)

Fushë Kosova (albanisch auch Fushë Kosovë; serbisch Косово Поље/Kosovo Polje, [ˈkɔsɔvɔ ˈpɔljɛ]) ist eine Kleinstadt und Amtssitz der gleichnamigen Großgemeinde im zentralen Kosovo, nur etwa fünf Kilometer südwestlich der Hauptstadt Pristina gelegen. 2011 zählte die Großgemeinde 34.718 Einwohner.



Inhaltsverzeichnis



Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kosovo Polje bedeutet Amselfeld; dies wird im Deutschen auch als Synonym für die gesamte Region verwendet. Der Begriff Kosovo geht auf die serbische Bezeichnung des Geländes zurück (Kos: „Amsel“, Polje: „Feld“, korrekt dekliniert Kosovo Polje), welcher übersetzt Amselfeld bedeutet, woher die öfters genutzte deutsche Bezeichnung herrührt.



Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 543 Meter über dem Meeresspiegel am Osthang eines durch den Fluss Sitnica gebildeten weitläufigen Tales. Am westlichen Stadtrand verläuft die Bahnlinie von Skopje nach Mitrovica, die früher über Kraljevo nach Belgrad führte. Hier kreuzt die Strecke von Westkosovo nach Pristina. An dieser Kreuzung liegt der Bahnhof von Fushë Kosova.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof von Fushë Kosova.
Bild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)

Die Stadt ist der wichtigste Knotenpunkt im Eisenbahnnetz der Eisenbahngesellschaft Trainkos. Hier kreuzen sich die Nord-Süd-Verbindung von Kraljevo in Westserbien nach Mazedonien sowie die Ost-West-Verbindung von Niš über Pristina nach Peja und Prizren. Der Bahnhof war bis zum Beginn der Jugoslawienkriege Haltebahnhof vieler Schnellzüge, so auch des Akropolis-Express von München Hbf nach Athen. Die übrigen Verbindungen sind zurzeit ohne Eisenbahnverkehr.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Ortes fand am 28. Juni 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld statt, einer der größten Schlachten jener Zeit, wo das serbische Heer unter der Führung des Fürsten Lazar Hrebeljanovićs, dem osmanischen Heer unter der Leitung von Murad I. gegenüberstand. Der Konflikt entstand aus dem offensiven Vorgehen der Osmanen gegen das unabhängige Serbische Reich. Murad I. versuchte das Reich der Oberhoheit des Osmanischen Reiches zu unterwerfen, Lazar Hrebeljanović leistete jedoch den anrückenden Osmanen erbitterten Widerstand, und schlug diese zuvor mehrmals. Die Schlacht auf dem Amselfeld leitet die zukünftige mehrere Jahrhunderte lange Herrschaft des Osmanischen Reiches über das Gebiet, die zuvor mehrere Jahrhunderte zum serbischen Herrschaftsgebiet gehörte. Während dieser Zeit etablierte sich auch der sunnitische Islam neben dem Serbisch-Orthodoxen und dem römisch-katholischen Christentum unter den Albanern, sowie unter manchen Serben in der Region. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gemischte Bevölkerung aus Serben und Albanern.

Bis zum Beginn des Kosovokrieges 1999 war Kosovo Polje mehrheitlich von Serben bewohnt, wobei sich der albanische Bevölkerungsanteil besonders in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts deutlich erhöht hatte. Dies führte bereits seit etwa 1981 zu Unruhen zwischen beiden Bevölkerungsgruppen. Einerseits fühlten sich die Serben in ihrer Vormachtstellung bedroht, andererseits wollten die Albaner ein größeres Mitspracherecht bei den politischen Entscheidungen haben. In dieser Atmosphäre hielt Slobodan Milošević 1987 im Kulturhaus der Stadt eine Rede. Einer aufgebrachten serbischen Menschenmenge verweigerte die mehrheitlich albanische Provinzpolizei dazu den Zutritt zum Gebäude. Als Milošević vor das Gebäude trat und die Menschen „Sie schlagen uns!“ riefen, antwortete er: „Niemand darf euch schlagen!“. Da dies von Fernsehkameras vor Ort dokumentiert und verbreitet wurde, wurde damit die nationalistische Stimmung in der damals autonomen Provinz weiter angeheizt.

Auch nach dem Kosovokrieg gab es weiterhin eine große serbische Bevölkerungsgruppe in der Stadt. Daneben gab es auch eine größere Roma-Siedlung. Im März 2004 wurde im Rahmen von Pogromen albanischer Nationalisten über 100 von Serben und Roma bewohnte Häuser niedergebrannt. Auch das Postamt, die serbische Schule und das serbische Krankenhaus gingen in Flammen auf. Danach floh der Großteil der serbischen Bevölkerung aus der Stadt, sodass heute nur noch eine Minderheit dort lebt.



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abVolkszhlung Kosovo 2011. Statistisches Bro des Kosovo, 2011, abgerufen am 9.April 2012 (PDF; 95kB, albanisch und englisch).

Lage der Großgemeinde innerhalb KosovosBild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Bild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)

Der Bahnhof von Fushë Kosova.Bild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Bild: Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch)

Fushë Kosova (albanisch auch Fushë Kosovë; serbisch Косово Поље/Kosovo Polje, [ˈkɔsɔvɔ ˈpɔljɛ]) ist eine Kleinstadt und Amtssitz der gleichnamigen Großgemeinde im zentralen Kosovo, nur etwa fünf Kilometer südwestlich der Hauptstadt Pristina gelegen. 2011 zählte die Großgemeinde 34.718 Einwohner.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1999

Gründung:
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Trainkos ist die Betreibergesellschaft der Eisenbahnen im Kosovo. Sie wurde 1999 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Fushë Kosova.

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