Gaius Iulius Caesar

Grüner Caesar, frühes 1. Jahrhundert n. Chr., Antikensammlung Berlin
Bild: Louis le Grand
Lizenz: Public domain

Gaius Iulius Caesar [ˈgaːjʊs ˈjuːlijʊs ˈkae̯sar] (deutsch: Gaius Julius Cäsar [ˈt͡sɛːzaɐ̯]; * 13. Juli100 v. Chr. in Rom; † 15. März 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum Ende der Römischen Republik beitrug und dadurch an ihrer späteren Umwandlung in ein Kaiserreich beteiligt war.

Der patrizischen Familie der Julier entstammend, absolvierte er die Ämterlaufbahn und gelangte durch ein Bündnis mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und dem erfolgreichen Militär Gnaeus Pompeius Magnus im Jahr 59 v. Chr. zum Konsulat. In den folgenden Jahren ging Caesar als Prokonsul in die nördlichen Provinzen Illyrien und Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein eroberte. Im anschließenden Römischen Bürgerkrieg von 49 bis 45 v. Chr. setzte er sich gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius und dessen Anhänger durch und errang die Alleinherrschaft. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius (später Kaiser Augustus) setzte das Prinzipat als neue Staatsform des Römischen Reiches endgültig durch.

mehr zu "Gaius Iulius Caesar" in der Wikipedia: Gaius Iulius Caesar

Geboren & Gestorben

87 v. Chr.

thumbnail
Gestorben: Gaius Iulius Caesar Strabo Vopiscus stirbt in Rom. Gaius Iulius Caesar Strabo Vopiscus war ein Politiker der späten römischen Republik. Er schrieb Tragödien im griechischen Stil und galt Cicero zufolge als humorvoller Redner. Seine Reden beeinflussten auch den späteren Diktator, seinen Verwandten Gaius Iulius Caesar. Aufsehen erregte er durch seinen Versuch, Konsul zu werden, ohne vorher die dafür notwendige Prätur bekleidet zu haben. Er starb wie sein Bruder Lucius bei der Eroberung Roms durch die Truppen des Marius.
thumbnail
Geboren: Gaius Iulius Caesar wird in Rom geboren. Gaius Iulius Caesar war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum Ende der Römischen Republik beitrug und dadurch an ihrer späteren Umwandlung in ein Kaiserreich beteiligt war.

thumbnail
Gaius Iulius Caesar war im Sternzeichen Krebs geboren.

Europa

238 v. Chr.

thumbnail
Östliches Mittelmeer: Ptolemaios III. Euergetes von Ägypten führt mit seinem Kanopus-Dekret einen Schalttag für jedes vierte Kalender-Jahr ein. Der Schalttag ist der sechste Epagomen-Tag am Ende des Jahres. Nach einiger Zeit wird diese Regelung jedoch von der politisch erstarkten Priesterschaft wieder abgeschafft. Erst von Sosigenes aus Alexandria wurde diese (vernünftige) Regelung wieder aufgegriffen und für die ("Julianische") KalenderreformJulius Caesars im Jahre 46 v. Chr. nutzbar gemacht. Das Kanopus-Dekret stellt außerdem den ältesten erhaltenen zweisprachig griechisch-ägyptischen Text (Bilingue) dar.

Gesellschaft & Soziales

84 v. Chr.

Gesellschaft:
thumbnail
Heirat von Julius Caesar und seiner Frau Cornelia.

Ereignisse

thumbnail
In der Vereinbarung von Lucca bestätigen Caesar, Pompeius und Crassus das erste Triumvirat.

59 v. Chr.

thumbnail
Gaius Iulius Caesar wird römischer Konsul. Millionen Sesterzen ebnen ihn den Weg ins höchste Staatsamt -doch die aufwendigen Feste und Gladiatorenspiele, Geschenke und Bestechungsgelder machen ihn zeitweilig zum größten Schuldner in Rom.

62 v. Chr.

thumbnail
Caesar wird Praetor.

