Globale Erwärmung

Als globale Erwärmung bezeichnet man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit der Industrialisierung in den letzten 150 Jahren. Der berechnete Erwärmungstrend über die letzten 50 Jahre (1956 bis 2005) in Höhe von 0,13 °C ± 0,03 °C[Anm. 1] pro Jahrzehnt ist fast zweimal so groß wie derjenige über die letzten 100 Jahre (1906 bis 2005) in Höhe von vs. 0,07 °C ± 0,02 °C pro Jahrzehnt. Dieser Prozess verläuft erheblich schneller als alle bisher bekannten Erwärmungsphasen der jüngeren Erdgeschichte, das heißt während des 66 Millionen Jahre umfassenden Känozoikums (Erdneuzeit). So erwärmte sich die Erde beim Übergang von Eiszeit in eine Zwischeneiszeit binnen ca. 10.000 Jahren etwa um 4 bis 5 °C. Bei der menschengemachten globalen Erwärmung wird jedoch eine Temperaturerhöhung von 4 bis 5 °C binnen 100 Jahren erwartet; die Erwärmungsgeschwindigkeit ist also etwa 100 mal größer als bei historischen natürlichen Klimaveränderungen.

2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Messungen im Jahr 1880. Es war ca. 1,1 °C wärmer als in vorindustrieller Zeit und mit großer Wahrscheinlichkeit das wärmste Jahr seit dem Ende der Eem-Warmzeit vor 115.000 Jahren. 16 der 17 wärmsten jemals gemessenen Jahre traten im 21. Jahrhundert auf, die drei wärmsten Jahre waren in absteigender Reihenfolge 2016, 2015 und 2014. Der Temperaturanstieg zwischen 1880 und 2012 betrug nach Angaben des Weltklimarates (IPCC) 0,85 K. 2015 stieg die von der Messstation Mauna Loa gemessene mittlere Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Erdatmosphäre, die maßgeblich für die Erwärmung verantwortlich ist, erstmals auf über 400 ppm.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Norman D. Newell stirbt in Leonia, New Jersey. Norman Dennis Newell war ein US-amerikanischer Paläontologe und ein Pionier der Paläoökologie, der die Ursachen und Folgen von Massenaussterben in der Erdgeschichte erforschte. Zu seinen Schülern gehören Niles Eldredge und Stephen Jay Gould. Nach der Veröffentlichung seines Buches On Creation and Evolution: Myth or Reality?, einer populärwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Kreationismus, machte er in den 1980er Jahren auf die globale Erwärmung aufmerksam und stellte die These auf, dass wir gegenwärtig „eines der größten Massenaussterben“ der Erdgeschichte erleben.
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Gestorben: John Lawrence Daly stirbt. John Lawrence Daly war ein australischer Geschäftsmann und Berufsschullehrer, der bekannt wurde durch seine Kritik an der Theorie der globalen Erwärmung. Der gebürtige Brite, der von 1980 an in Tasmanien lebte, vertrat die Ansicht, dass es falsch sei wegen der globalen Erwärmung in Panik zu verfallen. Seiner Meinung nach sind die Prognosen des Intergovernmental Panel on Climate Change zur künftigen Erwärmung (1,4 - 5,8 °C bis 2100) übertrieben. Die Wissenschaft, die sich über die globale Erwärmung einig ist, lehnt seine Kritik durchweg ab. Der promovierte Meereskundler John Hunter hat sich Dalys Argumente näher angeschaut und viele Fehler entdeckt. Seit seinem Tod wird seine Website Still Waiting for Greenhouse von Jerry Brennan weitergeführt.
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Geboren: David Mayer de Rothschild wird in London geboren. David Mayer de Rothschild ist ein britischer Abenteurer, Ökologe und Kopf der Adventure Ecology, einer Expeditionsgruppe für die Sensibilisierung für den Klimawandel.
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Geboren: Dan W. Reicher wird in Syracuse geboren. Dan W. Reicher ist ein US-amerikanischer Umweltschützer und Energiefachmann. Er arbeitet als Direktor für Klimawandel und Energiepolitik bei der Stiftung des Online-Konzerns Google, google.org.
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Geboren: Chris Huhne wird in London geboren. Christopher „Chris“ Murray Paul-Huhne ist ein britischer Journalist, Politiker der Liberal Democrats, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments und war von Mai 2010 bis Februar 2012 Minister für Energie und Klimawandel (Secretary of State for Energy and Climate Change).

