Gallien

Als Gallien (lateinischGallia) bezeichneten die Römer den Raum, der überwiegend von jenem Teil der keltischen Volksgruppen besiedelt war, den die Römer Gallier(Galli) nannten. Caesar nennt außerdem Belger und Aquitanier (Belgae und Aquitani) als Bewohner des Gebiets.

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Frankenreich

486 n. Chr.

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Chlodwig I. besiegt in diesem oder im darauffolgenden Jahr (487) Syagrius, den letzten römischen Heerführer in Gallien, in der Schlacht von Soissons. Syagrius flieht zunächst zum westgotischen König Alarich II., der ihn aber schließlich an Chlodwig ausliefert, von dem er hingerichtet wird.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Camille Jullian stirbt in Paris. Louis Camille Jullian war ein französischer Althistoriker. Mit seinen ungemein wirkmächtigen Arbeiten zur vormittelalterlichen Geschichte Galliens beeinflusste er maßgeblich das Bild dieser Volksgruppe in Frankreich.
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Gestorben: Arbogast der Ältere stirbt. Arbogast der Ältere war ein römischer Feldherr fränkischer Herkunft. Er wurde durch Kaiser Theodosius I. zum Comes ernannt und damit zum eigentlichen Statthalter von Gallien.

46 v. Chr.

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Gestorben: Vercingetorix stirbt in Rom. Vercingetorix war ein Fürst der gallisch-keltischen Arverner, der 52 v. Chr. – im siebten Jahr des Gallischen Krieges – fast alle gallischen Völker zu dem letzten allgemeinen, aber erfolglosen Versuch vereinigte, ihre Unabhängigkeit gegen den Eroberer Gaius Julius Caesar zu verteidigen.

Europa

476 n. Chr.

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Westeuropa: Die Westgoten besiegen in Gallien die Franken und werden vorläufig zum mächtigsten Germanenstamm Westeuropas.

456 n. Chr.

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Aegidius wird römischer Magister militum im nördlichen Gallien.

418 n. Chr.

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In einem Föderatenvertrag weist Honorius den Westgoten Wohnsitze im südlichen Gallien zu. So entsteht in Aquitanien das Westgotenreich (Tolosanisches Reich um Tolosa, das heutige Toulouse).

406 n. Chr.

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Wahrscheinlich am 31. Dezember fallen Vandalen, Alanen, Sueben und Alamannen gemeinsam über den Rhein in Gallien ein. Die Kontrolle der römischen Rheingrenze bricht nach dem Rheinübergang von 406 vorübergehend zusammen, die römische Rheinflotte hört auf zu existieren.

21 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Weitere Ereignisse im Römischen Reich: Juni 44/43 v. Chr.: Lucius Munatius Plancus, Statthalter von Gallien, gründet die Kolonie Augusta Raurica, das heutige Augst in der Schweiz. (44 v. Chr.)

Natur & Umwelt

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Sonnenfinsternis im südlichen Gallien und der Toskana.

Politik & Weltgeschehen

516 n. Chr.

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Der dänische Kleinkönig Chlochilaicus überfällt Gallien (zwischen 516 und 522).

468 n. Chr.

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Der westgotische König Eurich bricht den Vertrag mit dem weströmischen Reich und macht sich an die Eroberung der letzten verbliebenen römischen Stützpunkte in Süd-Gallien.

429 n. Chr.

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Weströmischer Feldzug gegen die Westgoten in Gallien.

425 n. Chr.

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Der Feldherr Flavius Aëtius trifft mit einer Hilfstruppe von 60.000 Hunnen in Nord-Italien ein, die eigentlich zur Unterstützung von Johannes gedacht waren; dieser wurde aber bereits wenige Tage zuvor getötet, sodass sich Aetius mit seiner Armee den neuen Machthabern zur Verfügung stellt. Galla Placidia ernennt ihn daraufhin zum Magister Militum für Gallien.

412 n. Chr.

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Die Westgoten unter Athaulf ziehen von Italien ins südliche Gallien weiter.

Antike

293 n. Chr.

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Römisches Reich: Der neue Caesar Constantius greift den abtrünnigen Carausius an, der sich seit Jahren als Herrscher über Britannien und Nordgallien behauptet. In der Hafenstadt Bononia, heute Boulogne-sur-Mer, werden die Abtrünnigen besiegt und ihre Herrschaft über Gallien wird beendet.

258 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Weitere Gruppen der Franken dringen über den Rhein nach Westen Richtung Gallien vor.

257 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Fränkische Scharen dringen in den Nordwesten des Reichs ein, plündern Städte in Gallien und sogar Tarraco in Tarraconensis. Die Alamannen überqueren die Alpen und dringen nach Italia vor. Der Obergermanisch-Raetische Limes muss als Außengrenze Roms aufgegeben werden. In der Folgezeit beginnt der Aufbau des Donau-Iller-Rhein-Limes.Die Überreste des Obergermanisch-Raetischen Limes sind seit 2005 auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

17 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Provinz Gallien wird in Gallia Belgica (Hauptstadt: Durocortorum), Gallia Lugdunensis (Hauptstadt: Lugdunum) und Gallia Aquitania (Hauptstadt: Mediolanum Santonum) aufgeteilt. Zu Gallia Belgica gehört auch der Heeresbezirk, aus dem später die Provinzen Germania inferior und Germania superior gebildet werden.

43 v. Chr.

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Römisches Reich: Gründung von Lugdunum (Lyon, Gallien)

Ereignisse

508 n. Chr.

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Der König der Ostgoten, Theoderich der Große greift verspätet in die Auseinandersetzungen in Süd-Gallien nach der Schlacht von Vouillé ein. Chlodwig hatte die Burgunden mit der Zusage auf Arles und Narbonne als Verbündete gewinnen können. Aquitanien geht den Goten verloren, doch gelingt es immerhin, Septimanien mit Narbonne dem Westgotischen Reich zu erhalten, sodass die Franken keinen Zugang zum Mittelmeer erhalten, während Theoderich die Provence östlich der Rhône einschließlich Arles und Avignon seinem ostgotischen Reich zuschlägt.

464 n. Chr.

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Nach dem Tod des Heerführers Aegidius tritt dessen Sohn Syagrius (vielleicht aber auch erst der Befehlshaber Paulus) dessen Nachfolge in der gallo-römischen Enklave im Norden Galliens an (Gebiet zwischen Loire und Somme). Er residiert in Soissons.

407 n. Chr.

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Verlegung römischer Truppenteile unter Konstantin III. von Britannien nach Gallien, was allgemein als Beginn des Abzugs der römischen Truppen aus Britannien gesehen wird.

402 n. Chr.

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Der Verwaltungssitz der Präfektur Gallien wird von Trier nach Arles verlegt.

341 n. Chr.

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Kaiser Constans verbietet in Gallien heidnische Opfer.

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