Germanen

Als Germanen wird eine Gruppe von ehemaligen Stämmen in Mitteleuropa und im südlichen Skandinavien bezeichnet, deren Identität in der Forschung traditionell über die Sprache bestimmt wird. Kennzeichen der germanischen Sprachen sind unter anderen bestimmte Lautwandel gegenüber der rekonstruierten indogermanischen Ursprache, die als germanische oder erste Lautverschiebung zusammengefasst werden. Das von den Germanen bewohnte Siedlungsgebiet wird entsprechend als Germanien bezeichnet.

Ab der Zeitenwende prägte der Kontakt mit den Römern die germanische Welt, wie auch die Entwicklung des Römischen Reiches sich zunehmend mit der germanischen Welt verband. In der Spätantike kam es im Verlauf der Völkerwanderung zu weitreichenden Zügen mehrerer germanischer Stämme (gentes), die teilweise größere Verbände bildeten (siehe Ethnogenese), schließlich und endlich zu deren Einfall in das Römische Reich. Einige dieser Gruppen gründeten Reiche nach antikem römischen Vorbild auf dem Boden des Westreiches, das um das Jahr 476 unterging. Elemente der germanischen Religion und des religiösen Brauchtums wurden unter anderem durch Akkommodation in das angenommene Christentum übertragen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Walter Sommer (Ernährungsforscher) stirbt. Walter Sommer, war ein deutscher Germanen- und Runenforscher, Lebensreformer, Ernährungsforscher und Begründer einer eigenen Lebensschule. Als Anhänger des Veganismus und dem Verzehr von Rohkost. Seit 1924 gilt er als der Veganer mit der längsten veganen Ernährungsperiode.
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Geboren: Walter Sommer (Ernährungsforscher) wird geboren. Walter Sommer, war ein deutscher Germanen- und Runenforscher, Lebensreformer, Ernährungsforscher und Begründer einer eigenen Lebensschule. Als Anhänger des Veganismus und dem Verzehr von Rohkost. Seit 1924 gilt er als der Veganer mit der längsten veganen Ernährungsperiode.
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Gestorben: Chlodwig I. stirbt bei Paris. Chlodwig I. war ein fränkischer König bzw. rex aus der Dynastie der Merowinger. Er unterwarf alle anderen fränkischen reges sowie weitere germanische Stämme gewaltsam. Daher wird er als Begründer des Frankenreichs angesehen, zu dessen Hauptstadt er Paris machte. Seinen Übertritt zum Katholizismus (und nicht wie bei den Germanen damals üblich zur arianischen Form des Christentums) vollzog er wohl nach seinem Sieg über die Alamannen in der Schlacht von Zülpich. Dieser Schritt war eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Geschichte. Als Herrscher in einer Umbruchszeit, dem es gelang, von einem fränkische Söldner (foederati) kommandierenden Warlord zu einem faktisch unabhängigen Herrscher aufzusteigen, knüpfte er einerseits an spätantike römische Traditionen an, in die er sich selbst einordnete, andererseits leitete er Entwicklungen ein, die zur Herausbildung der frühmittelalterlichen Verhältnisse beitrugen.

466 n. Chr.

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Geboren: Chlodwig I. wird geboren. Chlodwig I. war ein fränkischer König bzw. rex aus der Dynastie der Merowinger. Er unterwarf alle anderen fränkischen reges sowie weitere germanische Stämme gewaltsam. Daher wird er als Begründer des Frankenreichs angesehen, zu dessen Hauptstadt er Paris machte. Seinen Übertritt zum Katholizismus (und nicht wie bei den Germanen damals üblich zur arianischen Form des Christentums) vollzog er wohl nach seinem Sieg über die Alamannen in der Schlacht von Zülpich. Dieser Schritt war eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Geschichte. Als Herrscher in einer Umbruchszeit, dem es gelang, von einem fränkische Söldner (foederati) kommandierenden Warlord zu einem faktisch unabhängigen Herrscher aufzusteigen, knüpfte er einerseits an spätantike römische Traditionen an, in die er sich selbst einordnete, andererseits leitete er Entwicklungen ein, die zur Herausbildung der frühmittelalterlichen Verhältnisse beitrugen.

37 n. Chr.

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Gestorben: Marbod stirbt n. Chr. in Ravenna. Marbod, lateinisch Maroboduus, war der bedeutendste markomannische Herrscher. Im Jahre 8 v. Chr. wurde Marbod König der Markomannen, eines suebischen Volksstammes der Germanen, der im Maingebiet siedelte.

Politik & Weltgeschehen

399 n. Chr.

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Der pro-germanische starke Mann am oströmischen Hof, Eutropius, wird gestürzt und ermordet.

84 n. Chr.