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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In Ky?to wird das Kyoto-Protokoll als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klima-Rahmenkonvention (UNFCCC) unterschrieben: Das bis zum Jahr 2012 gültige Abkommen schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest, die als Auslöser der globalen Erwärmung gelten. (11. Dezember)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Nobelpreise:
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Frieden: Al Gore und der UN-Klimarat „für ihre Bemühungen zum Aufbau und der Verbreitung von mehr Wissen über den von Menschen verursachten Klimawandel“.

Natur & Umwelt

2007

Naturereignisse:
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Der Winter im Jahre 2007 ist auf Grund der Klimaerwärmung in weiten Teilen Europas einer der wärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2007

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Film: The Great Global Warming Swindle (übersetzt: Der große Betrug mit der globalen Erwärmung) ist ein britischer Dokumentarfilm von Martin Durkin aus dem Jahr 2007, der sich gegen die vorherrschende wissenschaftliche Sichtweise der globalen Erwärmung wendet. Er wurde am 8. März 2007 zum ersten Mal auf Channel 4 ausgestrahlt und ist im Internet weit verbreitet. Der Film wurde vielfach wegen schwerer inhaltlicher Fehler kritisiert. Channel 4 beschreibt den Film so: „Es handelt sich im Wesentlichen um eine Polemik, und wir erwarten, dass sie Unruhe stiften wird, aber so ist die kontroverse Programmgestaltung, für die Channel 4 bekannt ist.“

Stab:
Produktion: Martin Durkin

2006

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Film: Eine unbequeme Wahrheit (An Inconvenient Truth) ist ein Dokumentarfilm von Davis Guggenheim mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Al Gore über die globale Erwärmung. Der Film hatte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival 2006. Er erhielt als erster Film seit zehn Jahren einen Special-Humanitas-Preis für seine besonders gelungene Botschaft an die Menschheit. Außerdem gewann der Film die Oscars 2007 für den besten Dokumentarfilm und für den besten Song (I need to wake up von Melissa Etheridge). Er galt schon vor der Verleihung im Februar 2007 als Favorit.

Stab:
Regie: Davis Guggenheim
Produktion: Laurie David, Lawrence Bender
Musik: Michael Brook
Kamera: Davis Guggenheim Bob Richmann
Schnitt: Jay Cassidy
Dan Swietlik

Besetzung: Al Gore

2004

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Film: The Day After Tomorrow ist ein Katastrophenfilm von Roland Emmerich, der die Gefahren und Folgen der globalen Erwärmung zum Thema hat. Er ist eine Produktion von 20th Century Fox aus dem Jahre 2004. Als Vorlage für das Drehbuch diente unter anderem der Roman The Coming Global Superstorm (deutscher Titel: „Sturmwarnung“) von Art Bell und Whitley Strieber.

Stab:
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland EmmerichJeffrey Nachmanoff
Produktion: Roland EmmerichMark Gordon
Musik: Harald Kloser
Kamera: Ueli Steiger
Schnitt: David Brenner

Besetzung: Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal, Emmy Rossum, Ian Holm, Kenneth Welsh, Sela Ward, Dash Mihok, Austin Nichols, Perry King, Arjay Smith, Tamlyn Tomita, Sasha Roiz, Glenn Plummer, Nestor Serrano, Jay O. Sanders

Tagesgeschehen

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Offenbach am Main/Deutschland: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gehört das Jahr 2008 zu den sieben wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Der DWD sieht die Hauptursache im Klimawandel.
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Deutschland: Der Deutsche Umweltpreis ist unter anderem an Hans Joachim Schellnhuber für seinen Einsatz gegen den Klimawandel verliehen worden
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Sydney/Australien: Australien verbietet wegen des Klimawandels als erstes Land Glühlampen, da man im weltweiten Vergleich am meisten Treibhausgase pro Kopf ausstößt; ab 2010 werden nur noch Energiesparlampen verkauft.
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Alpen: Das Wegener-Forschungsinstitut in Graz hat erstmals das Wetter der Ostalpen über 6 Jahrzehnte (beginnend mit den 1980er Jahren) im 10 km-Raster simuliert. Bis 2040 sei laut Andreas Gobiet ein Temperaturanstieg bis zu 2,5° zu erwarten, womit eine ZAMG-Studie bestätigt wird - „mehr als das Doppelte, was wir im globalen Durchschnitt erwarten“. Bis jetzt beträgt die Erwärmung seit der vorindustriellen Zeit etwa 0,7°, im Alpenraum 1,5 - 1,6 Grad“. Zwischen Alpen und Mittelmeerraum würde im Sommer und Herbst die Trockenheit zunehmen, im Norden die Niederschläge (-30 % bzw. + 20 %). Durchschnittlich gehe es um 1 Regentag weniger/Mehr pro Monat, doch seien Extremereignisse noch kaum untersucht.
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Der Klimawandel hat einer britischen Studie zufolge sehr viel dramatischere Folgen als bislang angenommen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2010

