Ghetto

Als Ghetto (laut Duden auch Getto) wird ein abgesondertes Wohnviertel bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bedeutet Gießerei. Er wurde später als Bezeichnung für ein abgetrenntes Wohngebiet übernommen, da die jüdischen Einwohner in Venedig 1516 auf "Geto Nuovo" (neue Gießerei) beschränkt waren.

Im Spätmittelalter wurde den Juden ein Ghetto oder eine Judengasse als Lebensraum zugewiesen und von ihnen bis zur Neuzeit bewohnt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Josef Schwammberger stirbt in der Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg bei Ludwigsburg. Josef Schwammberger war in der Zeit des Nationalsozialismus SS-Oberscharführer, Ghetto- und Lagerkommandant.
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Gestorben: Gerhard Schmidhuber stirbt in Budapest. Gerhard Schmidhuber war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor der Wehrmacht, der die Auslöschung des Budapester Ghettos verhinderte.
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Geboren: Josef Schwammberger wird in Brixen, Südtirol geboren. Josef Schwammberger war in der Zeit des Nationalsozialismus SS-Oberscharführer, Ghetto- und Lagerkommandant.
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Geboren: Gerhard Schmidhuber wird in Dresden geboren. Gerhard Schmidhuber war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor der Wehrmacht, der die Auslöschung des Budapester Ghettos verhinderte.

Kunst & Kultur

2014

Inszenierung:
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Ghetto, Deutsches Staatstheater Kasachstan (Marcel Krohn)

1991

Theater:
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Ghetto von Joshua Sobol als Kittel am Maxim Gorki Theater (Regie: Carl Hermann Risse) (Götz Schubert)

1988

Musical- und Theater-Produktionen:
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Ghetto, New York City (Circle in the Square Theater) (Helen Schneider)

1988

Musical- und Theater-Produktionen:
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"Ghetto", New York City (Circle in the Square Theater) (Helen Schneider)

Europa

1516

Weitere Ereignisse in Europa:
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29. März: Die Republik Venedig nennt einen per Dekret für Juden eingerichteten Wohnbereich Ghetto.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1928

Werk:
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The Ghetto. Chicago (Louis Wirth)

Politik & Weltgeschehen

Zweiter Weltkrieg:
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Die deutsche Besatzungsbehörde in Warschau ordnet an, dass alle etwa 400.000 in Warschau lebenden Juden in einem Ghetto leben müssen.
Zweiter Weltkrieg:
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Das Ghetto Łódź (später Litzmannstadt), eines der größten jüdischen Ghettos der NS-Zeit, wird eingerichtet.

Antike

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Heiliges Römisches Reich: Der Regensburger Stadtrat ordnet die Vertreibung der Juden aus der Stadt an, nachdem christliche Handwerker das gefordert haben. Die Regensburger nutzen damit das Machtvakuum nach dem Tode Maximilian I. am 12. Februar 1519 bis zur Krönung von Karl V. Das alte Judenviertel wird zerstört und es entsteht die lukrative Wallfahrt „Zur schönen Maria“ auf dem heutigen Neupfarrplatz. Binnen zweier Wochen müssen alle Juden die Stadt verlassen. Das Ghetto wird samt Synagoge und Schule niedergebrannt, Pfänder werden beschlagnahmt, kostbare Pergamenthandschriften als Einbindematerial für Akten und Bücher missbraucht. Der Friedhof wird geschändet, die über viertausend Grabsteine meist zerstört, teilweise aber auch von Regensburger Bürgern mit Billigung des Rates entwendet und als sichtbare makabre Trophäe des „Sieges“ über die Juden in Hauswände eingemauert. Noch heute sind einige dieser sogenannten Judensteine erhalten.

Kontroversen > Drogenhandel und Geldwäsche

1996

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beschrieb der investigative Journalist und Pulitzer-Preisträger Gary Webb in der Artikelserie Dark Alliance, wie das von den Contras eingeschmuggelte Kokain vor allem in den Ghettos von Los Angeles auf den Markt gebracht worden war. Der dadurch ausgelöste Skandal führte zu einer umfangreichen CIA-internen Untersuchung, die Webbs Aussagen im Wesentlichen bestätigte. Webb schrieb später, dass Elemente in der US-Regierung damals über die Aktivitäten des Drogenrings Bescheid gewusst hätten, aber wenig oder nichts unternahmen, um ihnen ein Ende zu setzen. Die durch den Drogenschmuggel der Contras ausgelöste Schwemme an billigem Kokain habe bei Entstehung des ersten großen auf Crack basierenden Kokainmarkts in den USA eine zentrale Rolle gespielt. Die ursprünglich auf Los Angeles beschränkten kriminellen Banden Crips und Bloods hätten mittels ihrer Gewinne aus dem Crack-Verkauf auch in anderen Städten Fuß fassen und den Crack-Missbrauch auch dort in den Vierteln der Schwarzen verbreiten können, so dass aus einem schweren regionalen Problem ein schweres nationales Problem wurde. (Central Intelligence Agency)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

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Film: Geheimsache Ghettofilm (Originaltitel: Shtikat Haarchion). Dokumentation über Filmmaterial aus dem Warschauer Ghetto

2001

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Film: Yamakasi -Die Samurai der Moderne ist ein Spielfilm von Regisseur Ariel Zeitoun, gedreht im Jahr 2001 in Frankreich. Aus der Sicht einer Gruppe von Extremsportlern übt er Kritik am französischen Sozialsystem, an ghettoartigen Wohnverhältnissen und an einer restriktiven Migrationspolitik.

Stab:
Regie: Ariel Zeitoun
Drehbuch: Luc Besson, Philippe Lyon
Produktion: Luc Besson
Musik: DJ Spank, Joey Starr
Kamera: Philippe Piffeteau
Schnitt: Yohann Costedoat

Besetzung: Châu Belle Dinh, Williams Belle, Malik Diouf, Yann Hnautra, Guylain N'Guba-Boyeke, Charles Perrière, Laurent Piemontesi, Maher Kamoun, Bruno Flender, Amel Djemel, Afida Tahri, Nassim Faid, Pascal Léger, Frédéric Pellegeay

1996

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Film: Hip Hop Hood -Im Viertel ist die Hölle los ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahre 1996. Sie parodiert das Leben des Ghettos.

Stab:
Regie: Paris Barclay
Drehbuch: Phil Beauman Marlon Wayans Shawn Wayans
Produktion: Eric L. Gold Keenen Ivory Wayans
Musik: John Barnes
Kamera: Russ Brandt
Schnitt: Marshall Harvey William Young

Besetzung: Marlon Wayans, Shawn Wayans, Tracey Cherelle Jones, Vivian Smallwood, Chris Spencer, Helen Martin, Suli McCullough, Darrel Heath, Isaiah Barnes, Lahmard J. Tate, Keenen Ivory Wayans, Kim Wayans, Bernie Mac, Antonio Fargas

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