Weitere Ereignisse im Heiligen Römischen Reich

1260

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Peter II. von Savoyen fällt im Wallis ein.

Frankreich / Burgund

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In der Schlacht auf der Planta in den Burgunderkriegen besiegen die Eidgenossen gemeinsam mit dem Wallis die mit Karl dem Kühnen von Burgund verbündete Herzogin Yolanda von Savoyen.

Fernsehen

1967

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Der Befehl (ORF-Fernsehfilm mit Emil Stöhr, Oskar Sima und Walter Rilla) (Edwin Zbonek)

Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis

1301

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Friedensvertrag des Bischofs Bonifaz von Challant mit Graf Amadeus? V. "der Grosse" von Savoyen, das Unterwallis wurde nun savoyisch im Tausch gegen die Besitzungen der Savoyer im Oberwallis (Mörel/Grengiols) welche um 1337 an den Bischof gingen.

1296

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Schlacht bei Leuk auf der Seufzermatte. Der mächtige Landadel unter Peter von Turn stellte sich mit Unterstützung der Savoyer gegen Bischof Bonifaz von Challant in Sitten. Die Landleute und die Stadt Bern unterstützten den Bischof und schlugen den Adel entscheidend. Folgen dieses Krieges: Entspannung in den Beziehungen zu Savoyen, Schwächung des Feudalwesens, die Landleute (vor allem Bauern) ringen dem Adel allmählich Rechte ab (Niedere Gerichtsbarkeit, Gründung von Bauernzünften und Bruderschaften, aus denen sich ab 1300 die ersten selbstständigen Gemeinden entwickelten.) Die Landleute wurden in Form des Landrates neben Adel und Bischof zur dritten politischen Kraft des Wallis.

1260

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Peter II. von Savoyen fiel im Unterwallis ein, der Bischof verlor alle Besitzungen (Martigny, Ardon und Chamoson) westlich des Flusses Morge.

1250

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Im 12.–14. Jahrhundert etablierte sich im Oberwallis ein Kleinadel, zum Beispiel die Herren von Turn in Niedergesteln oder die Herren von Ornavasso in Naters um 1250.

1211

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Erste Schlacht bei Ulrichen, Berchtold V. von Zähringen versuchte in einer Fehde mit dem Grafen von Savoyen Thomas? I. das Wallis zu erobern. Ziel war der freie Uebergang über den Griespass in die Lombardei. Das Unterfangen scheiterte jedoch mit der Niederlage bei Ulrichen gegen die Truppen des Bischofs von Sitten.

Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron

1420

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Friedensschluss durch Vermittlung des Herzogs von Savoyen und des Erzbistums von Tarentaise. Witschard von Raron erhält seine Besitzungen im Wallis zurück, jedoch war seine politische Macht im Wallis gebrochen. Folgen: Das letzte grosse Adelsgeschlecht verliert seinen Einfluss im Wallis, es gab von nun an nur noch zwei politische Kräfte in der Republik der sieben Zenden, den Bischof und den Landrat.

1419

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Um einen Bürgerkrieg zwischen den eidgenössischen Orten zu vermeiden, wurde in Zürich ein Schiedsgericht abgehalten, welches Witschard von Raron in allen Punkten Recht gab. Der neue Walliser Bischof weigerte sich den Schiedsspruch zu unterzeichnen und verliess bei Nacht und Nebel die Stadt. Die Stadt Bern musste nun die Rechte von Witschard mit Gewalt durchsetzen, im Herbst überschritten Bernertruppen den Sanetschpass und den Grimselpass und wollten das Wallis mit einer Zangenbewegung besetzen. Der hereinbrechende Winter und das verlorene Gefecht bei Ulrichen veranlassten die Berner den Feldzug abzubrechen.

1418

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Im Oktober überfielen Bernertruppen die Stadt Sitten. Die Kathedrale wurde eingeäschert und die Stadt geplündert.

1417

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Als Bürger der Aarestadt Bern fand Witschard einen neuen Verbündeten um seine Interessen im Wallis durchzusetzen. Somit stand die Eidgenossenschaft vor einer Spaltung. Die vier unbeteiligten Orte Schwyz, Glarus, Zug und Zürich versuchten zu vermitteln, blieben aber erfolglos. Der Bischof und Witschard von Raron wurden nach Bern ins Exil geschickt, was in Bern für Empörung sorgte.

