Das Wallis im Mittelalter > Königreich Hochburgund

947 n. Chr.

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Lothar, Sohn von König Hugo, wird König der Lombardei. Heirat mit Adelheid, Tochter von Königin Bertha aus deren Ehe mit König Rudolf II. Lothar wird jedoch bereits 950 ermordet. Der ostfränkische König Otto besiegt 951 die aufständischen Lombarden und heiratet Königin Adelheid. Ihr Bruder, König Conrad III., wird definitiv König über Hochburgund. Er besiegt die Sarazenen und vertreibt sie aus dem Wallis.

939 n. Chr.

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Plünderung der Abtei Saint-Maurice durch die Sarazenen.

937 n. Chr.

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Tod des Burgunderkönigs Rudolf II. Hugo, König der Lombardei, heiratet Rudolfs Witwe, Königin Bertha und erhebt Anspruch auf das Königreich Hochburgund. Er stützt sich vor allem am Mittelmeer und im Rhonetal auf die Sarazenen als Krieger und Händler. 938 stützt Otto I., König der Ostfranken, die Erbrechte des minderjährigen König Conrad III., Sohn Rudolfs II., über alle hochburgundischen Gebiete.

888 n. Chr.

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König Rudolf I. gründete im Kloster Saint-Maurice das Königreich Hochburgund. Dieses umfasste unter anderem die Grafschaft Wallis.

Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg

1355

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Die Zenden Leuk, Raron, Visp, Brig und Goms, schlossen ein Schutzbündnis ab.

1354

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Die Zenden Leuk, Siders und Sitten beriefen sich nun auf die Reichsunmittelbarkeit und verlangten vom König des Hl. römischen Reiches Karl IV., dass der Graf von Savoyen diese anerkennen solle. Diese Bemühungen blieben aber erfolglos.

1353

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Die Friedensbedingungen der Savoyer: Wiedereinsetzung des Bischofs, Erhebung militärischer Kontingente für Savoyen und die Einsetzung des Grünen Grafen als Landvogt für neun Jahre. Nach dem Abzug der savoyischen Truppen kam es erneut zu Aufständen der Walliser. Die oberen Zenden besetzten die Stadt Sitten. Erneuter Feldzug der Savoyer, diesmal wurde die Stadt Sitten von den Savoyern belagert, erobert und niedergebrannt. Nach weiteren Kämpfen und Scharmützeln in den folgenden Jahren beugten sich die Walliser den harten Bedingungen des Grünen Grafen.

1352

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Erfolgreicher Feldzug des Grünen Grafen, kampflose Besetzung der Stadt Sitten, die Stadt Leuk trat in Verhandlungen ein, die Walliser gelobten dem Grafen Treue und wollten ihn als Oberherrn anerkennen.

1342

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Witschard Tavelli wurde Bischof von Sitten. 1351 geriet er mit Peter III. von Turn bezüglich feudaler Rechte im Oberwallis in Uneinigkeit. Peter V. verlangte vom Bischof das Meiertum des Zenden Leuk, hierfür verbündete er sich mit den Freiherrn von Raron und Aniviers. Nachdem Anhänger von Tavelli Angehörige der Familie Peters in Visp ermorden liessen und in deren Besitzungen in Niedergesteln und Lötschen brandschatzten und plünderten, entlud sich der Volkszorn gegen den Bischof. Die fünf oberen Zenden Goms, Brig, Visp, Raron und Leuk nahmen Partei für Peter III. von Turn. Der Bischof, ohne Rückhalt in der Bevölkerung suchte eifrig Verbündete, nachdem auch keine päpstliche Hilfe aus Avignon zu erwarten war, wandte er sich an Graf Amadeus VI. von Savoyen, genannt „der Grüne Graf“.

Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg

1392

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Die Mutter des verstorbenen Grafen, Bonne de Bourbon, schloss mit den sieben Zenden Goms, Brig, Visp, Raron, Leuk, Siders und Sitten, Frieden. Wiederherstellung der Situation von 1301. Folgen: Die sieben Zenden haben sich als republikähnliche Kleinstaaten endgültig etabliert. Der Landrat des Wallis wurde nun stärkste politische Kraft im Wallis in Konkurrenz zum Bischof in Sitten, Die Freiherren von Raron wurden die wichtigste Adelsfamilie im Wallis.

