Geheime Staatspolizei

Die Geheime Staatspolizei, kurz Gestapo genannt (bis 1936 auch Gestapa, für Geheimes Staatspolizeiamt), war ein kriminalpolizeilicher Behördenapparat und die Politische Polizei während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Sie entstand kurz nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 aus der Preußischen Geheimpolizei sowie aus den entsprechenden Bereichen der Polizei der Länder der Weimarer Republik. 1939 wurde die Gestapo in das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) (Amt IV) eingegliedert. Als Instrument der NS-Regierung besaß sie weitreichende Machtbefugnisse bei der Bekämpfung politischer Gegner. In den Nürnberger Prozessen wurde sie zu einer verbrecherischen Organisation erklärt. Berüchtigt war die Gestapo für ihre brutalen Folter- und Ermittlungsmethoden, um beim Verhör Aussagen zu erzwingen.

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Zeittafel

1938

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Der Betrugsprozess vor dem Landgericht Wien beginnt am 7. Januar und endet am 10. Februar mit einem Freispruch für Jacob und einer Verurteilung der Halbschwester zu zwei Jahren schweren Kerkers. Die Mutter erhält eineinhalb Jahre Haft. Trotz des Freispruchs großer Reputationsverlust für Jacob, denn die Medien berichten während des ganzen Prozesses ausführlich und – zumindest teilweise – bissig. Am 22. März, unmittelbar nach dem „Anschluss“ Österreichs, nimmt die Gestapo Jacob fest. Am 1. April ist er beim 1. Wiener Transport von „Schutzhäftlingen“ ins KZ Dachau dabei. Am 23. September wird er mit 1200 weiteren Häftlingen in das KZ Buchenwald überstellt. Zwei Tage zuvor, am 21. September, nimmt sich die Halbschwester Alice in Wien das Leben. (Heinrich Eduard Jacob)

Politik & Weltgeschehen

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Klaus Barbie, früherer Gestapo-Chef in Lyon und ein als Schlächter von Lyon bezeichneter NS-Kriegsverbrecher, wird in Bolivien festgenommen, wo er als Klaus Altmann lebte.
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Das Deutsche Reich & dessen Expansion: Das Auswärtige Amt des Deutschen Reiches verfügt die „vollständige Ausweisung aller Juden polnischer Staatsangehörigkeit“. Noch am selben Abend beginnt die Gestapo in Deutschland in aller Öffentlichkeit mit den Verhaftungen. In der „Polenaktion“ werden in der folgenden Nacht 17.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder nach Polen deportiert.

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