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Haupterkenntnisse der Arbeitsgruppe I „Physikalisch-wissenschaftliche Grundlagen“ > Beobachtete Veränderungen im Klimasystem: Mit großem Vertrauen kann davon ausgegangen werden, dass die Ozeane zwischen 1971 und 2010 90? % der zusätzlichen Energie durch die globale Erwärmung aufgenommen haben. Am stärksten erwärmten sich die Schichten nahe der Wasseroberfläche. In den oberen 75 Metern stieg die Temperatur von 1971 bis 2010 um durchschnittlich 0,11? °C pro Jahrzehnt an. Nahezu sicher erwärmten sich die oberen 700 Meter von 1971 bis (Fünfter Sachstandsbericht des IPCC)

2007

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Leben: Die Zelená perla (Die grüne Perle) ist ebenfalls ein Anti-Award, und zwar für das dümmste anti-ökologische Zitat bzw. den Umweltschutz abwertende Zitat des Jahres in der Öffentlichkeit Tschechiens. Der erste und dreifache Gewinner der Zelená perla ist Vaclav Klaus , neoliberaler Politiker und ehemaliges tschechisches Staatsoberhaupt. Klaus ist dafür bekannt, dass er die globale Erwärmung nicht als Folge menschlicher Aktivitäten auf der Erde betrachtet sondern als ungefährliches Naturereignis. Er bezeichnete den Umweltschutz als „Öko-Terrorismus“, u.a. in seinem Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln“, und behauptete, die Ökologie sei keine Wissenschaft sondern eine Modeerscheinung bzw. eine Ideologie. Die erste Zelená perla errang Klaus für ein Zitat, das er 24. April 1995 in der Aula der Palacký-Universität von Olomouc getätigt hat: "Ökologie ist keine Wissenschaft. Mit Wissenschaft hat das nichts gemein. Es ist eine Ideologie." (Miroslav Patrik)

2005

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Leben: Die Zelená perla (Die grüne Perle) ist ebenfalls ein Anti-Award, und zwar für das dümmste anti-ökologische Zitat bzw. den Umweltschutz abwertende Zitat des Jahres in der Öffentlichkeit Tschechiens. Der erste und dreifache Gewinner der Zelená perla ist Vaclav Klaus , neoliberaler Politiker und ehemaliges tschechisches Staatsoberhaupt. Klaus ist dafür bekannt, dass er die globale Erwärmung nicht als Folge menschlicher Aktivitäten auf der Erde betrachtet sondern als ungefährliches Naturereignis. Er bezeichnete den Umweltschutz als „Öko-Terrorismus“, u.a. in seinem Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln“, und behauptete, die Ökologie sei keine Wissenschaft sondern eine Modeerscheinung bzw. eine Ideologie. Die erste Zelená perla errang Klaus für ein Zitat, das er 24. April 1995 in der Aula der Palacký-Universität von Olomouc getätigt hat: "Ökologie ist keine Wissenschaft. Mit Wissenschaft hat das nichts gemein. Es ist eine Ideologie." (Miroslav Patrik)

1995

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Leben: Die Zelená perla (Die grüne Perle) ist ebenfalls ein Anti-Award, und zwar für das dümmste anti-ökologische Zitat bzw. den Umweltschutz abwertende Zitat des Jahres in der Öffentlichkeit Tschechiens. Der erste und dreifache Gewinner der Zelená perla ist Vaclav Klaus , neoliberaler Politiker und ehemaliges tschechisches Staatsoberhaupt. Klaus ist dafür bekannt, dass er die globale Erwärmung nicht als Folge menschlicher Aktivitäten auf der Erde betrachtet sondern als ungefährliches Naturereignis. Er bezeichnete den Umweltschutz als „Öko-Terrorismus“, u.a. in seinem Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln“, und behauptete, die Ökologie sei keine Wissenschaft sondern eine Modeerscheinung bzw. eine Ideologie. Die erste Zelená perla errang Klaus für ein Zitat, das er 24. April in der Aula der Palacký-Universität von Olomouc getätigt hat: "Ökologie ist keine Wissenschaft. Mit Wissenschaft hat das nichts gemein. Es ist eine Ideologie." (Miroslav Patrik)

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