Galeerenstrafe

Die Galeerenstrafe war eine im Mittelmeerraum vom ausgehenden 15. bis ins 20. Jahrhundert hinein verhängte Strafe für diverse schwere Vergehen wie Hochverrat oder Mord. Sie bestand darin, dass die Verurteilten auf entsprechenden Ruderbänken sitzend und daran angekettet die Ruder im Inneren der Schiffe bedienen mussten. Die Galeerenstrafe diente als Ersatz für die Todesstrafe. Aber selbst als zeitlich beschränkte Strafe kam sie für viele einem verzögerten Todesurteil gleich.Auch Angehörige von Glaubensgemeinschaften wie den Schweizer Täufern (Mennoniten) oder den französischen Hugenotten wurden auf diese Weise bestraft.

Die Zahl der verhängten Urteile richtete sich nach dem Bedarf der Seemächte wie Genua oder Venedig, die die Verurteilten den jeweiligen Landesfürsten (auch aus Deutschland) abkauften.

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Sonstige Ereignisse

1670

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(ordonnance sur la réformation de la justice criminelle), das Strafrecht betreffend, regelt z. B. die Fragen von Galeerenstrafen und Hinrichtungen. (Code Louis)

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Jean Marteilhe stirbt in Culemborg. Jean Marteilhe war ein Hugenotte, der wegen seines evangelischen Glaubens zu lebenslanger Galeerenstrafe verurteilt worden war.

1684

Geboren:
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Jean Marteilhe wird in Bergerac geboren. Jean Marteilhe war ein Hugenotte, der wegen seines evangelischen Glaubens zu lebenslanger Galeerenstrafe verurteilt worden war.

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