1416

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Mittels Verträgen wurden die Zenden Goms, Brig, Visp, Siders und Sitten Zugewandte Orte der eidgenössischen Orte Unterwalden, Uri und Luzern. Neue Streitigkeiten zwischen Witschard und den Zenden führten zum Bruch des Vertrages von Seta. Witschard verbündete sich mit dem Herzog von Savoyen, dieser liess Witschard jedoch im Stich. Zerstörung der Burg Beauregard durch die Landleute, sowie Zerstörung der bischöflichen Burgen Tourbillon und Montorge.

Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis

1477

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Der Bischof annektierte die eroberten Gebiete, das Unterwallis wurde Untertanenland der sieben Zenden. (Gemeine Herrschaft bis 1792)

1475

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Karl verbündete sich mit dem Herzogtum Mailand und der Herzogin Yolanda von Savoyen. Somit wurde das Wallis von zwei Seiten bedroht. Am 7. September schloss Bern mit dem Wallis ein Schutzbündnis ab. Eroberung des savoyischen Waadtlandes durch die Berner. Erfolgloser Angriff der Walliser bei Conthey. Der Bischof von Genf stellte schnell ein Heer zusammen und eilte ins Wallis. Am 12. November stand das savoyische Heer, rund 10000 Mann mit 1500 Ritter, vor der Stadt Sitten. Am 13. November kam es zur Schlacht auf der Planta, mit Hilfe der Berner wurde das savoyische Heer geschlagen, dieses setzte sich schnell nach Westen ab. Die nachsetzenden Walliser eroberten das Unterwallis bis nach Saint-Maurice.

1474

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Karl der Kühne Herzog von Burgund träumte von einem Reich vom Mittelmeer bis zur Nordsee. Das Heilige Römische Reich (Habsburg) fühlte sich durch die Politik Karls bedroht. Ewiger Friede der Habsburger mit der Eidgenossenschaft. Kriegserklärung der Eidgenossen an Karl den Kühnen.

1463

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Erfolglos verlangte Rudolf Asperlin die Herrschaft über das Gebiet Anniviers, welches den ehemaligen Herren von Raron gehörte. Rudolf Asperlin war mit der Familie von Raron verschwägert, somit sah er sich als legitimen Erben. Bischof Supersaxo widersetzte sich diesen Ansprüchen, Asperlin floh ins savoyische Gebiet nach Bex und führte seinen Rechtsstreit von dort aus weiter. Verschiedene andere Reibereien und Grenzstreitigkeiten mit Savoyen verschlechterten zudem das Verhältnis zwischen Bischof Walter Supersaxo und der Herzogin Yolanda von Savoyen.

1460

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Der neue Bischof Walther II. Supersaxo von der Fluhe von Ernen festigte wieder die weltliche Macht des Domkapitels, der Landrat liess sich dem Bischof unterordnen.

Politik & Weltgeschehen

1495

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Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen: wurde zwischen Mailand und den Sieben Zenden ein Friedensvertrag abgeschlossen, den Jost von Silenen akzeptieren musste. Der Friedensvertrag wurde von Georg Supersaxo (auch Jörg uff der Flüe genannt) vermittelt, dieser war ein Anhänger der Mailändischen Partei im Wallis und wurde so zum gefährlichsten Gegenspieler des Bischofs. Der Bischof als Anhänger des französischen Königs versuchte die Söldneranwerbungen, welche Supersaxo für Mailand unternahm, zu verbieten. Als 1496 eine Kampagne des Bischofs gegen Supersaxo fehlschlug, holte dieser zum Gegenschlag aus und erreichte mit der Ergreifung der Mazze dessen Absetzung. Am 13. April verliess Jost von Silenen das Wallis für immer, er fand Aufnahme beim König von Frankreich.

