Giftgasangriff auf Halabdscha

Der Giftgasangriff auf Halabdscha war ein Angriff der Irakischen Luftwaffe auf die hauptsächlich von Kurden bewohnte irakische Stadt Halabdscha in der heutigen autonomen Region Kurdistan. Bei dem Angriff, der am 16. März 1988 gegen Ende des Ersten Golfkriegs stattfand, starben zwischen 3200 und 5000 Menschen.

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Geschichte > Einsätze in weiteren Konflikten

1988

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Irak gegen Kurden bei dem Giftgasangriff auf Halabdscha im Jahre (Senfgas)

Politik & Weltgeschehen

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Gegen Ende des Ersten Golfkriegs fliegt die irakische Luftwaffe unter Diktator Saddam Hussein einen Giftgasangriff auf die hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt Halabdscha im Nordosten des Irak. Rund 5.000 Menschen kommen bei dem von Ali Hasan al-Madschid angeordneten Angriff ums Leben, über 7.000 Menschen tragen dauerhafte Gesundheitsschäden davon. (16. März)

Tagesgeschehen

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Bagdad/Irak: Der als „Chemie-Ali“ bekannte Ali Hasan al-Madschid wird wegen des Giftgasangriffs auf die kurdische Stadt Halabdscha im Jahr 1988, bei dem rund 5000 Menschen starben, zum Tode verurteilt. Acht Tage später wird die Hinrichtung vollstreckt.
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Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha (1988) bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern.
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Irak-Krieg: Irak Bagdad. Weiterhin flohen viele Zivilisten aus der Stadt. Am Morgen sollen nach US-amerikanischen Angaben zum ersten Mal US-amerikanische Truppen in das Zentrum der Stadt vorgerückt sein. Diesen Berichten widersprach der irakische Informationsminister Muhammad al-Sahhaf. Auch von Journalisten konnte der Angriff nicht bestätigt werden. Den Tag über zogen die US-amerikanischen Truppen ihren Ring um die Stadt enger. In einem westlichen Vorort soll es nach Angaben des Fernsehsenders Al Dschasira heftige Gefechte gegeben haben. Auch um den Flughafen gab es weiterhin heftige Kämpfe. Der Irak teilte mit, er habe das Gelände durch Selbstmordangriffe und andere neue Kampfarten teilweise zurückerobert. Mosul. In der Nähe der Stadt gab es Gefechte zwischen kurdischen und irakischen Soldaten. Kerbela. Nach US-amerikanischen Angaben begann die 101. Luftlandedivision den Sturm auf die Stadt. Journalisten berichteten von Straßenkämpfen. Basra. Von der alliierten Luftwaffe wurde das Haus des irakischen Generals Ali Hassan el Madschid von zwei Kampfjets bombardiert. Er hatte 1988 den Giftgasangriff auf Halabdscha angeordnet. Britische Soldaten entdeckten die Überreste von etwa 200 Menschen, bei denen es sich nach irakischen Angaben um Tote aus dem Krieg zwischen Iran und Irak (Erster Golfkrieg) in den 80er Jahren handeln soll. Der Iran soll die Leichenreste erst kürzlich dem Irak übergeben haben.

1988

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Tagesgeschehen > Mittwoch, 19. Oktober: Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern. (Oktober 2005)

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