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Kaiser Domitian lässt zwischen dem mittleren Rhein und oberer Donau einen römischen Befestigungswall, den Obergermanisch-Rätischen Limes, gegen die Germanen bauen.

17 v. Chr.

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Die Clades Lolliana endet mit einer Niederlage der Römer gegen die germanischen Völker.

53 v. Chr.

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Zweiter Rheinübergang Caesars. Er gewinnt die germanischenUbier als Bundesgenossen. Nach der Unterwerfung der gallischen Nobilität scheint ganz Gallien befriedet.

Europa

5 n. Chr.

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Die germanischen StämmeKimbern und Chatten schicken Botschafter nach Rom.

222 v. Chr.

Westliches Mittelmeer:
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Sieg der Römer unter Marcus Claudius Maecellus über die keltischen Insubrer unter Viridomarus (fällt im Kampf) in der Schlacht von Clastidium (heute: Casteggio). Damit ist das später Gallia Cisalpina genannte Gebiet der Po-Ebene unter römischer Herrschaft; auch die Veneter, traditionell römische Verbündete, anerkennen die römische Oberhoheit. In den fasti triumphales zur Schlacht werden erstmals Germanen erwähnt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1934

Werk:
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Der vergessene Kaiser – über Kaiser Diokletian sowie römische und germanische Geschichte des 3. Jahrhunderts (Gerhard Bohlmann)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2008

Moderner Film:
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arte.tv? : Die Germanen, vierteilige ARD-Dokumentation über Kultur und Lebensweise der Germanen. Regisseure: Christian Twente, Stephan Koester, Schoko Okroy, Alexander Hogh; Erschienen

Antike

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Römisches Reich: Stilicho wird Opfer einer Intrige: Als Sohn eines Vandalen ohnehin der Germanenfreundlichkeit verdächtig, wird ihm nunmehr von einigen Senatoren außerdem vorgeworfen, er erstrebe für seinen Sohn Eucherius die Kaiserkrone; er wird wegen Hochverrats hingerichtet, etwas später auch seine Frau Serena. In der Folge fehlt es Westrom an einem fähigen Feldherrn, der Alarich I. ebenbürtig wäre.

274 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Germanen nutzen die Schwäche der Römer im Westen ihres Reichs aus und überschreiten den Rhein. Unter anderem wird auch die Legio I Minervia in ihrem Lager Bonna angegriffen. Erst 20 Jahre später kann die Rhein-Grenze wiederhergestellt werden. Von nun an siedeln Franken auf dem Gebiet der heutigen Niederlande, Belgiens und im Rheinland. Der Statthalter der Provinz Belgica, Faustinus, erhebt sich gegen Tetricus I. Dieser kann nicht mehr eingreifen.

171 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Römer können die seit 166 eingefallenen Germanen im ersten Markomannenkrieg vertreiben und errichten die Castra Regina (heute Regensburg).

71 n. Chr.

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Römisches Reich: Colonia Ulpia Traiana (Xanten) wird nach der Neuerrichtung des Legionslagers Vetera II wiederbegründet und ein Handelsplatz für Germanen. In der neuen Stadt mit Wasserleitung, Kanalsystem und Straßennetz, werden Tempel, ein Forum und Amphitheater errichtet.

69 n. Chr.

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Römisches Reich: Der germanische Volksstamm der Bataver unter Iulius Civilis revoltiert gegen die Römer (Bataveraufstand).

Ereignisse

483 n. Chr.

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Im Vandalenreich unter Hunerich kommt es 483 und 484 zu Katholikenverfolgungen durch die arianischenGermanen.

470 n. Chr.

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Odoaker wird zum Führer der germanischen Hilfstruppen Westroms ernannt.

465 n. Chr.

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Auf den Tod des weströmischen Kaisers Libius Severus folgt ein 18 Monate dauerndes Interregnum. Faktischer Machthaber ist Ricimer, doch ist für ihn selbst als Germane und Arianer die Kaiserkrone unerreichbar, sodass er sich um einen, insbesondere für den oströmischen Kaiser Leo I. akzeptablen Kaiserkandidaten bemühen muss.

395 n. Chr.

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Stilicho sichert die Rheingrenze gegen die Germanen. Er entlässt das Westgotenheer unter Alarich I., das im Vorjahr an seiner Seite gegen Arbogast gekämpft hatte, nach Niedermösien, doch erheben sie sich dort gegen die Römer; der (Rufinus weist das Hilfsangebot seines Rivalen Stilicho zurück: Griechenland fällt den Plünderungszügen Alarichs zum Opfer.

288 n. Chr.

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Kaiser Diokletian beginnt einen Feldzug gegen die Germanen in der Provinz Raetia.

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