Gengenbach

Gengenbach ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.



Geschichte




Eine Siedlung im Stadtgebiet in der Römerzeit ist durch einen 1974 entdeckten und im 2. Jahrhundert n. Chr. betriebenen Ziegelbrennofen belegt, der wahrscheinlich zu einem römischen Gutshof gehörte.Im Umfeld des Benediktinerklosters Gengenbach bildete sich aus einer bäuerlichen Ansiedlung mit grundherrschaftlichem Markt im Verlauf des hohen Mittelalters die Stadt Gengenbach aus. Zu 1231 ist das opidum Gengenbach erstmals belegt, 1366 wurde Gengenbach Reichsstadt. Das reichsstädtische Territorium umfasste die Dörfer Reichenbach, Schwaibach, Ohlsbach und Bermersbach als „Landstäbe“. Seit 1500 gehörte der Ort zum Schwäbischen Reichskreis. Pfarrkirche war bis 1803 die Martinskirche außerhalb des Mauerrings, von dem Schwedenturm, Obertor, Kinzigtor und Niggelturm (14. bis 16. Jahrhundert) erhalten geblieben sind.Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt belagert und verwüstet. Am 1. März 1643 wurde in der Nähe der Stadt eine reitende Abteilung der Weimarischen Armee gesichtet, welche unter dem Kommando Bernhards von Weimar ihr Lager aufschlug. Selbiger Reitertrupp wurde von einer von Offenburg kommenden 100 Mann starken Kavallerie-Einheit (unter Oberstleutnant Beysinger) das Kinzigtal hinauf bis kurz vor Haslach gejagt. In Haslach lagerte allerdings eine andere Abteilung der Weimarischen Armee. Diese nahm die 100 Mann Beysingers gefangen, während Letzterer entkommen konnte. Am 2. März 1643 begann eine ca. 1000 Mann starke Kavallerieeinheit der Schweden (unter Obrist Roßwurm) mit der Belagerung Gengenbachs. Am 3. März folgte der Rest der Armee unter dem Oberkommando des Generals Graf von Guébriant, welcher die Wehranlagen mit Artillerie beschießen ließ. Der General zwang den Kommandanten der Wehranlagen, Michael Schöffen, zum Abzug, der dies auch sofort tat, auf Grund einer Geiselnahme des Generals. Als die 70 Soldaten Schöffels abgezogen waren, ließ Guébriant seine schottischen Söldner die Stadt plündern. Mehrere Türme und Abschnitte der Wehrmauer wurden gesprengt.Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697) führte zur fast völligen Zerstörung Gengenbachs.1803 wurde die Stadt dem Großherzogtum Baden eingegliedert. Sie wurde zunächst Sitz des Amtes Gengenbach, das 1872 dem Bezirksamt Offenburg (ab 1939: Landkreis Offenburg) zugeschlagen wurde. Seit 1973 gehört sie zum Ortenaukreis.

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Geboren & Gestorben

1994

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Geboren: Adel Mohsin wird in Gengenbach geboren. Adel Ferenc Mohsin ist ein deutscher Musiker. Er ist international als Pianist tätig.
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Geboren: Patrick Lienhard wird in Gengenbach geboren. Patrick Lienhard ist ein deutscher Fußballspieler, der seit 2015 für Eintracht Trier aktiv ist.
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Gestorben: Emil Joseph Diemer stirbt in Fußbach/Gengenbach. Emil Joseph Diemer war ein deutscher Schachspieler und -autor. Diemer schrieb seinen zweiten Vornamen häufig Josef.
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Geboren: Michael Müller (Fußballspieler, 1989) wird in Gengenbach geboren. Michael Müller ist ein deutscher Fußballspieler. Der Torwart spielt seit 2012 für den 1.?FC Saarbrücken
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Gestorben: Otto Albrecht Isbert stirbt in Gengenbach im Schwarzwald. Otto Albrecht Isbert war ein elsäßisch-deutscher Yogalehrer und Yogaschriftsteller. Er war der Sohn des preußischen Generalmajors Karl Isbert und der Hedwig Körthing. 1925 heiratete er die Kindergärtnerin Wilhelmine Karl (19011986). Zusammen hatten sie zwei Söhne: Christian Ehrenfried Isbert (1929–1986) und Andreas Isbert (* 1930).

Europa

1231

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Bingen, Bojendorf auf Fehmarn, Dinklage, Hochberg, Homberg (Efze), Horw, Kallnach, Gengenbach, Leuggern, Niendorf auf Fehmarn, und am 28. Oktober 1231 Eldingen Kr. Celle werden erstmals urkundlich erwähnt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1699

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke:
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Alte Kanzlei

Persönlichkeiten > Söhne und Töchter der Stadt

1923

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Antonius Wallenstein (* 20. Januar 1890; ??? 28. Dezember 1964 auf dem Abtsberg bei Gengenbach), katholischer Ordenspriester, geistlicher Schriftsteller. Werke (Auswahl): Das Problem der Willensfreiheit unter besonderer Hervorkehrung der methodischen Gesichtspunkte, in: PhJ 36 , 1-24 (Auszüge seiner Dissertation); Katechismus der christlichen Vollkommenheit, Freiburg 1930 (2. Aufl. 1936); Kindheit und Jugend als Erziehungsaufgabe, Freiburg 1951; Klarheit über Gott, Leutesdorf 1959. (Rüdesheim am Rhein)

Geschichte > Die Reichsschultheißen bis 1810

1786

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Franz Anton Rienecker aus Gengenbach

1781

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Victor Kretz, Schultheißen-Amtsverwalter

1771

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Anton Seger aus Gengenbach

1761

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Franz Karl Rienecker aus Offenburg

1752

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Johann v. Bender aus Gengenbach

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1986

Ehrung:
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Otto Ernst Sutter-Gedenkmedaille der Stadt Gengenbach (André Weckmann)

Politik & Weltgeschehen

1996

Politik > Bürgermeister:
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Michael Roschach

1980

Politik > Bürgermeister:
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Jürgen Eggs

1971

Politik > Bürgermeister:
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Otto Fellhauer (SPD)

1946

Politik > Bürgermeister:
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Erhard Schrempp (CDU)

1945

Politik > Bürgermeister:
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Julius Bruder sen. (Amtsverweser)

Persönlichkeiten > Ehrenbürger Gengenbach

1997

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Marta Schanzenbach (1907–); Politikerin (SPD), MdB 1949–1972, Fürsorgerin, AWO

1989

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Helmut Eberwein (1913–2002); Geistlicher Rat, Dekan, 1964– Pfarrer an St. Marien (Klosterkirche), zum Ehrenbürger ernannt

1969

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Otto Ernst Sutter (1884–1970); Dipl. Ing., Schriftsteller

1949

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Franz Hasselbach (1878–1957); Oberlehrer

1948

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Ignaz Blöder (1864–1951); Stadtpfarrer Gengenbach 1914–1935

Kunst & Kultur

2003

Kunstgeschichtliches Werk > Kunstführer:
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Gengenbach, Prälatenturm (Hermann Brommer)

1986

Kunstgeschichtliches Werk > Kunstführer:
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Gengenbach, Kirchen und Kapellen (Hermann Brommer)

Persönlichkeiten > Träger des Bundesverdienstkreuzes

2009

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Rita Böhm (soziales Engagement für Mitbürger)

2008

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Reinhard End (Leitung Museum Haus Löwenberg)

2008

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Barbara End (Leitung Museum Haus Löwenberg)

2007

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Ernst Discher (langjähriger Gemeinderat)

2005

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Ingeborg Schäuble

"Gengenbach" in den Nachrichten