Geschichte Japans

Die Geschichte Japans ist geprägt durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit, als auch die selbst gewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch der Westen nahm Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch die Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.

Für eine schematische Darstellung zur Aufteilung der Geschichte Japans in Perioden, siehe den Artikel zur Periodisierung der japanischen Geschichte.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Peter Pantzer wird in Salzburg geboren. Peter Pantzer ist ein österreichischer Japanologe und war von 1988 bis 2008 erst in Lehrstuhlvertretung und dann Professor für Japanologie an der Universität Bonn. Sein Spezialgebiet sind die japanische Geschichte und die japanischen Außenbeziehungen, speziell die deutsch-japanischen Beziehungen. Er ist wie Josef Kreiner ein Schüler von Alexander Slawik. Peter Pantzer ist Ehrenpräsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn.
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Gestorben: Ashikaga Takauji stirbt. Ashikaga Takauji war der Gründer und erste Shogun des Ashikaga-Shogunats. Seine Herrschaft begann 1338 und markiert den Beginn der Muromachi-Zeit der Japanischen Geschichte und endete mit seinem Tod 1358. Er war ein Abkömmling der Samurai der Seiwa Genji-Linie, die ihr Geschlecht auf Kaiser Seiwa zurückführen, der sich in dem Gebiet Ashikaga der Provinz Shimotsuke, der heutigen Präfektur Tochigi, ansiedelte. Sein Vater hieß Sadauchi, seine Mutter entstammte der Hōjō-Familie.

1352

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Gestorben: Ashikaga Tadayoshi stirbt. Ashikaga Tadayoshi war ein General der Zeit der Nord- und Südhöfe (1337-1392) der japanischen Geschichte. Sein älterer Bruder Ashikaga Takauji war der erste Muromachi-Shōgun.

1306

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Geboren: Ashikaga Tadayoshi wird geboren. Ashikaga Tadayoshi war ein General der Zeit der Nord- und Südhöfe (1337-1392) der japanischen Geschichte. Sein älterer Bruder Ashikaga Takauji war der erste Muromachi-Shōgun.

1305

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Geboren: Ashikaga Takauji wird geboren. Ashikaga Takauji war der Gründer und erste Shogun des Ashikaga-Shogunats. Seine Herrschaft begann 1338 und markiert den Beginn der Muromachi-Zeit der Japanischen Geschichte und endete mit seinem Tod 1358. Er war ein Abkömmling der Samurai der Seiwa Genji-Linie, die ihr Geschlecht auf Kaiser Seiwa zurückführen, der sich in dem Gebiet Ashikaga der Provinz Shimotsuke, der heutigen Präfektur Tochigi, ansiedelte. Sein Vater hieß Sadauchi, seine Mutter entstammte der Hōjō-Familie.

Kunst & Kultur

552 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Der König von Baekje sendet buddhistische Sutras und Darstellungen sowie eine goldene Buddhastatue als Geschenke an den Hof von Yamato in Japan. Unter dem Einfluss der Familie Soga wird in der Folge durch Tenno Kimmei der Buddhismus in Japan eingeführt: Beginn der Asuka-Zeit.

Ereignisse

661 n. Chr.

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Tenji wird Tennō von Japan als Nachfolger der Kaiserin Kōgyoku.

239 n. Chr.

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Himiko wird vom chinesischen Kaiser der Wei-Dynastie als Herrscherin von Japan anerkannt.

Asien & Afrika

684 n. Chr.

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Tennō Temmu reformiert das Rangsystem der Kabane in Japan. Die 24 Titel werden auf acht reduziert.

Religion

1615

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Während der Edo-Zeit wird das Verbot des Christentums auf ganz Japan ausgedehnt.

1612

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In Japan wird der christliche Glaube im direkt dem Tokugawa-Shogunat unterstellten Tenryō-Gebiet verboten.
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Der Jesuit Francisco de Xavier y Jassu trifft auf der Insel Kyūshū ein und beginnt mit der christlichen Missionierung Japans.

Wirtschaft

1634

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Epoche des Nanban-Handels: Mit dem Verbot der Reisen nach Übersee durch das Tokugawa-Shogunat endet in Japan die Zeit des Rotsiegel-Handels.