1391

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Der Rote Graf starb an den Folgen eines Jagdunfalles.

1387

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Feldzug Amadeus VII., Rückeroberung Sittens, Vorstoss bis Leuk

1385

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Abdankung Bischof Eduards

1383

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Nach dem Tode Amadeus VI. von Savoyen, wurde sein Sohn Amadeus VII., genannt „der Rote Graf“, Graf von Savoyen. Erneut erhoben sich die Landleute unter Führung des Freiherrn Peter von Raron. Zerstörung der Gestelnburg, Eroberung der Bischofsburgen Tourbillon und Seta in Sitten. Die Savoyische Verwaltung wurde verjagt.

1375

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Gefolgsleute Antons liessen Bischof Tavelli auf seiner Burg Seta bei Sitten ermorden. Daraufhin erhoben sich die Zenden nun gegen die Herren von Turn. Anton erhielt Hilfe von Savoyen. Belagerung der Stammburg Antons von Turn in Niedergesteln. Anton musste mit seiner Familie nach Savoyen flüchten. Der Grüne Graf beschlagnahmte alle Länder und Schlösser des Bischofs, und kaufte der Familie von Turn die Güter im Wallis ab. Damit endete die Herrschaft der Familie von Turn im Wallis. Als neuer Bischof von Sitten wurde Eduard von Savoyen durch Papst Gregor XI. eingesetzt.

1364

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Der Sohn Peters, Anton von Turn, pflegte gute Beziehungen zum Savoyischen Grafen. Die Spannungen mit Bischof Tavelli hielten aber an.

1361

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Friedensvertrag der Sieben Zenden des Wallis mit Savoyen, der Grüne Graf versuchte sich als Schiedsrichter zwischen Peter V von Turn und Bischof Tavelli: Der Bischof wird wieder als Landesfürst eingesetzt, Savoyen verzichtet auf Ansprüche im Oberwallis (Status Quo von 1301.) Die Kriegskosten müssen von den Zenden übernommen werden. Am 16. Oktober wurde der Bischof beim Versuch, die Kosten des Zenden Goms einzufordern, im Dorfe Ernen verhaftet und für 11 Wochen in den Kerker geworfen. Nachdem er die Schulden der Gommer erließ, wurde er freigelassen.

Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen

1495

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wurde zwischen Mailand und den Sieben Zenden ein Friedensvertrag abgeschlossen, den Jost von Silenen akzeptieren musste. Der Friedensvertrag wurde von Georg Supersaxo (auch Jörg uff der Flüe genannt) vermittelt, dieser war ein Anhänger der Mailändischen Partei im Wallis und wurde so zum gefährlichsten Gegenspieler des Bischofs. Der Bischof als Anhänger des französischen Königs versuchte die Söldneranwerbungen, welche Supersaxo für Mailand unternahm, zu verbieten. Als 1496 eine Kampagne des Bischofs gegen Supersaxo fehlschlug, holte dieser zum Gegenschlag aus und erreichte mit der Ergreifung der Mazze dessen Absetzung. Am 13. April verliess Jost von Silenen das Wallis für immer, er fand Aufnahme beim König von Frankreich.

1487

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Endgültiger Entscheid im Walliserhandel durch die Eidgenössische Tagsatzung zugunsten Mailands. Daraufhin erklärte der Heerführer der Walliser, der Bruder Josts von Silenen, Ritter Albin von Silenen, dem mailändischen Herzog den Krieg. Niederlage der Walliser bei Domodossola und Crevola gegen den Herzog von Mailand. Verlust des Eschentals und des Divedrotales, endgültige Grenzziehung bei Gondo.

1482

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Nach dem Tode Walter Supersaxos wurde Jost von Silenen neuer Fürstbischof von Sitten. Jost von Silenen richtete sein Augenmerk auf die mailändischen Südtäler des Simplonpasses, hier wollte er die Expansionspolitik seines Vorgängers fortsetzten. Auch die eidgenössische Expansion ins Tessin mag den Bischof inspiriert haben. Der Umstand, dass der Herzog von Mailand 1474 den Savoyern und Karl dem Kühnen Söldner zugesandt hatte, war zudem ein Kriegsgrund.

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