Die Ermordung Caesars

44 v. Chr.

thumbnail
15. März: Iden des März: Gaius Iulius Caesar wird von mehreren Senatoren unter der Führung von Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus im Theater des Pompeius in Rom mit 23 Dolchstichen ermordet.

Religion

40 v. Chr.

thumbnail
Oktober: Marcus Antonius wird als erster Flamen Divi Iulii, Priester des Divus Iulius, des vergöttlichten Gaius Iulius Caesar, inauguriert.

Kunst & Kultur

1966

Wirkung > Caesar in den Künsten:
thumbnail
In dem Fernsehspiel Die Verschwörung zeichnete Walter Jens ein interessantes Bild des alten Caesar: In einer politischen Lage, aus der er keinen sinnvollen Ausweg mehr erkennt, inszeniert er, um nicht ruhmlos abzutreten, selbst die Verschwörung, der er zum Opfer fallen soll.

Politik & Weltgeschehen

thumbnail
Gaius Julius Caesar Octavianus, Großneffe von Julius Caesar, veranstaltet den ersten von drei aufeinander folgenden Triumphzügen in Rom. Dieser gilt dem Sieg über die dalmatinischen Stämme.
thumbnail
Mit dem dritten Triumphzug feiern die Römer die Eroberung Ägyptens durch Octavian. Der Feldherr wird Herrscher des Römischen Reiches. Im Anschluss an den dritten Triumphzug wird in Rom der Tempel des Divus Iulius zu Ehren des vergöttlichten Gaius Iulius Caesar geweiht.
thumbnail
In der Seeschlacht von Naulochoi vor der Nordspitze Siziliens vernichtet die Flotte von Caesars Großneffen und Adoptivsohn Octavian unter der Führung des Marcus Vipsanius Agrippa die Flotte des Sextus Pompeius.

42 v. Chr.

thumbnail
mutmaßlich am 23. Oktober - Die Caesar-AttentäterMarcus Iunius Brutus und Cassius werden mit ihren Heeren von den Verbänden des Triumvirats unter Oktavian, Marcus Antonius und Marcus Aemilius Lepidus zum Kampf gestellt. Cassius verliert gegen Marcus Antonius und begeht im Glauben, sein Mitstreiter Brutus habe die Schlacht gegen Oktavian ebenfalls verloren, Suizid.

45 v. Chr.

thumbnail
17. März: In der Schlacht von Munda/Hispanien besiegt DiktatorGaius Iulius Caesar die Söhne des Pompeius. Caesar wird Alleinherrscher im Römischen Reich (Diktator auf Lebenszeit).

Antike

thumbnail
Römisches Reich: Octavian gibt alle ihm während des Bürgerkriegs übertragenen Sonderrechte an den römische Senat und das Volk zurück und stellt so formal die republikanische Ordnung wieder her. Der Senat, das Repräsentationsorgan der (durch die Kämpfe seit Caesars Tod allerdings geschwächten) Elite Roms, erteilt ihm im Gegenzug die Befehlsgewalt über alle noch unbefriedeten Provinzen.

46 v. Chr.

thumbnail
Römisches Reich: Gaius Iulius Caesar tritt sein drittes Consulat an gemeinsam mit Marcus Aemilius Lepidus. Letzterer ist auch magister equitum für Caesar in dessen Eigenschaft als dictator.
thumbnail
Römisches Reich: Titus Labienus bleibt in der Schlacht von Ruspina dank zahlenmäßiger Überlegenheit Sieger über die Truppen Gaius Iulius Caesars, dessen Offizier er früher war. Ein Jahr später kommt er im laufenden Bürgerkrieg in der Schlacht von Munda gegen Caesar ums Leben.
thumbnail
Römisches Reich: Caesar besiegt die Anhänger des Senats unter Cato bei Thapsus (vgl. Afrikanischer Krieg) und erhält die Diktatur auf zehn Jahre verliehen.
thumbnail
Römisches Reich: Diktator Julius Caesar siegt in der Schlacht bei Zela über den Pontus-König Pharnakes II. Er kleidet seinen Erfolg in die Worte „Veni Vidi Vici“.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2011

