Gipfeltreffen

Unter einem Gipfeltreffen (auch Gipfelkonferenz oder kurz „Gipfel“) versteht man eine Konferenz führender Politiker.

Während das Wort zunächst meist relativ kurze Treffen von nur zwei bis vier Staatsmännern bezeichnete (z. B. Jalta-Konferenz in Jalta 1945, Gipfeltreffen Kennedy-Chruschtschow in Wien 1961), wird es nun auch für größere Konferenzen von Regierungschefs verwendet. Gipfeltreffen sind allerdings keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, sondern lassen sich bis in die Antike als Mittel der Politik nachweisen. Für die Vormoderne werden sie in der Regel im Deutschen als Herrschertreffen bezeichnet.

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Politik & Weltgeschehen

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Die NATO-Gipfelkonferenz tagt erstmals in Bonn, unter Anwesenheit von US-Präsident Ronald Reagan. Gleichzeitig führt die Friedensbewegung die bisher größte Kundgebung in der Geschichte der Bundesrepublik durch. Rund 350.000 Menschen demonstrieren auf den Beueler Rheinwiesen gegen Atomraketen und gegen die von Reagan symbolisierte Rüstungspolitik.

Tagesgeschehen

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Hanoi: US-Präsident George W. Bush trifft von Indonesien kommend in Vietnam ein, wo am Wochenende die alljährliche APEC-Gipfelkonferenz des Asien-Pazifik-Wirtschaftsforums stattfindet. Wichtige Gesprächsthemen der 21 Staaten sind neben der Wirtschaftsentwicklung auch der WTO-Beitritt Russlands (siehe 14. November) und die Atompolitik von Iran und Nordvietnam.
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Finnland: In der vom Skispringen bekannten südfinnischen Stadt Lahti findet ein informelles EU-Gipfeltreffen statt. Behandelte Themenkreise sind die zunehmende Einwanderung aus Nordafrika (insbes. nach Spanien und Italien, siehe Bootsflüchtlinge) und die Suche nach einer gemeinsamen Energiepolitik. Auf Initiative der finnischen Präsidentin trifft abends auch Russlands Präsident Putin den Kreis der EU-Politiker. Dabei wird neben einer Erdöl- und Erdgas-Garantie auch die Menschenrechtslage in Russland, der Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja und der Konflikt Russland-Georgien angesprochen. Die heikle Lage bezeichnet Luxemburgs Jean-Claude Juncker treffsicher als „Partnerschaft der organisierten Rücksichtnahme“.
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EU, WTO/Genf. Der EU-Chefverhandler für den Dezember-Welthandelsgipfel in Hongkong, Peter Mandelson, gerät bezüglich der umstrittenen Agrarförderungen von mehreren Seiten unter Beschuss. Frankreichs Regierung sagt, seine namens der 25 EU-Staaten abgegebenes Offerte „sei falsch und gehe zu weit“. Vertreter der großen Agrarexporteure Indien und Brasilien hatten am Montag in London angedeutet, man werde die gesteckten Ziele beim WTO-Gipfeltreffen in Hongkong nicht erreichen und brauche bald ein „Hongkong II“. Nach EU-Handelskommissar Mandelson ziehe hingegen „Gleichgültigkeit auf, sobald die Erwartungen reduziert würden“. Beim Hauptstreitpunkt, den Agrarsubventionen, werfen die USA und andere Länder der EU vor, ihren Agrarmarkt zu sehr abzuschotten. Die Zugeständnisse zum Abbau von Agrar-Zöllen und -Subventionen reichen ihnen nicht weit genug.
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Jerusalem/Israel. Bundespräsident Horst Köhler hat im israelischen Parlament (Knesset) die Verantwortung für den Holocaust als Teil der deutschen Identität bezeichnet. Es gebe einen Auftrag der Opfer der Shoah: „Nie wieder Völkermord zuzulassen“. -Zum ersten Mal seit rund vier Jahren der Gewalt im Nahen Osten ist in der kommenden Woche ein Gipfeltreffen zwischen den Konfliktparteien geplant. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas werden im ägyptischen Sharm El-Sheikh am 9. Februar zu Gesprächen zusammenkommen.

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