Geschichte der Eisenbahn in Deutschland

Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland (Ludwigseisenbahn) nahm am 7. Dezember 1835 den öffentlichen Personenverkehr auf. Sie hatte die bis heute übliche Spurweite von 1435 mm (Normalspur). Am 11. Juni 1836 kam es erstmals zu einem vorerst einmaligen Gütertransport (zwei Fässer Bier in der dritten Klasse). Ab Herbst 1839 kam es nach dem Umbau von zwei Personenwagen zu einem regulären Gütertransport. Der Neubau von Eisenbahnstrecken erfolgte zuerst durch private Gesellschaften – Privatbahnen – sowie bald auch durch Staaten – Staatsbahnen.

Nach der Reichsgründung 1871 betrieben die einzelnen Gliedstaaten des Deutschen Reiches eine Reihe von Staatsbahnen als Länderbahn mit eigener Verwaltung. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen dienten in der Regel dem Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen im Deutschen Reich der Weimarer Republik zunächst 1920 als Deutsche Reichseisenbahnen in die Verwaltung des Reiches überführt und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland übernahm.

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Wissenschaft & Technik

Ereignisse > Wissenschaft und Technik:
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Zwischen Nürnberg und dem Ludwigsbahnhof in Fürth nimmt die Bayerische Ludwigsbahn ihren Betrieb auf. Die Strecke der ersten deutschen Eisenbahn hat eine Länge von 6,05? km, für die die 10 PS starke Lokomotive namens Adler des britischen Eisenbahnpioniers George Stephenson etwa neun Minuten benötigt. (7. Dezember)

Technische Entwicklung > Erste Fahrzeuge und deren Weiterentwicklung

1897

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werden für die Preußische Staatseisenbahn die ersten Lokomotiven (eine S? 3 und eine P? 4) mit Flammrohr-Überhitzer geliefert.

1840

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stellt August Borsig im preußischen Berlin seine erste Dampflokomotive vor, die BORSIG. Diese zeigt sich in einer Wettfahrt einer von Stephenson gebauten Lokomotive deutlich überlegen.

1839

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baute die Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade die erste Dampflok des Ruhrgebiets, die RUHR.

1838

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baut Johann Andreas Schubert bei der Maschinenbaufirma Übigau bei Dresden die SAXONIA mit der Achsfolge „B1“, die erfolgreich zum Einsatz kommt.

Technische Entwicklung > Schnellverkehr und Hochgeschwindigkeitsverkehr > Geschwindigkeitssteigerungen bis 1914

1907

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Eine Lokomotive der Baureihe S 2/6 der Königlich Bayerischen Staatsbahn stellt mit 154? km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Dampflokomotiven auf.

1903

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Die AEG und Siemens & Halske führen bei Berlin Schnellfahrversuche mit Drehstrom-Schnelltriebwagen durch, die erreichte Spitzengeschwindigkeit beträgt 210? km/h.

Technische Entwicklung > Anfänge des elektrischen Betriebes

1911

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wird mit der Strecke DessauBitterfeld die erste für den Regelbetrieb mit dem noch heute verwendeten Einphasenwechselstrom (Bahnstrom mit 15? kV, 16 2/3? Hz – seit 1995: 16,7? Hz) elektrifizierte Fernbahn in Betrieb genommen.

1904

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erschien erstmals eine Elektrolokomotive für den regulären Bahnbetrieb mit Einphasen-Wechselstrom. Sie verkehrte auf der Ammergaubahn zwischen Murnau und Oberammergau mit einer Stromversorgung von 5,5? kV und 16? Hz.

1903

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Siemens Drehstrom-Schnelltriebwagen

1899

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nimmt die von BBC gebaute erste Vollbahnlokomotive Europas auf der schweizerischen Strecke BurgdorfThun den Betrieb auf.

1899

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schließen sich Siemens? &? Halske, die AEG, mehrere Banken, die preußische Administration und weitere Firmen in der Studiengesellschaft für Elektrische Schnellbahnen (St.E.S.) zusammen, um den elektrischen Bahnbetrieb bei hoher Geschwindigkeit zu erforschen. Für die praktischen Versuche wurde der 33? km lange Abschnitt Marienfelde–Zossen auf der Militär-Eisenbahn Marienfelde–Zossen–Jüterbog bei Berlin mit einer dreipoligen Drehstrom-Oberleitung versehen. Im Jahr 1903 erreichten mehrere Versuchsfahrzeuge Geschwindigkeiten über 200? km/h, davon je ein Drehstrom-Triebwagen von AEG und Siemens 210? km/h.

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