thumbnail
Film: The Ides of March -Tage des Verrats (Originaltitel: The Ides of March; deutsch Iden des März …) ist der deutsche Titel eines US-amerikanischen politischen Films unter der Regie von George Clooney, der auf einem Drehbuch von Clooney und Grant Heslov basiert. Leonardo DiCaprio war an der Produktion beteiligt. Die Hauptdarsteller sind Clooney, Marisa Tomei, Paul Giamatti, Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman und Evan Rachel Wood. Es handelt sich um eine Adaption des Theaterstückes Farragut North von Beau Willimon. Titelgebend ist die Metapher der Iden des März, als 44 v. Chr. Gaius Iulius Caesar einer Verschwörung zum Opfer fiel.

Stab:
Regie: George Clooney
Drehbuch: George Clooney, Beau Willimon, Grant Heslov
Produktion: George Clooney,
Grant Heslov, Brian Oliver
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Phedon Papamichael
Schnitt: Stephen Mirrione

Besetzung: Ryan Gosling, George Clooney, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Max Minghella, Jeffrey Wright
thumbnail
Serienstart - Deutschland: Rom ist eine von HBO, der BBC und der RAI produzierte Fernsehserie, die am 28. August 2005 erstmals ausgestrahlt wurde und in vielen Ländern gesendet wird. Sie schildert in einer fiktiven Geschichte den Untergang der Römischen Republik und die Entstehung des Kaiserreichs unter Caesar und Augustus.

Genre: Historie, Drama
Idee: Anne Thomopoulos, John Milius
Musik: Jeff Beal

Besetzung: Kevin McKidd, Ray Stevenson, Ciarán Hinds, Kenneth Cranham, Polly Walker, James Purefoy, Tobias Menzies, Lindsay Duncan, Indira Varma, Max Pirkis, Simon Woods, Kerry Condon, Lyndsey Marshal, David Bamber, Max Baldry
thumbnail
Serienstart: Rom ist eine von HBO, der BBC und der RAI produzierte Fernsehserie, die am 28. August 2005 erstmals ausgestrahlt wurde und in vielen Ländern gesendet wird. Sie schildert in einer fiktiven Geschichte den Untergang der Römischen Republik und die Entstehung des Kaiserreichs unter Caesar und Augustus.

Genre: Historie, Drama
Idee: Anne Thomopoulos, John Milius
Musik: Jeff Beal

Besetzung: Kevin McKidd, Ray Stevenson, Ciarán Hinds, Kenneth Cranham, Polly Walker, James Purefoy, Tobias Menzies, Lindsay Duncan, Indira Varma, Max Pirkis, Simon Woods, Kerry Condon, Lyndsey Marshal, David Bamber, Max Baldry

2005

thumbnail
Wirkung > Filme und Fernsehen: Rom, Fernsehserie

2002

thumbnail
Film: Julius Caesar ist ein zweiteiliger Fernsehfilm aus dem Jahr 2002. Er berichtet vom Leben des römischen Politikers und Feldherrn Julius Caesar von 82 v. Chr. bis zu seinem Tod 44 v. Chr..

Stab:
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Peter Pruce Craig Warner
Produktion: Giuseppe Pedersoli Jonas Bauer
Musik: Carlo Siliotto
Kamera: Fabio Cianchetti
Schnitt: Mark Conte

Besetzung: Jeremy Sisto, Richard Harris, Christopher Walken, Valeria Golino, Christopher Noth, Heino Ferch, Tobias Moretti, Jay Rodan, Ian Duncan, Christian Kohlund, Nicole Grimaudo, Christopher Ettridge, Pamela Bowen, Samuela Sardo, Sean Pertwee

