Gegenpapst

Als Gegenpapst (lateinisch pseudopapa, antipapa) wird eine Person bezeichnet, die während der Amtszeit eines kanonisch gewählten Papstes (der also nicht verstorben ist und auch nicht abgedankt hat), und in Gegensatz zu diesem, von bestimmten Autoritäten zum Papst ernannt wurde. Im weiteren Sinne werden auch ernannte Nachfolger verstorbener Päpste, deren Anspruch nicht akzeptiert wurde und die einem später eingesetzten, aber anerkannten Papst unterlagen, als Gegenpäpste eingestuft.

Durch Begriffsunschärfe, Parteilichkeit, unklaren Wahl- und Ernennungsmodus sowie lückenhafte Überlieferung schwankt die Anzahl der historisch wahrgenommenen Gegenpäpste; die Angaben liegen zwischen 25 und 40. Bei einigen Päpsten ist schwierig festzustellen, ob sie rechtmäßig oder unrechtmäßig im Amt waren. Gegenpäpste, die wie etwa Sergius III. später zum legitimen Papst wurden, werden nicht immer als Gegenpapst gezählt. Manche Gegenpäpste wie etwa Benedikt X. oder Johannes XVI. wurden zumindest von den nächsten Päpsten mit demselben Papstnamen als legitim anerkannt und gingen so in die Zählung der jeweiligen Papstnamen ein.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alexander VI. stirbt in Rom. Alexander VI. war von 1492 bis 1503 Papst. Er war nicht nur einer der schillerndsten Päpste, sondern auch ein Renaissancefürst und Machtpolitiker. Er entstammte der für ihren Hang zur Korruption bekannten Familie Borgia. Nach dem Jurastudium in Bologna wurde er Bischof, dann Kardinal und zuletzt päpstlicher Verwalter. Jahrzehntelang arbeitete Rodrigo de Borja darauf hin, die Tiara zu erlangen, bis er am 11. August 1492 als Papst aus dem Konklave hervorging. Nach heutiger Auffassung müsste er eigentlich Alexander V. heißen, weil der vorhergehende Papst dieses Namens seit dem 20. Jahrhundert als ein Gegenpapst angesehen wird.
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Gestorben: Felix V. (Gegenpapst) stirbt in Genf. Amadeus VIII., genannt „der Friedfertige“, war Herzog von Savoyen und später als Felix?V. der letzte katholische Gegenpapst.
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Geboren: Alexander VI. wird in Xàtiva bei València geboren. Alexander VI. war von 1492 bis 1503 Papst. Er war nicht nur einer der schillerndsten Päpste, sondern auch ein Renaissancefürst und Machtpolitiker. Er entstammte der für ihren Hang zur Korruption bekannten Familie Borgia. Nach dem Jurastudium in Bologna wurde er Bischof, dann Kardinal und zuletzt päpstlicher Verwalter. Jahrzehntelang arbeitete Rodrigo de Borja darauf hin, die Tiara zu erlangen, bis er am 11. August 1492 als Papst aus dem Konklave hervorging. Nach heutiger Auffassung müsste er eigentlich Alexander V. heißen, weil der vorhergehende Papst dieses Namens seit dem 20. Jahrhundert als ein Gegenpapst angesehen wird. Alexander war der letzte Spanier, der zum Papst gewählt wurde.
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Gestorben: Benedikt XIII. (Gegenpapst) stirbt in Peñíscola. Benedikt XIII., eigentlich Pedro Martínez de Luna y Gotor oder Pedro de Luna, auch Papa Luna genannt, war während des Abendländischen SchismasGegenpapst (Papst avignonesischer Obödienz) von 1394 bis 1423.
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Gestorben: Alexander V. (Gegenpapst) stirbt in Bologna. Pietro Philargi von Candia (eigentlich: Petros Philargis de Candia oder Philaretos) war von 1409 bis 1410 als Alexander V. Gegenpapst zu Gregor XII. in Rom und Benedikt XIII. in Avignon.

Bekannte Namensträger > Päpste

687 n. Chr.

Europa

1084

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31. März: GegenpapstClemens III. krönt Heinrich IV. in Rom zum Kaiser und seine Frau Bertha zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs.

1080

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Erzbischof Wibert von Ravenna wird als Clemens III. zum Gegenpapst gewählt.
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Ein Teil des römischen Klerus wählt nach dem Tod von Zosimus Eulalius zum Bischof von Rom. Dieser wird jedoch heute als Gegenpapst angesehen.

Politik & Weltgeschehen

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Clemens VII. wird Gegenpapst.
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Das Volk in Rom wählt auf Betreiben Kaiser Ludwigs des Bayern den Franziskanermönch Pietro Rainalducci als Nikolaus V. zum Gegenpapst.

537 n. Chr.

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29. März: Der oströmische Kaiser Justinian I. setzt Vigilius als Gegenpapst gegen den ostgotenfreundlichen Papst Silverius ein; er erhofft sich von diesem die Anerkennung der monophysitischen Lehre.

Religion

1449

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GegenpapstFelix V. tritt im Alter von 66 Jahren zurück. Nikolaus V. wird vom Konzil in Lausanne anerkannt. Das Konzil löst sich auf und markiert das Ende der Konzilperiode.
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Nach dem Tod von GegenpapstBenedikt XIII. folgt ihm in dieser Funktion der von drei der vier von ihm ernannten Kardinäle gewählte Gil Sánchez Muñoz y Carbón als Clemens VIII. nach.

1413

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Beginn der Disputation in Tortosa, Spanien über den wahren Inhalt der jüdischen Religion. Dauer bis 1414. Leitung zeitweise unter GegenpapstBenedikt XIII.
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Abendländisches Schisma: Nach dem Tod von GegenpapstAlexander V. wird Baldassare Cossa zu seinem Nachfolger gewählt. Er nennt sich Johannes XXIII. und wird am 24. Mai zum Priester geweiht. Tags darauf wird er zum Bischof erhoben und am selben Tag als Papst gekrönt. Sein Papstsitz ist zunächst Bologna.
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Lando von Seeze wird als Innozenz III.Gegenpapst zu Papst Alexander III.

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