Japan

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Nach dem Tod Kaiser Mutsuhitos wird Yoshihito neuer Kaiser Japans. Damit wird die Meiji-Zeit von der Taishō-Zeit abgelöst. Der neue Kaiser ist wegen einer Hirnhautentzündung im Kindesalter körperlich und geistig behindert.

1863

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März: Der japanische Kaiser Kōmei erlässt den Kaiserlichen Befehl zur Vertreibung der Barbaren.
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Tokugawa Yoshimune tritt zugunsten seines Sohnes Tokugawa Ieshige als Shōgun der Edo-Zeit in Japans zurück.

1651

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Der zehnjährige Tokugawa Ietsuna wird nach dem Tod von Tokugawa Iemitsu zum 4. Shōgun in Japan. Daraufhin bricht der Keian-Aufstand aus, bei dem herrenlose Samurai unter der Führung von Yui Shōsetsu und Marubashi Chūya die Tokugawa-Shogune zu stürzen versuchen.
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Die Schlacht von Sekigahara stellt den Übergang von der Sengoku-Zeit zur Edo-Zeit in der Geschichte Japans dar. Durch den Sieg in dieser Schlacht gelingt es dem Haus Tokugawa, seine Vormachtstellung in Japan zu festigen. Im Laufe der nächsten fünfzig Jahre gibt es zwar noch einige kleinere Aufstände, aber das Land wird letztendlich befriedet.

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Japan erobert im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg die chinesische Stadt Nanjing. Nach dem Einmarsch werden im Massaker von Nanking mehr als 100.000 Menschen umgebracht und mindestens 20.000 Frauen vergewaltigt. (13. Dezember)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Japan erklärt seinen Austritt aus dem Völkerbund. Vorausgegangen war der Bericht der Lytton-Kommission über den Mukden-Zwischenfall, wonach Japan ohne Kriegserklärung chinesisches Territorium in der Mandschurei besetzt habe. Der Anerkennung des geschaffenen japanischen Marionettenstaats Mandschukuo wird damit ein Hindernis entgegengesetzt. (27. März)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Japan werden die Rebellen des christlichen Shimabara-Aufstands unter Amakusa Shir? durch das Sh?gunat besiegt, das die letzte Festung Hara einnimmt. Die Unterlegenen werden zu Tausenden geköpft. Das Christentum in Japan überlebt nur im Untergrund. (15. April)

1155

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Politik & Weltgeschichte: Go-Shirakawa wird Kaiser von Japan.

Asien

1938

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Januar: Japan beginnt nach dem Scheitern der Verhandlungen mit der nationalen chinesischen Regierung im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg mit einer Offensive in Richtung Wuhan.
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Der Konservative Katsura Tarō, der erst im Dezember des Vorjahres zum japanischen Premierminister ernannt worden ist, verliert die Abstimmung im ersten erfolgreichen Misstrauensantrag in der Geschichte Japans. Ihm folgt Yamamoto Gonnohyōe, ein Repräsentant der Taishō-Demokratie, ins Amt des Premierministers nach.
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Aus Protest gegen den Vertrag von Shimonoseki, in dem das im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg unterlegene China die Insel Taiwan an Japan abtreten muss, erklären chinatreue Kräfte unter Tang Ching-sung die Unabhängigkeit der Insel und rufen die Republik Formosa aus.
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Die Kampfhandlungen zwischen Japan und China beginnen mit einem Seegefecht, als vier japanische Kreuzer auf drei chinesische Kriegsschiffe aus Busan treffen. Beide Seiten behaupten später, der Gegner hätte zuerst angegriffen. Sieger der Auseinandersetzung sind die japanischen Schiffe, von der chinesischen Schiffen erreicht nur ein Kreuzer die Basis in Wei-Hai-Wei.

1837

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Beim Morrison-Zwischenfall wird auf Basis des Ediktes zur Vertreibung fremder Schiffe von 1825 im Rahmen der japanischen Isolationspolitik das US-amerikanische Handelsschiff Morrison beschossen und an der Einfahrt in den Hafen von Kagoshima gehindert. Nachdem bekannt wird, dass die Morrison versucht hat, schiffbrüchige Japaner nach Japan zurückzubringen, wird Kritik an dem Edikt laut.

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