"Gaius Iulius Caesar" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16490-3 (Einführung).
  • Ernst Baltrusch (Hrsg.): Caesar. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-534-20111-2 (Reihe Neue Wege der Forschung).
  • Luciano Canfora: Caesar. Der demokratische Diktator. Beck, München 2001, ISBN 3-406-46640-0.
  • Karl Christ: Caesar. Annäherungen an einen Diktator. Beck, München 1994, ISBN 3-406-47288-5 (Darstellung des Caesar-Bildes seit der Antike in Wissenschaft und Kunst).
  • Karl Christ: Caesar. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian. 2. Auflage. Beck, München 2001, ISBN 3-406-42727-8, S. 13–25.
  • Werner Dahlheim: Julius Caesar. Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates. Schöningh, Paderborn 2005, ISBN 3-506-71981-5 (sehr gut lesbare Biografie, die ein sehr kritisches Caesarbild vermittelt).
  • Stephan Elbern: Caesar. Staatsmann, Feldherr, Schriftsteller. Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3826-4 (Reihe Zaberns Bildbände zur Archäologie).
  • Matthias Gelzer: Caesar. Der Politiker und Staatsmann. Franz Steiner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-515-09112-1 (Neudruck der Ausgabe von 1983; zuerst 1921; klassische, aufgrund der Nähe zu den Quellen noch heute wertvolle Darstellung).
  • Helga Gesche: Caesar (= Erträge der Forschung. Band 51). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1976, ISBN 3-534-05333-8 (ausführlicher Forschungsbericht, der rund 2000 Untersuchungen aus 50 Jahren verarbeitet).
  • Adrian Keith Goldsworthy: Caesar. The Life of a Colossus. Weidenfeld & Nicolson, London 2006, ISBN 0-297-84620-5 (vor allem in Hinblick auf Caesars Militäroperationen nützliche Darstellung).
  • Ulrich Gotter: Der Diktator ist tot! Franz Steiner, Stuttgart 1996 (befasst sich mit der Zeit unmittelbar nach Caesars Ermordung und der Entwicklung, die zu dieser geführt hatte).
  • Miriam Griffin (Hrsg.): A Companion to Julius Caesar. Blackwell, Oxford u. a. 2009 (enthält knappe, aber informative Beiträge zur Biographie, Geschichtsschreibung und Nachwirkung).
  • Martin Jehne: Caesar. 4., aktualisierte Auflage. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-41044-4 (Einführung).
  • Martin Jehne: Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde Individuum. Caesars Entscheidungen. dtv, München 2009, ISBN 978-3-423-24711-5 (problemorientierte, gut lesbare Studie).
  • Wolfgang Kofler: Caesar. In: Peter von Möllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis (Hrsg.): Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 8). Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, ISBN 978-3-476-02468-8, Sp. 207–228.
  • Christian Meier: Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar. Drei biographische Skizzen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-11038-1.
  • Christian Meier: Caesar. 4. Auflage. dtv, München 1997, ISBN 3-423-30593-2 (zuerst Berlin 1982; einflussreiche und stilistisch hervorragende Darstellung).
  • Markus Schauer: Der Gallische Krieg. Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68743-3 (behandelt anschaulich die Intentionen im literarischen Werk Caesars).
  • Barry Strauss: Die Iden des März. Protokoll eines Mordes. Aus dem Englischen von Cornelius Hartz. Theiss, Darmstadt 2016, ISBN 3-8062-3266-0 (befasst sich minutiös mit dem Mord an Caesar, den Folgen und den vorigen Entwicklungen).
  • Wolfgang Will: Julius Caesar. Eine Bilanz. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-17-009978-7 (mit Schwerpunkt auf finanziellen Aspekten).
  • Wolfgang Will: Veni, vidi, vici. Caesar und die Kunst der Selbstdarstellung (= Geschichte erzählt. Band 11). Primus, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89678-333-2.
  • Wolfgang Will: Caesar. Primus, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-89678-671-5 (Reihe Gestalten der Antike).

Weblinks