1487

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Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen: Endgültiger Entscheid im Walliserhandel durch die Eidgenössische Tagsatzung zugunsten Mailands. Daraufhin erklärte der Heerführer der Walliser, der Bruder Josts von Silenen, Ritter Albin von Silenen, dem mailändischen Herzog den Krieg. Niederlage der Walliser bei Domodossola und Crevola gegen den Herzog von Mailand. Verlust des Eschentals und des Divedrotales, endgültige Grenzziehung bei Gondo.

1482

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Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen: Nach dem Tode Walter Supersaxos wurde Jost von Silenen neuer Fürstbischof von Sitten. Jost von Silenen richtete sein Augenmerk auf die mailändischen Südtäler des Simplonpasses, hier wollte er die Expansionspolitik seines Vorgängers fortsetzten. Auch die eidgenössische Expansion ins Tessin mag den Bischof inspiriert haben. Der Umstand, dass der Herzog von Mailand 1474 den Savoyern und Karl dem Kühnen Söldner zugesandt hatte, war zudem ein Kriegsgrund.

1392

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Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg: Die Mutter des verstorbenen Grafen, Bonne de Bourbon, schloss mit den sieben Zenden Goms, Brig, Visp, Raron, Leuk, Siders und Sitten, Frieden. Wiederherstellung der Situation von 1301. Folgen: Die sieben Zenden haben sich als republikähnliche Kleinstaaten endgültig etabliert. Der Landrat des Wallis wurde nun stärkste politische Kraft im Wallis in Konkurrenz zum Bischof in Sitten, Die Freiherren von Raron wurden die wichtigste Adelsfamilie im Wallis.

1391

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Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg: Der Rote Graf starb an den Folgen eines Jagdunfalles.

Früh-Neuzeit > Reformation

1535

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setzte sich unter Beiwirken Berns in der Stadt Genf die Reformation durch. Karl III., Herzog von Savoyen, verhängte als Gegenreaktion eine Lebensmittelsperre über die Stadt Genf. Hierauf erklärte Bern am 16. Januar 1536 Savoyen den Krieg. Bern besetzte kampflos das savoyische Waadtland und die Stadt Genf. Der Reformation stand man im Wallis aber eher ablehnend gegenüber. Ende Januar zogen die Sieben Zenden des Wallis deshalb ihre Truppen bei Saint-Maurice an der Grenze zusammen. Als die Berner Truppen nun ins Chablais vorstiessen, besetzten die Walliser das linke Rhoneufer und stiessen bis zum Genfersee vor, dann westwärts bis über Evian an den Fluss Drance, also auf savoyisches Gebiet. Somit wurde ein weiteres Vorgehen der Berner im Rhonetal vereitelt. (1528 hatte das Wallis mit Savoyen einen Friedensvertrag abgeschlossen, in dem auf gegenseitige Eroberungen verzichtet wurde.) Um die Besetzung der savoyischen Gebiete zu legitimieren, wurden die dortigen Gemeinden aufgefordert, um militärischen Schutz zu bitten. Die Zenden garantierten ihnen dann, den katholischen Glauben zu schützen. Ferner wurde dem Herzog versprochen, die besetzten Gebiete an Savoyen zurückzugeben, wenn Bern dies ebenfalls tun würde.

Neuzeit

1845

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schliesst sich der Kanton mit den sechs anderen katholischen Kantonen der Schweiz zum Sonderbund zusammen, der aber im Sonderbundkrieg 1847 gegen die eidgenössischen Truppen unterliegt und damit sein Ende findet. Das Wallis war der letzte Kanton, der kapitulierte.

1815

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folgt das Wallis wie Genf und Neuenburg auf Empfehlung Österreichs einem Beschluss des Wiener Kongresses, der Schweizer Eidgenossenschaft beizutreten, die damit ihre heutige territoriale Grösse erreicht. Eine erste Verfassung wird von weiteren Verfassungen in den Jahren 1839, 1844, 1848, 1852 und 1875 abgelöst.

1798

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Unter dem Eindruck der französischen Revolution brechen in der Landvogtei Monthey Unruhen aus; die Bürger wollen die politische Gleichberechtigung und Selbstbestimmung im Wallis. Der Landvogt wird vertrieben, unter französischem Einfluss wird die Revolution weiter ins Wallis getragen, Martigny schliesst sich den Aufständischen an.

"Geschichte des Wallis" in den Nachrichten