Ghibellinen und Guelfen

Der Name Ghibellinen / Waiblinger ist für das mittelalterliche Italien die Bezeichnung für die Parteigänger des Kaisers, benannt nach der heute württembergischen Stauferstadt Waiblingen und dem Kampfruf der Staufer. Die Existenz dieses Namens ist erstmals um 1215 zur Zeit des Stauferkaisers Friedrich II. bezeugt.

Bei der entsprechenden Gegengruppierung handelte es sich um die Guelfen / Welfen, die die Politik des Papsttums unterstützten und die sich nach den Rivalen des Stauferhauses, dem Geschlecht der Welfen benannt hatten. Allerdings unterstützten die italienischen Guelfen gegebenenfalls auch die Sache des Kaisers, wenn es in ihrem Interesse war. Daher war die Trennung in Ghibellinen und Guelfen keineswegs immer so ausgeprägt, wie es gelegentlich dargestellt wird. So spalteten sich um 1300 in Florenz die Guelfen in die weißen Guelfen (kaiserfreundliche Guelfen), die für einen Kompromiss mit dem Kaiser eintraten, und die schwarzen Guelfen, die eine harte Politik gegenüber dem Kaiser verfolgten. Je nach aktueller Regierung in den Kommunen wurden Anhänger der einen oder der anderen Partei der Stadt verwiesen und ins Exil geschickt. Opfer dieser Machtpolitik wurde in Florenz beispielsweise auch der berühmte Dichter Dante.Der Kampf zwischen beiden Parteien überdauerte den Untergang der Staufer und stand im Spätmittelalter oft nur für verschiedene Gruppen innerhalb einer italienischen Kommune, die sich feindlich gegenüberstanden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Giovanni Maria Visconti stirbt. Giovanni Maria Visconti aus der Familie Visconti wurde 1402 zum Herzog von Mailand proklamiert, nachdem sein Vater Gian Galeazzo Visconti in Pavia und zur Zeit einer Belagerung von Florenz an der Pest verstorben war. Da er noch minderjährig war, wurde ihm der Condottiere Facino Cane de Casale als Regent beigegeben. Er zeigte als Erwachsener eine geistesgestörte Grausamkeit, z.? B. hielt er Hunde, die zum Zerreißen von Menschen abgerichtet waren. Als im Mai 1409 während eines noch dauernden Krieges das verhungernde Volk ihm auf der Straße zurief: „Pace! Pace!“ (Frieden!) ließ er seine Söldner auf die Menschen einhauen und 200 von ihnen töten. Daraufhin verhängte er für das Aussprechen des Wortes „Pace“ die Todesstrafe am Galgen; selbst die Priester durften nicht mehr beten: „Dona nobis pacem“. 1412 wurde er bei der Kirche San Gottardo in Mailand von ghibellinischenPartisanen umgebracht.
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Geboren: Giovanni Maria Visconti wird geboren. Giovanni Maria Visconti aus der Familie Visconti wurde 1402 zum Herzog von Mailand proklamiert, nachdem sein Vater Gian Galeazzo Visconti in Pavia und zur Zeit einer Belagerung von Florenz an der Pest verstorben war. Da er noch minderjährig war, wurde ihm der Condottiere Facino Cane de Casale als Regent beigegeben. Er zeigte als Erwachsener eine geistesgestörte Grausamkeit, z.? B. hielt er Hunde, die zum Zerreißen von Menschen abgerichtet waren. Als im Mai 1409 während eines noch dauernden Krieges das verhungernde Volk ihm auf der Straße zurief: „Pace! Pace!“ (Frieden!) ließ er seine Söldner auf die Menschen einhauen und 200 von ihnen töten. Daraufhin verhängte er für das Aussprechen des Wortes „Pace“ die Todesstrafe am Galgen; selbst die Priester durften nicht mehr beten: „Dona nobis pacem“. 1412 wurde er bei der Kirche San Gottardo in Mailand von ghibellinischenPartisanen umgebracht.

Italien

1302

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Die Guelfen unter Guido della Torre vertreiben Matteo I. Visconti und übernehmen die Macht in Mailand.
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Manfred von Sizilien gelingt durch Unterstützung der Ghibellinen und der Stadt Siena bei Montaperti ein Sieg gegen die guelfischen Truppen aus Florenz. Die Ghibellinen beseitigen daraufhin die demokratische Verfassung von Florenz (seit 1250).

Europa

1311

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Heinrich VII. von Luxemburg schlägt einen Aufstand in Mailand nieder. Der Anführer der Guelfen, Guido della Torre, wird vertrieben, Matteo I. Visconti wieder als Herrscher von Mailand eingesetzt.

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