Genus

Das Genus (Plural: Genera; von lateinischgenus „Art, Gattung, Geschlecht“, als grammatischer Fachausdruck in Anlehnung an altgriechischγένοςgenos), oder deutsch das grammat[ikal]ische Geschlecht, ist eine in vielen Sprachen vorkommende Klassifikation von Substantiven, denen jeweils ein Genus zugeordnet ist. Dieses beeinflusst dann die Wortform anderer Wörter (Kongruenz), die sich auf das Substantiv beziehen, wie beispielsweise Artikel, Adjektive und Pronomen. Eine Sprache hat also ein Genussystem, wenn es derartige Kongruenzregeln gibt, aus denen man verschiedene Klassen von Substantiven ersieht. Die Klassifikation der Substantive, die sich an der Kongruenz zeigt, kann die Deutung von Pronomina unterstützen: In einer Konstruktion wie der Deckel der Kiste, der/die grün gestrichen ist weiß man nur durch das Genus des Relativpronomens, worauf sich der Relativsatz bezieht.

Im Deutschen und anderen Sprachen gibt es Genera, die die Namen der biologischen Geschlechter „männlich / maskulin“ oder „weiblich / feminin“ tragen. Es besteht dabei durchaus bei vielen Wörtern ein gewisser Zusammenhang zwischen biologischem und grammatischem Geschlecht (siehe hier). Das Genus bezeichnet jedoch nicht biologische oder andere Eigenschaften des mit dem Wort bezeichneten Lebewesens, Gegenstands oder Begriffs, sondern nur die Weise der Kongruenz anderer Wörter. Auch bezeichnen die meisten maskulinen und femininen Wörter etwas, das gar kein biologisches Geschlecht hat. In anderen Genussystemen braucht die Zuordnung der Genera zu den Substantiven überhaupt nichts mit biologischen Geschlechtern zu tun zu haben.

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Das deutsche Unternehmen Aixtron in Aachen übernimmt das in Kalifornien ansässige Unternehmen Genus für 117,7 Millionen Euro.

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